Sechs Su-34 in Flammen: Ukraine trifft Putins Bomber tief im Hinterland
Flammen über Chanskaja: Ukrainische Drohnen haben nach übereinstimmenden Berichten mehrere Su-34-Bomber auf einem russischen Militärflugplatz 500 Kilometer hinter der Front zerstört. Für Moskau bricht damit die Logik der „sicheren“ Bomberbasis im Hinterland.
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Flammen am Nachthimmel über Chanskaja, mehrere Detonationen in Folge, dann Rauch über dem Rollfeld: Ukrainische Drohnen haben nach übereinstimmenden Medienberichten Kampfbomber vom Typ Su-34 auf einem Militärflugplatz in der Region Woronesch zerstört. Was als eine der tiefsten und damit sichersten Stellungen der russischen Luftwaffe galt, ist damit zumindest vorübergehend ausgefallen — die Reichweite des Drohnenkriegs reicht nun sichtbar bis in den russischen Hinterland-Himmel.
Was am Boden von Chanskaja zurückbleibt
Der Angriff galt nach Angaben von Express dem Militärflugplatz Chanskaja im Süden Russlands, etwa 500 Kilometer von der ukrainischen Grenze und der Front entfernt. In Videos, die in den sozialen Netzwerken kursieren und von Merkur und anderen Redaktionen aufgegriffen wurden, sind Flammen am Nachthimmel und eine Serie von Detonationen zu sehen.
Laut Frankfurter Rundschau sollen vier Su-34 zerstört worden sein, weitere Maschinen beschädigt. Bild präzisiert: insgesamt sechs Su-34 getroffen, vier zerstört und zwei beschädigt. Beide Darstellungen widersprechen sich nicht — die Vier-Zerstört-Angabe deckt sich, Bild liefert nur den größeren Gesamtkorridor.
Warum ausgerechnet die Su-34 ins Visier geraten
Die Su-34 ist das wichtigste russische Flugzeug für Gleitbomben und Marschflugkörper, die aus sicherer Entfernung über eigenem Territorium abgeworfen werden. Genau diese Rolle beschreibt der Wikipedia-Eintrag zur Operation Spinnennetz: Seit Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 nutzt Russland diese Taktik, weil ukrainische Flugabwehr die Bomber normalerweise nicht erreichen kann. Wird nun eine der rückwärtigen Basen verwundbar, gerät ebenjene Logik ins Wanken.
Express beziffert den materiellen Schaden eines einzelnen Schlags auf rund 150 Millionen US-Dollar. Unabhängig vom exakten Wert steht fest: jeder verlorene Bomber bedeutet weniger Flugstunden für Angriffe auf die Ukraine — und damit weniger Druck an der Front.
Satellitenbilder bestätigen die Wucht
n-tv schreibt, Satellitenaufnahmen zeigten schwelende Wracks auf dem Platz. Das passt zu den nächtlichen Aufnahmen, in denen Rauch und Flammen über mehrere Minuten sichtbar blieben — kurz genug für einen präzise koordinierten Angriff, lang genug, um mehrere Maschinen gleichzeitig zu treffen.
Ein Schlag weitab der Frontlinie
Die Botschaft reicht über Chanskaja hinaus. Der Westen berichtet, in derselben Welle habe es Explosionen in Moskau und seinen Vororten gegeben. News.de schildert, Putins Luftabwehr habe den Anflug nicht verhindern können. Für dich heißt das: Der Abstand „weit weg von der Front“ hat für Russland seinen Schutzcharakter verloren — und mit jedem Flugzeug, das auf eigenem Boden ausbrennt, wächst der Druck auf Moskau, die Luftangriffe auf die Ukraine zu drosseln oder die tiefen Basen im Landesinneren völlig neu zu schützen.
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