LIVE
Still Standing: Giftige Häuser nach dem Eaton-FeuerFormel 1 in Brasilien: Lando Norris gewinnt, Isack Hadjar steigt aufs PodiumLisa T. kam nie in der Schule an – jetzt wurde ihre Leiche gefundenAngèle Metzger stirbt mit 27 Jahren: Was die Berichte über den Sturz verratenBarça-Startelf ohne Frenkie und Eric: Nur ein WechselGazastreifen: Zehntausende Zelte versinken im WasserNFL-Woche 8: News, Verletzungen und Reaktionen im ÜberblickHandball vor der Heim-WM: 12 Treffer mehr gegen die SlowakeiNorris siegt in São Paulo: Mercedes jubelt über den Team-WMLaufey: Wie die 27-Jährige mit Jazz zum TikTok-Phänomen wurdeTödlicher Wingsuit-Flug in Österreich: 61-Jähriger stirbtRed Dead Redemption 2: Noch weniger als zehn Tage über PS Plus Extra verfügbar

Drei Festivalpreise für den Dokumentarfilm „Still Standing“

Der Oscar-Kandidat „Still Standing“ richtet den Blick auf die giftigen Folgen des Eaton-Feuers in Altadena. Deadline berichtet von Dreharbeiten in Hazmat-Suits und drei Festivalauszeichnungen.

4 Min. Lesezeit
Drei Festivalpreise für den Dokumentarfilm „Still Standing“AI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Still Standing: Giftige Häuser nach dem Eaton-Feuer.

Die schwere Ausrüstung des Filmteams vermittelt den ersten Eindruck: Hier ging es nicht um einen gewöhnlichen Schauplatz, sondern um Häuser, die nach dem verheerenden Eaton-Feuer in Altadena noch toxisch belastet waren. Genau diese Situation bildet den Kern des Dokumentarfilms „Still Standing“.

Nach einem Bericht von Deadline haben die Regisseure Suárez und Albeck-Ripka den Film im Rahmen von SFFILM Doc Stories vorgestellt. Das Projekt behandelt nicht allein die sichtbaren Folgen eines Waldbrandes, sondern auch die giftige Situation, in der Bewohnerinnen und Bewohner nach dem Brand zurückgelassen wurden.

Damit richtet der Film deinen Blick auf einen Teil der Waldbrandkatastrophe, der zunächst leicht aus dem Blick gerät: Selbst wenn ein Gebäude nach dem Feuer noch steht, kann seine Umgebung durch giftige Rückstände belastet sein. „Still Standing“ macht genau diese Konstellation zum Gegenstand seiner Dokumentation.

Warum aus dem Eaton-Feuer mehr als Zerstörung blieb

Deadline beschreibt die Häuser, die der Film zeigt, als nach dem katastrophalen Eaton-Feuer toxisch. Das Feuer hatte den Altadena-Abschnitt von Los Angeles durchtocht. Was danach blieb, war für die Betroffenen offenbar nicht nur ein Trümmerfeld, sondern eine fortbestehende Gefahr für Gesundheit und Wohnqualität.

Genau dieser Unterschied macht den Dokumentarfilm relevant. Ein beschädigtes Haus kann zwar noch stehen, während Boden, Luft oder Baustoffe problematisch sind. Ohne einen konkreten Nachweis zu einzelnen Giftstoffen oder Sanierungsmaßnahmen wäre es jedoch unseriös, mehr zu behaupten. Sicher ist: Das Filmteam hat die giftige Lage vor Ort so ernst genommen, dass es bei den Dreharbeiten Schutzanzüge trug.

Das ist zugleich der stärkste Alltagsbezug der Meldung: Die unmittelbare Gefahr ist offenbar nicht mit dem Ende der Brandbekämpfung verschwunden. Häuser, Menschen und Alltag bleiben unmittelbar betroffen – ein Aspekt, den der Dokumentarfilm ausdrücklich in den Mittelpunkt stellt.

Die Dreharbeiten in Hazmat-Suits zeigen die Schwere der Lage

Konkreter als allgemeine Aussagen über Katastrophen ist ein Detail aus den Dreharbeiten: Víctor Tadashi Suárez und Livia Albeck-Ripka trugen Hazmat-Suits. Deadline nennt damit selbst die Schutzvorkehrungen, mit denen die Filmemacher gearbeitet haben.

