Nach Nestlé und Auchan: Jetzt trifft es die Metro AG
Nach den Konzernen Nestlé und Auchan weitet Russland die Zwangsverwaltung auf die Metro AG aus. Die Vermögenswerte des deutschen Handelskonzerns in Russland werden unter staatliche Verwaltung gestellt.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Russland stellt Metro AG unter Zwangsverwaltung.
Nach den Konzernen Nestlé und Auchan weitet Russland die Zwangsverwaltung auf einen weiteren westlichen Handelsriesen aus: die Metro AG. Wie das Handelsblatt berichtet, werden die Vermögenswerte des deutschen Handelskonzerns in Russland unter staatliche Verwaltung gestellt.
Die Maßnahme folgt nur wenige Tage, nachdem Kremlchef Wladimir Putin die Konzerne Nestlé und Auchan unter Zwangsverwaltung hatte stellen lassen. Nun ist das Russland-Geschäft der Metro AG an der Reihe. Über die konkreten Folgen für die Beschäftigten der Metro AG vor Ort und das weitere Vorgehen lagen zunächst keine Angaben vor.
Was bedeutet Zwangsverwaltung?
Bei einer Zwangsverwaltung werden die Vermögenswerte eines Unternehmens durch den Staat oder einen staatlich eingesetzten Verwalter kontrolliert. Die ursprünglichen Eigentümer verlieren die direkte Verfügungsgewalt über ihr Russland-Geschäft.
Quelle: Handelsblatt
Update
Russland stellt die Vermögenswerte der Metro AG unter Zwangsverwaltung. Nach Nestlé und Auchan trifft Putins Dekret nun den Düsseldorfer Handelskonzern, der sein Russland-Geschäft nicht aufgegeben hatte. · 2026-09-29 02:36 UTC
Putin zieht die Schraube weiter an: Nach Nestlé und der französischen Warenhauskette Auchan trifft es jetzt die Metro AG. Russland hat die Vermögenswerte des Düsseldorfer Handelskonzerns unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt. Die Liste westlicher Unternehmen, die der Kreml faktisch unter seine Kontrolle bringt, wird damit länger.
Anders als viele andere westliche Konzerne hatte Metro sein Russland-Geschäft nach Beginn des Ukraine-Kriegs nicht abgestoßen oder stillgelegt – und gerät nun genau deshalb ins Visier der russischen Regierung. Was der Schritt konkret für die Filialen, die Beschäftigten und den Konzern bedeutet, ist derzeit noch offen.
Was bedeutet die Zwangsverwaltung konkret?
Mit der Zwangsverwaltung überträgt Russland die Kontrolle über die russische Metro-Gesellschaft an einen vom Staat eingesetzten Verwalter. Der Konzern verliert damit faktisch die Hoheit über sein Russland-Geschäft. Nach Angaben der Tagesschau hat Präsident Wladimir Putin den entsprechenden Erlass unterzeichnet. Das Manager Magazin spricht von einer „Zwangsverwaltung" der Vermögenswerte.
Warum trifft es ausgerechnet Metro?
Die Metro AG gehört zu den wenigen westlichen Handelsketten, die nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 weiter in Russland aktiv geblieben sind. Das Unternehmen hat den Betrieb seiner Großmärkte fortgeführt – und liefert damit das Profil, nach dem der russische Staat sucht: ein funktionierendes Geschäft mit Vermögenswerten vor Ort, das sich unter staatliche Aufsicht stellen lässt.
Ein vergleichbares Schicksal hatte zuvor bereits Nestlé und die französische Warenhauskette Auchan ereilt, wie das Manager Magazin berichtet. Die Zwangsverwaltung ist in Russland ein wiederkehrendes Instrument, um ausländische Unternehmen unter staatliche Kontrolle zu bringen.
Was ist bislang noch unklar?
Die vorliegenden Berichte nennen weder konkrete Summen noch die Zahl der betroffenen Metro-Märkte in Russland. Auch eine offizielle Stellungnahme der Metro AG zum Vorgehen der russischen Regierung ist in den Quellen nicht dokumentiert. Ebenso bleibt offen, wer als Zwangsverwalter eingesetzt wird und wie es mit den rund 10.000 Beschäftigten des Konzerns in Russland weitergeht.
Klar ist nur: Für Metro bedeutet der Schritt einen weiteren Verlust in einem ohnehin schwierigen Russland-Geschäft – und für die Mitarbeiter vor Ort eine ungewisse Zukunft unter staatlicher Kuratel.
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