Netflix bestätigt Miniserie zum Fall Daniel Sancho: Martiño Rivas spielt den verurteilten Koch
Netflix hat eine Miniserie über den Mordfall Daniel Sancho angekündigt. Der galicische Schauspieler Martiño Rivas übernimmt die Hauptrolle. Drehstart in Thailand und Spanien, produziert von Bambú Producciones.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Netflix verfilmt den Fall Daniel Sancho – Martiño Rivas spielt den verurteilten Koch.
Du erinnerst dich an die Schlagzeilen aus dem Sommer 2023, als ein spanischer Koch auf einer thailändischen Insel wegen Mordes festgenommen wurde? Genau dieser Fall kommt jetzt als Miniserie zu Netflix – und du wirst beim ersten Bild der Produktion zweimal hinschauen müssen, so verblüffend ist die Ähnlichkeit des Hauptdarstellers mit dem echten Daniel Sancho.
Am Freitag, den 9. Oktober, hat Netflix die Produktion offiziell angekündigt. In der Hauptrolle: der galicische Schauspieler Martiño Rivas, bekannt aus „Las chicas del cable“ und „El problema final“. Die Plattform hat direkt ein erstes Foto veröffentlicht, das Rivas in Handschellen zeigt, begleitet von der thailändischen Polizei – exakt jene Szene, in der Sancho während der Rekonstruktion des Tathergangs in Ketten abgeführt wurde.
Für dich heißt das: Nach den True-Crime-Formaten, die den Fall bereits beleuchtet haben, folgt jetzt die fiktionale Aufarbeitung – produziert vom spanischen Erfolgshaus Bambú Producciones, das bereits „El caso Asunta“ und „El crimen de Pazos“ verantwortet hat.
Wer ist Martiño Rivas – und warum gerade er?
Martiño Rivas ist in Spanien kein Unbekannter. Der 45-jährige Galicier hat sich mit Serien wie „El internáde“ und vor allem „Las chicas del cable“ einen Namen gemacht, einer der meistgesehenen spanischen Netflix-Produktionen überhaupt. Dass er nun ausgerechnet die Rolle des Daniel Sancho übernimmt, ist eine bewusste Entscheidung: Netflix zeigt im ersten Promo-Bild einen Schauspieler, der dem verurteilten Koch zum Verwechseln ähnlich sieht – schmale Gesichtszüge, dunkle Haare, derselbe skeptische Blick.
Auffällig: Netflix hat bewusst die Szene der Tatortrekonstruktion nachgestellt – Rivas trägt Handschellen, im Hintergrund thailändische Polizisten. Das Foto soll offenbar sofort die Assoziation herstellen: Das ist Sancho, wie du ihn aus den Nachrichten kennst.
Was geschah im echten Fall?
Damit du ohne Kontext nicht ins Serien-Schauen startest, hier die Kurzfassung: Im Sommer 2023 wurde Daniel Sancho – Sohn des spanischen Schauspielers Rodolfo Sancho – in Thailand festgenommen, nachdem der kolumbianische Chirurg Edwin Arrieta ermordet und zerstückelt worden war. Zwischen den beiden bestand eine geheime, intime Beziehung. Im August 2024 verurteilte ein thailändisches Gericht Sancho wegen vorsätzlichen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe.
Der Fall hatte Spanien und weite Teile Lateinamerikas wochenlang in Atem gehalten – nicht nur wegen der Brutalität der Tat, sondern auch, weil es sich um den Sohn eines bekannten Fernsehdarstellers handelte.
Wie ist der Stand vor Gericht?
Die Geschichte ist juristisch noch nicht zu Ende. Wie ABC berichtet, wies die thailändische Justiz vor wenigen Wochen die Berufungen sowohl der Verteidigung Sancho als auch der Familie Arrieta zurück. Das Urteil bleibt damit bestehen. Der Verteidigung bleibt allerdings noch der Gang vor das Oberste Gericht Thailands.
Für dich als Zuschauer bedeutet das: Die Netflix-Serie basiert auf einem Fall, der rechtlich weiter offen ist – was die Geschichte über Jahre aktuell hält.
Was weißt du bisher über die Produktion?
Ein offizieller Titel fehlt noch. Netflix hat aber verraten, dass die Dreharbeiten „in Kürze“ beginnen – und zwar nicht nur an Originalschauplätzen in Thailand, sondern auch an spanischen Locations. Produziert wird die Miniserie von Bambú Producciones, dem Haus hinter „El caso Asunta“ (2024) und „El crimen de Pazos“. Als ausführender Produzent fungiert Ramón Campos, einer der einflussreichsten spanischen Serienproduzenten der letzten Jahre.
Über die weitere Besetzung – wer spielt Edwin Arrieta, wer Rodolfo Sancho, wer die Ermittler? – hat Netflix bislang geschwiegen.
Wie passt das zu anderen Formaten über den Fall?
Die neue Miniserie ist nicht der erste Versuch, den Fall Sancho auf den Bildschirm zu bringen. Die Plattform Max hatte bereits kurz nach der Tat die vierteilige Doku „El caso Sancho“ im Programm, die den Mord und die Ermittlungen rekonstruiert. SkyShowtime España bietet mit „Receta para un asesinato“ ein fünfteiliges True-Crime-Format, das den Prozess gegen Sancho nachzeichnet.
Netflix geht nun einen anderen Weg: Weg von Doku und True Crime, hin zur fiktionalen Miniserie. Damit tritt der Streaming-Gigant in Konkurrenz zu seinen eigenen Mitbewerbern – und zwar auf einem Thema, das in Spanien und Lateinamerika nach wie vor Quotengarantie ist.
Ein konkretes Veröffentlichungsdatum hat Netflix noch nicht genannt. Sobald Drehbeginn, Titel und Starttermin feststehen, liest du es hier.
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