Diese Entscheidung macht den dokumentarischen Ansatz nachvollziehbar. Das Team musste die Orte nicht nur darstellen, sondern sich dort unter Bedingungen bewegen, die von den üblichen Arbeitsabläufen abwichen. Zugleich zeigt dieser Umstand, wie unmittelbar die giftige Belastung noch war, als der Film entstand.

Gerade hier liegt ein möglicher Vorteil des Formats: Die Perspektive der Bewohnerinnen und Bewohner wird nicht von einem abstrakten Bericht über die Katastrophe getrennt. Die Dreharbeiten fanden inmitten jener bewohnten Umgebung statt, die nach dem Feuer toxisch war. Wie viel Raum die einzelnen Stimmen erhalten und welche Wege der Film zwischen Dokumentation und persönlicher Erzählung wählt, lässt sich aus der vorliegenden Meldung allerdings nicht belegen.

Drei Festivalpreise machen den Film zu einem Oscar-Kandidaten

„Still Standing“ ist laut Deadline ein Oscar-Kandidat. Das bedeutet nicht, dass der Film bereits für einen Oscar nominiert wurde. Sicher belegt sind die Auszeichnungen: Der Dokumentarfilm gewann bei Full Frame, beim Seattle International Film Festival und beim Aspen Shortsfest jeweils Preise, die für die Oscar-Qualifikation von Bedeutung sind.

Diese drei Stationen stärken die ohnehin spezielle Ausgangslage des Projekts. Das Filmfestival in Seattle und das Aspen Shortsfest gehören zu den Orten, an denen Dokumentarfilme international Aufmerksamkeit erhalten können; Full Frame rückt ebenfalls kurze dokumentarische Formate in den Fokus. Die genaue Kategorie und den jeweiligen Preis der einzelnen Festivals nennt die vorliegende Deadline-Meldung nicht.

Für interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer bedeutet dieser Erfolg vor allem: Der Film ist kein unreifes Randprojekt, sondern hat in mehreren Festivalumgebungen überzeugt. Dennoch bleiben Oscar-Kandidat und Oscar-Nomination zwei verschiedene Dinge – Letztere wird durch die genannten Festivalpreise nicht automatisch erreicht.

Was „Still Standing“ über die Folgen der Katastrophe zeigt

Der Titel steht für einen Konflikt, den die Meldung konkret beschreibt: Einige Häuser stehen noch, sind aber nach dem Feuer toxisch. Genau in diesem Zwischenraum liegt die Geschichte des Dokumentarfilms. Er behandelt die Phase nach der sichtbaren Katastrophe, in der die Bewohnerinnen und Bewohner nicht einfach weiterleben können, sondern mit einer giftigen Umgebung konfrontiert bleiben.

Damit richtet sich das Projekt an ein konkretes Interesse: Wer verstehen will, was vom zerstörerischen Brand übrig bleibt und wie die betroffene Bevölkerung mit dieser Realität umgeht, findet hier einen dokumentarischen Zugang. Das gilt auch für Menschen, die den bisherigen Verlauf des Eaton-Feuers verfolgt haben. Was der Film über die menschliche Belastung sagt, sollte er allerdings nicht durch dramatische Spekulation ersetzen.

Die größte Stärke der verfügbaren Hinweise ist ihre Unaufgeregtheit: Hazmat-Suits, giftige Häuser, drei Festivalpreise. Sie beschreiben sowohl die Schwere des Themas als auch die Ernsthaftigkeit, mit der die Regisseure daran gearbeitet haben. Genau diese Verbindung macht „Still Standing“ zu einem Dokumentarfilm über eine fortdauernde Wohnkrise – nicht nur über die Zerstörung eines Hauses oder einer Nachbarschaft.

Mehr Details zur Vorstellung und zu den Festivalauftritten findest du im Deadline-Bericht zu „Still Standing“. Für alle, die Dokumentarfilme über die Folgen großer Waldbrände sehen, verspricht das Projekt vor allem eines: einen Blick auf die giftigen Spuren, die auch nach dem sichtbaren Ende eines Feuers bleiben können.

Quellen

Was denkst du?

AI-unterstützt · redaktionell betreut

Scroll weiter, um zu reagieren und zu teilen.