Was an Bord der HMAS Leeuwin passierte – und warum Canberra schweigt
Auf der HMAS Leeuwin in Cairns wurde am 11. Oktober ein Aufnahmegerät entdeckt. Das Verteidigungsministerium spricht von einer Kabine, Senatorin Lambie dagegen von einer Frauendusche.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Versteckte Kamera auf australischem Marineschiff: Senats-Eklat um HMAS Leeuwin.
Auf dem australischen Marineschiff HMAS Leeuwin ist am 11. Oktober 2026 ein verstecktes Videoaufnahmegerät entdeckt worden – nur drei Tage, bevor die unabhängige Senatorin Jacqui Lambie den Vorfall im Senat öffentlich machte. Das Schiff lag zu diesem Zeitpunkt im Hafen von Cairns im Bundesstaat Queensland.
Das Verteidigungsministerium in Canberra bestätigte den Fund am Mittwochnachmittag, nachdem die Redaktion von Guardian Australia wegen Lambies Äußerungen im Parlament nachgehakt hatte. Eine Sprecherin erklärte lediglich, die Polizei ermittle – nähere Angaben zum Fundort machte das Ministerium zunächst nicht.
Was das Verteidigungsministerium bestätigt
In einer offiziellen Stellungnahme räumte das Ministerium ein, am 11. Oktober Kenntnis von dem Fund erlangt zu haben. Der Fall sei an die Joint Military Police Unit übergeben worden, man arbeite mit zivilen Behörden zusammen. Das Schiff blieb nach Angaben der Behörde im Hafen, während die Ermittlungen liefen.
On 11 October 2026, Defence became aware that a video recording device had been located in the cabin of Royal Australian Navy ship HMAS Leeuwin, while alongside in Cairns, Queensland. The incident was referred to the Joint Military Police Unit and Defence is working with civilian authorities. Defence takes this incident extremely seriously and does not tolerate unacceptable behaviour in any form.
Widerspruch zwischen Ministerium und Senatorin
Die offizielle Darstellung des Ministeriums spricht von einer Kabine an Bord. Senatorin Jacqui Lambie aus Tasmanien schilderte dem Senat wenige Stunden zuvor ein anderes Bild: Sie nutzte ihre parlamentarische Immunität, um zu berichten, das Aufnahmegerät sei in einer Dusche entdeckt worden, die von Marinesoldatinnen genutzt werde. 7News zufolge wurde Lambie per E-Mail von einem ehemaligen Navy-Angehörigen auf den Fall aufmerksam gemacht.
Mehrere australische Medien griffen den Widerspruch auf. The Nightly schrieb, das Ministerium spreche von einer Kabine, Lambie dagegen von der Duschkabine für die weibliche Besatzung. Solange die Joint Military Police Unit den Sachverhalt nicht abschließend bewertet hat, bleibt offen, welche der beiden Angaben zutrifft.
Was bisher bekannt ist – und was nicht
Das Verteidigungsministerium betonte, man nehme den Vorfall "extrem ernst" und dulde kein inakzeptables Verhalten in irgendeiner Form. Ein möglicher Verdächtiger wurde bislang nicht genannt, ebenso wenig der genaue Fundort. Auch wie lange das Gerät bereits an Bord war, wer es möglicherweise platziert hat und ob Aufnahmen existieren, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
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