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Sandpaper-Skandal 2018: Khawaja nennt die gesamte Mannschaft

Usman Khawaja behauptet, das gesamte australische Cricket-Team habe 2018 vom Sandpaper-Plan gegen Südafrika gewusst. BBC und Guardian berichten zudem, dass der Ball bereits im zweiten Test in Port Elizabeth manipuliert wurde.

4 Min. Lesezeit
Sandpaper-Skandal 2018: Khawaja nennt die gesamte MannschaftAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Khawaja: Das ganze Cricket-Team kannte den Sandpaper-Plan.

Usman Khawaja bringt einen alten Cricket-Skandal mit einer neuen, deutlich schwerwiegenden Behauptung zurück ins Gespräch: Die gesamte australische Mannschaft habe 2018 vom Einsatz von Sandpaper gegen den Ball gewusst. Damit rückt nicht mehr nur ein einzelnes Handling vor der Kamera in den Mittelpunkt, sondern die Frage nach der Verbreitung des Plans innerhalb der Mannschaft.

Die BBC und der Guardian berichten übereinstimmend, dass Khawaja diese Aussage in seiner Autobiografie Sabr macht. Der Guardian schreibt zugleich, dass die gesamte australische Reisegruppe den Plan gekannt habe. Das ist etwas weiter gefasst als die Formulierung der BBC, die von der gesamten Mannschaft spricht.

Für alle, die sich noch an die Aufnahmen von Cameron Bancroft in Kapstadt erinnern, klingt die neue Darstellung deutlich weiter. Denn laut Guardian wurde nicht nur im dritten Test in Cape Town Sandpaper am Ball verwendet, sondern bereits im zweiten Test in Port Elizabeth. Damit würde die Manipulation über einen einzelnen Moment hinaus mehrere Partien der Serie betreffen.

Was Khawaja in „Sabr“ über den Plan sagt

Die zentrale Aussage

Khawaja behauptet, alle Mitglieder der australischen Mannschaft hätten von der Manipulation gewusst. Nach dem Guardian bezieht sich diese Aussage sogar auf die gesamte auf Reise befindliche Gruppe. Damit schreibt er das später auf Kamera sichtbare Verhalten von Bancroft nicht allein diesem zu.

Die Quelle formuliert keine unabhängig überprüfte Tatsache, sondern eine Aussage des ehemaligen australischen Testschlagmanns. In den Berichten wird sie nicht mit einem Widerspruch anderer Beteiligter oder einem gegenteiligen offiziellen Ergebnis dargestellt. Sicher belegt sind deshalb vor allem die Veröffentlichung der Aussage, ihr Inhalt und der zeitliche Zusammenhang mit Sabr.

Mehr als ein Test

Besonders auffällig ist der Hinweis auf Port Elizabeth. Der Guardian berichtet, dass die Mannschaft den Ball bereits während des zweiten Tests mit Sandpaper manipuliert habe. Vor der Veröffentlichung von Khawajas Autobiografie war der öffentlich bekannte Moment der dritte Test in Cape Town: Dort wurde Bancroft dabei gefilmt, wie er das manipulierende Objekt in der Hand hielt.

Die BBC bezeichnet den betreffenden Test als den letzten Test der Serie gegen Südafrika. Der Guardian spricht vom dritten Test in Kapstadt. Diese Angaben lassen sich miteinander vereinbaren: Der dritte Test kann zugleich der letzte Test der dreiteiligen Serie gewesen sein. Inhaltlich widersprechen sich die beiden Quellen damit nicht.

Warum der Vorwurf über den einzelnen Video-Moment hinausgeht

Bancroft vor der Kamera

Die Aufnahme aus Kapstadt war der Moment, der den Betrug öffentlich sichtbar machte. Khawajas Aussage verschiebt den Schwerpunkt nun auf die Frage, was andere Teammitglieder bereits vorher wussten. Laut Guardian war der Einsatz von Sandpaper nicht auf den Augenblick beschränkt, in dem Bancroft erwischt wurde.

Die Rolle der gesamten Reisegruppe

BBC und Guardian stützen denselben Kern: Khawaja beschreibt die Kenntnis nicht als Sache weniger Personen, sondern als gemeinsames Wissen der Mannschaft beziehungsweise der gesamten Reisegruppe. Beide Quellen nennen keine einzelnen weiteren Teammitglieder, die den Plan bestätigt oder bestritten hätten. Die Reichweite seiner Aussage bleibt deshalb klar, die Bestätigung durch die übrigen Beteiligten fehlt in den vorliegenden Berichten.

Bei den Sperren bleibt Khawaja enger

Die Haltung zu Konsequenzen

Beim Umgang mit der Verantwortung ist Khawaja nicht uneingeschränkt für weitere Sanktionen. Der Guardian berichtet, Khawaja bleibe hinsichtlich der Sperren nur für Cameron Bancroft, David Warner und Steve Smith komfortabel. Seine Forderung nach Verantwortung für die gesamte Mannschaft steht damit neben einer begrenzten Haltung zu konkreten Sanktionen.

Das ist ein wichtiger Unterschied innerhalb seiner Darstellung. Er beschreibt eine breite Kenntnis im Team, leitet daraus aber nicht zwingend weitere Sperren ab. Ohne weitere Stellungnahmen der genannten Spieler oder offizielle Entscheidungen lassen sich aus den zwei Quellen keine zusätzlichen Folgen ableiten.

Was die Berichte belegen – und wo die Aussage endet

Gesichert ist der Bericht über Khawajas Buch

Belegt sind das Erscheinen von Sabr am Dienstag, die darin erhobene Behauptung sowie die von BBC und Guardian aufgegriffene Einordnung. Beide Medien nennen die Mannschaft beziehungsweise Reisegruppe als Träger der Kenntnis. Ebenfalls belegt ist der Guardian-Hinweis auf Sandpaper im zweiten Test in Port Elizabeth.

Nicht belegt ist eine unabhängige Verifikation

Die vorliegenden Berichte belegen nicht, dass sämtliche Beteiligten die Behauptung bestätigt haben. Sie nennen auch keine neuen Ermittlungen oder ein offizielles Ergebnis, das die vollständige Informiertheit der Mannschaft bestätigt. Khawaja spricht in einem autobiografischen Text, und seine Darstellung verändert rückblickend die Deutung des Skandals: Aus einer Frage nach einer einzelnen Handlung wird die Frage nach geteiltem Wissen.

Fazit: Eine Behauptung mit weitreichender Sprengkraft

Khawaja behauptet nicht weniger als eine kollektive Kenntnis des australischen Teams vom Sandpaper-Plan. Die Quellen stützen diese Aussage als Inhalt seiner Autobiografie und berichten übereinstimmend, dass Khawaja das gesamte Team belastet. Besonders der Hinweis auf den zweiten Test in Port Elizabeth macht die Darstellung schwerwiegender als die bekannten Aufnahmen aus dem dritten Test.

Bei den Sanktionen bleibt Khawaja enger: Für weitere Spieler neben Bancroft, Warner und Smith will er keine Sperren. Damit steht seine Aussage über die Verbreitung des Plans und seine Haltung zu möglichen Konsequenzen nebeneinander. Mehr lässt sich aus den vorliegenden Berichten ohne weitere Bestätigungen nicht festmachen.

Mehrwert für dich

Die kompakten Hintergründe findest du in den Berichten der BBC und des Guardian zu Khawajas Vorwurf, dem Einsatz von Sandpaper in Port Elizabeth und seiner Haltung zu den Sperren.

Quellen

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AI-unterstützt · redaktionell betreut

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