Erster NRW-Regierungschef bei Erdoğan: Wüst in Ankara
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wird in Ankara von Recep Tayyip Erdoğan empfangen – als erster NRW-Regierungschef überhaupt. Gleichzeitig wird Wüst in Berlin als möglicher Nachfolger von Bundeskanzler Friedrich Merz gehandelt.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Erster NRW-Chef in Ankara: Wüst trifft Erdoğan.
Wenn du in den letzten Wochen CDU-Politiker beobachtet hast, ist dir ein Name immer wieder untergekommen: Hendrik Wüst. Jetzt taucht er ausgerechnet in Ankara auf – und damit auf einer Bühne, die größer ist als alles, was die Düsseldorfer Staatskanzlei normalerweise hergibt.
Nach Angaben des Spiegel wird NRW-Ministerpräsident Wüst in der türkischen Hauptstadt von Recep Tayyip Erdoğan empfangen – als erster NRW-Regierungschef überhaupt. Damit betritt er diplomatischen Boden, den vor ihm noch kein Vorgänger im Amt eines NRW-Regierungschefs betreten hat.
Warum ausgerechnet jetzt? Der Spiegel bringt es auf eine griffige Formel:
Er wird als möglicher Nachfolger von Kanzler Merz gehandelt, nun versucht sich er schon mal auf der großen Bühne.
Wer ist Hendrik Wüst?
Wüst ist Ministerpräsident des einwohnerstärksten deutschen Bundeslandes und CDU-Landeschef in Nordrhein-Westfalen. Politisch wie wirtschaftlich ist das eine Machtzentrale – wer aus Düsseldorf eine außenpolitische Geste sendet, wird in Berlin, Brüssel und Ankara aufmerksam registriert.
Was macht den Besuch besonders?
Die Erstbegegnung hebt der Spiegel ausdrücklich hervor. Ein Landesministerpräsident, der im Präsidentenpalais in Ankara Platz nimmt, ist kein alltäglicher Termin. In der türkischen Hauptstadt weiß man genau, was ein solcher Besuch politisch bedeutet – auf beiden Seiten.
Für Wüst persönlich kommt der Termin zum richtigen Zeitpunkt: Wer in Berlin über die nächste Kanzlerschaft spekuliert, muss früh genug auf internationalem Parkett sichtbar werden. Eine Begegnung mit einem Staatschef wie Erdoğan ist eine diplomatische Visitenkarte, die sich ein potenzieller Kronprinz nicht ohne Not entgehen lässt.
Was verrät der Auftritt über die Berliner K-Frage?
Friedrich Merz sitzt im Kanzleramt – so weit, so klar. Doch die Mechanik der CDU hat eine eigene Logik: Wer glaubt, oben anzukommen, fängt vorher an, sich auf den Bühnen zu zeigen, die zu höheren Aufgaben passen. Wenn du verstehen willst, wie ein CDU-Nachfolger aufgebaut wird, lohnt derzeit ein Blick nach Ankara.
Ob der Auftritt in Berlin verfängt, ist eine andere Frage. Was bleibt, ist die Bestandsaufnahme des Spiegel: Wüst „versucht sich schon mal auf der großen Bühne“ – und die Bühne ist diesmal kein Landtagssaal, sondern das Präsidentenpalais eines Staatschefs.
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