LIVE
Paige Bueckers und Azzi Fudd bestätigen ihre Trennung – kein Einfluss auf den WNBA-DraftZelda Ocarina of Time: Hühner im Cocorico-Dorf – Der leere Trank spart ZeitPossible Love: Was Lee Chang-dong über unsere Zeit sagtMykonos: 14 Erlebnisse und Tipps, um zu erkennen, ob sich die Reise lohntJesús de Miguel: Sánchez-Pizjuán wird zur GedenkstätteAmsterdam-Tipps: 14 Erfahrungen für Anfänger – lohnt sich die Reise?Oscar Micheaux Roadshow 2027: Große Pläne für Indie-FilmeBank of England erhöht Leitzins auf 4 %: Was das für dein Geld bedeutetFrankreich statt Italien: Bombendrohungen beeinträchtigen Europas FlügeSpritpreisdeckel: SPD setzt Wirtschaftsministerin Reiche FristNintendo: Umsatz rückläufig, aber die Switch 2 hält ihren Rekord mit 26,35 Millionen KonsolenChannel 4 stoppt MAFS UK: Was die Vergewaltigungsvorwürfe auslösten

Rayo Vallecano zwischen Europacup und Fanprotest: Was im Vallecas passiert

Nach 147 Tagen Zwangspause kehrte Rayo Vallecano ins Vallecas-Stadion zurück — und brach das Spiel gegen Athletic Club nach 13 Minuten ab, weil Fans tausende Papierflieger auf den Platz warfen.

3 Min. Lesezeit
Rayo Vallecano zwischen Europacup und Fanprotest: Was im Vallecas passiertAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Rayo Vallecano bricht Heimspiel nach 13 Minuten ab.

147 Tage war Rayo Vallecano aus dem Vallecas verbannt, am Samstag sollte die Rückkehr ins eigene Stadion endlich ein Fest werden. Es dauerte 24 Minuten und 56 Sekunden, bis die Mannschaft den Rasen wieder verließ, und gerade mal 13 davon waren überhaupt Fußball. Was sich dazwischen auf den Platz legte, waren tausende Papierflieger, die aus den Tribünen segelten, bis die Partie gegen Athletic Club nicht mehr spielbar war. Was wie eine Kuriosität klingt, ist die nächste Eskalation in einem Konflikt, der den Klub seit Monaten von innen zermürbt.

Dabei trifft der Protest diesmal einen ganz bestimmten Mann. Die Anhänger richten ihre Wut direkt gegen Klub-Präsident Raúl Martín Presa — und gleichzeitig gegen die Madrider Regionalregierung, die dem Verein Ende Juli die Vereinbarung über die Stadionnutzung entzogen hatte. Seither steht Rayo zwischen Mietstreit, Europacup-Erfolg und einer Fanszene, die den eigenen Vorstand zunehmend als Gegner empfindet.

Was an jenem Samstag im Vallecas wirklich passierte

Es hätte der versöhnliche Auftakt nach fast fünf Monaten ohne Liga-Heimspiel werden sollen. Stattdessen landeten nach dem Anpfiff tausende Papierflieger auf dem Rasen, immer neue Flugobjekte segelten von den Rängen, das Spiel musste wiederholt unterbrochen werden, bis eine Fortsetzung ausgeschlossen war. Am Ende stehen 13 Minuten Spielzeit, ein Abbruch und das Bild einer Mannschaft, die unter den Augen der eigenen Fans nicht mehr spielen kann.

Dass Rayo überhaupt im Vallecas auflief, war nicht selbstverständlich. Wegen des Streits mit der Stadt musste der Verein fünf Monate lang ausweichen, trainierte woanders und trug seine Heimspiele anderswo aus, ehe er jetzt zurückkehrte — und direkt in den nächsten Protest hineinlief.

they knew no greater victory than being with you in defeat

Quelle: Spruchband der Rayo-Fans in Leipzig, zitiert nach The Guardian

Warum die Stadt Madrid Rayo das Stadion streitig macht

Seit Ende Juli gibt es keine gültige Vereinbarung mehr zwischen dem Klub und der Madrider Regionalregierung, die Rayo die Nutzung des Vallecas erlaubt. Im Gegenzug für die Heimstätte zahlt der Verein nach Angaben des Guardian 81.784 Euro pro Jahr. Was genau die Aufhebung im Sommer ausgelöst hat, lässt der Bericht offen, der Effekt ist trotzdem eindeutig: fünf Monate ohne Heimspiel, ein provisorischer Alltag — und jetzt eine Rückkehr, die direkt in den nächsten Konflikt kippt.

Was sich beim Klub in den fünf Monaten ohne Heimspiel verändert hat

Sportlich war es die wildeste Phase der jüngeren Vereinsgeschichte. Rayo erreichte ein europäisches Finale, 11.000 Fans reisten mit nach Leipzig, ein Spruchband brachte die Stimmung auf den Punkt und feierte die Niederlage als Gemeinschaftsakt. Trainer Iñigo Pérez, der das Team dorthin geführt hatte, ist inzwischen weg. Und Óscar Trejo, jener Kapitän, der die Binde abgegeben hatte, weil er mit dem Umgang des Klubs mit Mitarbeitern nicht mehr einverstanden war, beendete seine Karriere — der Stadtteil verabschiedete ihn auf seine Art, mit einem Graffiti, das vier Stockwerke hoch eine Hauswand füllt.

So stehen Europacup-Abend und Papierflieger-Samstag direkt nebeneinander. Ein Klub, der für seine Fans so weit läuft wie kaum ein anderer in Europa, kann sich mit diesen Fans im eigenen Stadion nicht mehr verständigen — zumindest nicht, solange Raúl Martín Presa im Präsidentensessel sitzt und der Mietstreit mit der Stadt offen ist.

Was nach dem Abbruch bleibt

Rayo wird das Spiel gegen Athletic neu ansetzen müssen, vermutlich wieder in einer aufgeheizten Atmosphäre. Die eigentliche Frage ist eine andere: Wie soll ein Verein, dessen Identität im Stadtteil Vallecas liegt, in diesem Stadion noch spielen, wenn die eigenen Anhänger den Platz in ein Protestfeld verwandeln? Die kommenden Wochen werden zeigen, ob es einen Weg zurück in eine Normalität gibt — oder ob Vallecas dauerhaft zur Bühne eines Konflikts zwischen Verein, Fans und Stadt wird.

Quellen

Was denkst du?

AI-unterstützt · redaktionell betreut

Scroll weiter, um zu reagieren und zu teilen.