Wüst bei Erdoğan: NRW-Chef inszeniert sich als Gegenentwurf zum Kanzler
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat in der Türkei überraschend Audienz bei Staatspräsident Erdoğan bekommen. Der Spiegel sieht ihn als Gegenentwurf zum Kanzler.
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Wenn ein deutscher Ministerpräsident beim türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan sitzt, ist das mehr als ein routinemäßiger Höflichkeitsbesuch. NRW-Regierungschef Hendrik Wüst hat auf einer groß angelegten Türkei-Reise überraschend Audienz beim Staatschef bekommen – und sich dabei nach außen hin als Gegenentwurf zum Bundeskanzler inszeniert.
Das berichtet der Spiegel. Die Strategie des Ministerpräsidenten lautet demnach: lächeln, erklären, versöhnen. Mit der Begegnung setzt Wüst ein Zeichen, das weit über die Landespolitik hinausweist.
Warum die Reise politisch Gewicht hat
Die Türkei ist für Nordrhein-Westfalen politisch besonders relevant: Das bevölkerungsreichste Bundesland hat eine große türkeistämmige Community und enge wirtschaftliche wie kulturelle Verbindungen in das Land. Wüst nutzt die Reise offenbar, um sich als eigenständigen außenpolitischen Akteur zu positionieren – mit direktem Draht zum Staatspräsidenten, ohne den Umweg über Berlin.
Welche konkreten Themen bei dem Treffen mit Erdoğan zur Sprache kamen, wie der Bundeskanzler die Reise bewertet und ob sie mit dem Bund abgestimmt war – dazu macht die vorliegende Berichterstattung keine Angaben.
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