Stuttgart gegen Atlético Madrid: Kann der VfB den Giganten ärgern?
Der VfB Stuttgart empfängt heute Atlético Madrid in der Champions League. Nach dem holprigen Bundesliga-Start will er gegen den Giganten bestehen – die Spielupdates laufen im Liveticker.
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Cannstatt, 20. Oktober 2026, 18:54 Uhr: Dritter Spieltag der UEFA Champions League, Flutlichtspiel in der MHPArena – und der VfB Stuttgart bekommt es ausgerechnet jetzt mit Atlético Madrid zu tun. Die Frankfurter Rundschau bündelt die Partie in einem Liveticker, und die Frage, die über dem Abend steht, ist so schlicht wie hart: Kann der VfB gegen ein Team dieses Kalibers bestehen?
Die Ausgangslage: Königsklasse läuft, Liga stockt
Die Bilanz ist gespalten. International passt es bisher: Zwei Siege aus den ersten beiden Spielen, 3:1 gegen Viking Stavanger, 3:0 gegen Slovan Bratislava. In der Bundesliga dagegen ist der Start holprig – nur 6 Punkte aus den ersten sechs Partien, zu wenig für die eigenen Ansprüche.
Genau diese Spannung macht den Abend reizvoll. Die Königsklasse hat dem VfB bisher Rückenwind gegeben, gerade gegen die „vermeintlich leichteren Gegner“. Nun kommt der erste echte Gradmesser – und der zeigt, was die Stuttgarter tatsächlich können, wenn ein Top-Klub auf Augenhöhe dagegenhält.
Atlético als Härteprüfung: Simeone, Oblak & Co.
Der Gegner ist kein gewöhnlicher. Die Rojiblancos reisen mit der Empfehlung an, zu den „absoluten Spitzenklubs im europäischen Fußball“ zu gehören – und das Personal untermauert das: Trainer-Ikone Diego Simeone hat Atlético über Jahre als defensiv wie offensiv „extrem schwer bespielbar" etabliert.
Dazu kommt ein Kader voller klangvoller Namen. Jan Oblak im Tor, in der Offensive Ademola Lookman, Jonathan David, Julian Alvarez, Alexander Sorloth, Alex Baena, Giuliano Simeone und Kang-in Lee – Atlético kann jederzeit über individuelle Qualität entscheiden. Dass das berüchtigte Abwehrbollwerk funktioniert, hat der 2:0-Erfolg gegen Manchester United zuletzt unterstrichen.
Der Respekt im VfB-Lager ist entsprechend groß. Hoeneß brachte es vor dem Spiel auf den Punkt: „Atlético gehört zum Nonplusultra im europäischen Fußball, wegen solcher Duelle haben wir der Champions League entgegengefiebert."
Hoeneß fordert Kaltschnäuzigkeit – Undav gibt sich selbstkritisch
Neben der Defensive muss vor allem der Angriff liefern. Der Coach nahm seine Mannschaft nach dem jüngsten Chancenwucher unmissverständlich in die Pflicht: „Wir wollen uns nicht scheuen oder es weglächeln, dass es uns in drei Spielen nicht gelungen ist, mehr rauszuholen. Wir müssen effizienter und kaltschnäuziger werden."
Diese Forderung deckt sich mit der Selbsteinschätzung von Kapitän Deniz Undav, der ungewohnt offen formulierte, man sei „momentan keine Spitzenmannschaft". Gegen eine kompakte Defensive wie die der Madrilenen wird den Stuttgartern „vermutlich kein Schützenfest" angeboten – jede Chance muss sitzen.
Personelle Lage: Mittelstädt zurück, Zagadou fehlt weiter
Mut macht vor dem Härtetest die personelle Entspannung in der Defensive. Nationalspieler Maximilian Mittelstädt hat seine schmerzhafte Risswunde an der Ferse auskuriert und ist – wie Nikolas Nartey und Ameen Al-Dakhil – ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.
Dan-Axel Zagadou dagegen bleibt ein Ausfall, den Hoeneß weiter kompensieren muss. Im Angriff ruht viel auf Torjäger Ermedin Demirović, der die Stimmung im „Hexenkessel" MHPArena vorab martialisch ankündigte: „Das Stadion wird brennen, wir werden brennen."
Alles angerichtet also für einen Champions-League-Abend, der zeigt, ob aus dem bisherigen Königsklassen-Rückenwind eine echte Antwort auf einen Giganten wird – oder ob der holprige Liga-Start seine Spuren in die europäische Bühne trägt.
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