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Steam Frame getestet: Bequem – aber „Manches wirkt überholt"

Der Steam Frame will mehr als nur Virtual Reality bieten. Im heise+-Test schneidet der Tragekomfort gut ab, bei der Software-Reife sehen die Tester aber Baustellen.

3 Min. Lesezeit
Steam Frame getestet: Bequem – aber „Manches wirkt überholt"AI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Steam Frame im Test: Bequem, vielseitig – aber noch nicht ganz fertig.

1049 Euro, Losverfahren, gestaffelte Lieferung – Valve bringt die Steam Frame nicht über den klassischen Ladentisch, sondern über ein Gewinnspiel auf den Markt. Wer eine der ersten Einheiten ergattert, bekommt laut heise online ein kabelloses Headset, das „federleicht" auf dem Kopf sitzt und trotzdem mehr können soll als die meisten reinen VR-Brillen.

Vier Nutzungsarten in einem Gehäuse

Was die Steam Frame von typischen VR-Brillen unterscheidet, ist nicht das Display, sondern auch die Software-Ebene unter dem Headset. Im Kern werkelt ein Snapdragon 8 Gen 3 mit 16 GByte LPDDR5X-Arbeitsspeicher, getragen von SteamOS. Daraus ergeben sich laut heise vier Nutzungsarten, die auf dem gleichen Gerät laufen:

  • VR lokal: Titel wie „Half-Life: Alyx" laufen direkt auf dem Headset, ohne dass ein Spiele-PC daneben brummen muss.
  • PC-Streaming: Über den mitgelieferten 6-GHz-USB-Funkadapter streamt die Brille Spiele vom heimischen PC mit niedriger Latenz.
  • Non-VR-Spiele: SteamOS projiziert klassische Steam-Spiele auf eine virtuelle Leinwand – Brille auf, Controller in die Hand, fertig.
  • Linux-PC für den Kopf: Mit Bluetooth-Tastatur wird die Brille im KDE-Plasma-Desktop zum vollwertigen Linux-Rechner; Proton, FEX und Lepton öffnen zusätzlich Windows- und Android-Apps.

Für dich heißt das: Ein Gerät ersetzt im besten Fall VR-Headset, Streaming-Bridge und Zweit-Rechner – sofern jede Schicht im Alltag mitspielten lässt.

Das Display bleibt erstaunlich konservativ

Beim Blick durch die Linsen wird der Spagat sichtbar. Die LC-Displays lösen mit 2160 × 2160 Pixeln pro Auge auf und erreichen bis zu 144 Hertz. heise ordnet die Werte direkt ein: Im Vergleich zur drei Jahre alten Meta Quest 3 mit 2064 × 2208 Pixeln pro Auge (inzwischen bis zu 207 Hertz) ist das kaum ein Fortschritt. Wer von OLED-Brillen wie der Apple Vision Pro mit 3660 × 3200 Pixeln pro Auge oder der Pimax Dream Air mit 3840 × 3552 Pixeln pro Auge kommt, „dürfte das gröbere Pixelraster vor allem bei Text bemerken". Die Auflösung ist solide Mittelklasse, nicht das, was Display-Enthusiasten von einem 2025er-Headset erwarten.

Eine zweite Lücke fällt beim Thema Durchsicht auf. Farbdurchsicht wie bei der Quest 3 ist nicht eingebaut – wer sie nutzen will, muss zur Drittanbieter-Kamera Arcturus Vision greifen, die 157 Euro kostet. Für ein Gerät, das sich als mobiler Alltagsbegleiter versteht, ist das ein spürbarer Zusatzposten.

Sitz und Akku – die klare Stärke

Beim Tragekomfort sieht es deutlich besser aus. heise hebt im Test ausdrücklich hervor, dass die Brille „sehr bequem" auf dem Kopf sitzt – ein Urteil, an dem viele VR-Brillen in der Vergangenheit gescheitert sind. Der 21,6-Wh-Akku sitzt am Hinterkopf und soll laut Test-Aufbau länger als eine Stunde durchhalten, bevor eine externe Stromquelle nötig wird. Wer den Komfort noch feiner justieren will, kann das separat erhältliche Ergonomie-Kit für 69 Euro nachrüsten – ob das nötig ist, hängt vom eigenen Kopf ab.

Vielseitig, aber „noch nicht ganz fertig"

Was bleibt, ist ein zwiegespaltenes Gesamtbild. Die ungewöhnliche Breite an Nutzungsarten wertet heise als größte Stärke des Geräts – und benennt zugleich das zentrale Problem:

Manches wirkt jedoch überholt.

Quelle: heise online

Das gilt für die Wahl der LC-Displays ebenso wie für die fehlende Farbdurchsicht ab Werk. Das Fazit der Redaktion fällt deshalb nüchtern aus: „Sehr bequem, aber noch nicht ganz fertig."

Für dich heißt das konkret: Wer ein in sich geschlossenes, ausgereiftes VR-Erlebnis sucht, ist mit dem aktuellen Stand schlecht beraten. Wer hingegen gerne neue Plattformen ausprobiert, Abstriche bei der Software-Politur in Kauf nimmt und ein bequemes Headset mit einem Funktionsumfang sucht, den kaum eine andere Brille am Markt in dieser Breite bietet, bekommt mit der Steam Frame schon jetzt ein Gerät mit echtem Mehrwert. Konkrete technische Details zu Display, Tracking, Akku und Preis sowie das ausführliche Fazit stehen hinter der heise+-Paywall.

Quellen

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AI-unterstützt · redaktionell betreut

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