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Mavericks-Besitzer Dumont: Der wichtigste Mann hinter dem NBA-Comeback in China

Fünf Jahre nach dem Bruch zwischen NBA und China hat Patrick Dumont das Comeback eingefädelt – mit einer Idee, die selbst Commissioner Adam Silver für verrückt hielt.

4 Min. Lesezeit
Mavericks-Besitzer Dumont: Der wichtigste Mann hinter dem NBA-Comeback in ChinaAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Patrick Dumont: Der Casino-Mogul, der die NBA zurück nach China brachte.

Es war eine Nachricht, die die Sportwelt aufhorchen ließ: Im Oktober 2025 stand die NBA erstmals seit sechs Jahren wieder in China auf dem Parkett. Zwei Vorbereitungsspiele zwischen den Phoenix Suns und den Brooklyn Nets in Macau markierten das Ende eines tiefen Zerwürfnisses – und wenige Namen werden mit dieser Rückkehr so eng verknüpft wie der von Patrick Dumont.

Der heute amtierende Miteigentümer der Dallas Mavericks kam bereits 2021 mit einer Idee zur Liga, die viele für aussichtslos hielten. Damals war er noch Top-Manager beim Casino-Riesen Las Vegas Sands, der in Macau mehrere hochprofitable Spielbanken betrieb. Sein Plan: Die NBA sollte über Macau zurück nach China finden – nicht über Peking, nicht über Shanghai, sondern über die Sonderverwaltungsregion, in der sein Unternehmen ohnehin verwurzelt war.

Nach Angaben von The Athletic glaubte Dumont von Anfang an, dass die zerrüttete Beziehung zwischen der Liga und China nicht irreparabel sei. Sein Vorschlag habe zunächst ungewöhnlich geklungen, berichten mehrere mit den Verhandlungen vertraute Quellen – doch am Ende zahlte sich seine Hartnäckigkeit aus.

Wie alles begann: Der Morey-Tweet und der Bruch von 2019

Um zu verstehen, was Dumont erreichte, muss man zum Ausgangspunkt des Konflikts zurückblicken. Im Oktober 2019 twitterte Daryl Morey, damaliger General Manager der Houston Rockets, seine Unterstützung für die Demokratieproteste in Hongkong. Die Reaktion aus Peking war heftig: Chinesische Staatssender nahmen NBA-Spiele aus dem Programm, Sponsoren zogen sich zurück, die Beziehung zwischen der Liga und einem ihrer wichtigsten Märkte gefror quasi über Nacht.

Sechs Jahre lang fanden keine Spiele mehr in China statt. Zwar kehrten Spiele nach und nach ins chinesische Staatsfernsehen zurück, und auch geschäftliche Aktivitäten nahmen schrittweise wieder Fahrt auf, wie CNN berichtet. Doch chinesische Fans konnten keine NBA-Spieler mehr live sehen – bis zum vergangenen Oktober.

Der Mann hinter den Kulissen

Patrick Dumont ist in der Sportwelt vor allem als neuer Miteigentümer der Dallas Mavericks bekannt geworden. Doch sein eigentlicher Hintergrund liegt in der Glücksspielbranche: Als führender Manager von Las Vegas Sands – dem Unternehmen des verstorbenen Sheldon Adelson – leitete er über Jahre die Geschäfte in Macau. Als Adelson 2021 starb und die Familie die Kontrolle übernahm, behielt Dumont seinen Einfluss und seine Verbindungen in die Region.

Diese Verbindungen zahlten sich aus. Laut einem Bericht der New York Times trat Dumont 2021 an NBA-Commissioner Adam Silver mit dem Vorschlag heran, amerikanischen Profi-Basketball zurück nach China zu bringen. Sein Argument: Die Beziehung sei zwar beschädigt, aber nicht zerstört. Der Weg dahin führe über Macau – wo sein Unternehmen bereits stark verankert war und die politischen Rahmenbedingungen andere sind als auf dem chinesischen Festland.

Die Spiele in Macau: Mehr als nur ein Testlauf

Im Oktober 2025 war es dann soweit. Die Phoenix Suns und die Brooklyn Nets traten in Macau gegeneinander an – vor Publikum, das diese Art von Live-Basketball sechs Jahre lang entbehren musste. Für Foreign Policy war die Rückkehr ein Signal mit doppelter Botschaft: Die NBA zeige Präsenz in einem strategisch wichtigen Markt, während gleichzeitig die sportpolitischen Spannungen zwischen Washington und Peking eskalierten.

Die Spiele selbst waren mehr als nur sportliche Ereignisse. Sie waren Symbol dafür, dass die NBA den Draht nach China vorsichtig, aber entschlossen wiederherstellt. Laut NBC News wurden im Zuge der Rückkehr zudem neue Partnerschaften und Sponsoring-Deals angekündigt – ein Zeichen dafür, dass die Liga Pekings Wohlwollen zurückgewonnen haben könnte.

Was die NBA aus dem Macau-Modell mitnimmt

Der Erfolg in Macau wirft die Frage auf, ob dieser Weg auch für andere Länder funktionieren könnte. Im Kern steht ein pragmatischer Ansatz: Wer ein politisch heikles Terrain betreten will, sucht sich einen neutralen Einstiegspunkt mit vertrauten Strukturen. Für die NBA war Macau dieser Einstiegspunkt – ein Ort, an dem westliche Konzerne unter chinesischer Hoheit, aber mit anderen regulatorischen Spielregeln als auf dem Festland operieren können.

Die Financial Times, zitiert von Sports Business Journal, sieht in der Rückkehr den Versuch der NBA, sich mit einem ihrer wichtigsten Märkte zu versöhnen. Die Risiken bleiben allerdings real: Politische Spannungen, Handelskonflikte und die Erinnerung an 2019 sind nicht verschwunden. Ob die NBA dauerhaft Fuß fassen kann, wird sich zeigen.

Ein Fazit mit Fragezeichen

Patrick Dumont hat mit seinem Vorstoß Geschichte geschrieben – vorerst. Er bewies, dass selbst ein jahrelanger Bruch nicht das letzte Wort sein muss, wenn jemand mit den richtigen Verbindungen, dem nötigen Kapital und einer unkonventionellen Idee antritt. Die Mavericks sind sein neues Spielfeld, doch der NBA-China-Deal bleibt sein bislang größter Coup.

Was das für dich bedeutet: Wenn du NBA-Fan bist, stehen die Zeichen gut, dass du in den kommenden Jahren wieder regelmäßig Spiele mit chinesischer Beteiligung sehen wirst – sei es live, im Stream oder im Free-TV. Und wenn du auf Geschäftsbeziehungen zwischen westlichen Ligen und Asien blickst: Macau dürfte als Modell noch öfter eine Rolle spielen.

Quellen

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