Xbox nach dem Reset: Der erste Report Card bleibt beim Muster
Kotakus erster Blick auf Xboxs Report Card nach dem großen Reset fällt wenig überraschend aus: Die Hardware bleibt auf Abwärtskurs, das Gesamtbild ähnelt den vorherigen Reports.
AI MODIFIEDTVS News AI redaktionell betreut präsentiert Xbox nach dem Reset: Hardware bleibt im Minus.
Microsoft veröffentlichte am 28. Oktober 2026 die Ergebnisse für Juli, August und September. Es war das erste weitgehend vollständige Quartal seit der Ankündigung der „signifikantesten Neustruktur in der Xbox-Geschichte“ durch Xbox-Chefin Asha Sharma. Vor dem Bericht fehlten lediglich ein paar Tage.
Damit beginnt die Auswertung genau dann, wenn der Umbau Wirkung zeigen müsste. Das Ergebnis ist differenzierter als ein schlichtes „Hardware down“, liefert aber vor allem ein klares Bild: Xboxs größte Wachstumsbaustelle, die Hardware, bleibt unter Druck.
Juli bis September: Der erste volle Quartalsblick nach dem Umbau
Die Ausgangslage
Microsoft hatte im Zuge des Resets über 1.600 Stellen gestrichen. Bis Juli des kommenden Jahres soll die Zahl auf 3.200 steigen. Gleichzeitig trennt sich Xbox von mehreren Microsoft-eigenen Studios. Wie stark diese Maßnahmen den Geschäftsverlauf beeinflussen, lässt sich nach einem einzigen Quartal noch nicht belastbar beantworten.
Ein erster Hinweis ist aber sichtbar: Der Personalabbau hat offenbar nicht zu den zahlreichen Kennzahlen gehört, die Microsoft ausdrücklich hervorhebt. Die für Investoren relevanten Werte zeigen, dass der Reset den bisherigen Hardware-Verlauf bisher nicht sichtbar umgekehrt hat.
Hardware-Umsatz fällt um 14 Prozent
Der zentrale Messwert
Microsofts Hardware-Umsatz sank im Quartal um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang ist keine neue Ausreißerscheinung. Im vorherigen Quartal lag er bei 13 Prozent, davor sogar bei 33 Prozent. Damit setzt die Hardware ihre längere Abwärtslinie fort.
Kotaku fasst den Report Card deshalb mit zwei knappen Sätzen zusammen: Der erste Bericht nach dem Reset sehe „a lot like all the others“ aus.
Hardware down
Das ist die belastbarste Aussage des Zwischenstands. Aus den Umsatzzahlen lässt sich nicht ableiten, dass ein bestimmtes Konsolenmodell besonders schwach oder stark war. Sicher ist: Die Gerätegeschäftsteuerung blieb im betrachteten Quartal deutlich negativ.
Die Betriebsausgaben sinken – doch Microsoft reinvestiert
Wo der Reset Finanzen beeinflusst
Es gibt erstmals ein Signal, dass die Einsparungen greifen könnten. Die Betriebsausgaben der Abteilung „Devices and Consumer“ sanken um 3 Prozent. Microsoft führt diesen Rückgang ausdrücklich auf Xbox zurück. Das passt zu den gestrichenen Stellen und deutet darauf hin, dass Sharmapersonalabbau einen Teil der Kosten senkt.
Der Haken: Microsoft gleicht diese Einsparung im Wesentlichen durch weitere Investitionen in Rechenkapazitäten und Talente für Forschung und Entwicklung aus. Das persönliche Einsparmotiv verändert also nicht automatisch die gesamte Ausgabenrichtung der Division.
Ein zweiter Kosteneffekt liegt in den bilanziellen Details. Die Umsatzkosten der Abteilung sanken um 8 Prozent, weil Microsoft intangible Vermögenswerte aus der Activision-Akquisition geringer abschrieb. Dazu zählen nach Kotakus Einordnung etwa Marken und Patente. Der Rückgang bedeutet daher nicht automatisch, dass Xbox operativ in gleichem Umfang weniger Geld ausgibt.
Game Pass sinkt um 2 Prozent – trotz niedrigerem Preis
Der Gegenpol zur Hardware
Der Umsatz mit Xbox-Inhalten und -Diensten fiel um 2 Prozent. Microsoft führt den Rückgang auf schwächere Erlöse bei Drittanbieter-Inhalten und bei Xbox Game Pass zurück. Beim Game Pass war bereits im April eine Preissenkung in Kraft getreten. Nach dem ersten Quartal mit dem niedrigeren Preis hat sich der Erlösrückgang dadurch nicht umgekehrt.
Damit stehen die beiden zentralen Produktlinien unterschiedlich da: Game Pass ist günstiger, bringt aber noch keine höheren Umsätze. Bei der Hardware ist es genau umgekehrt: Die Konsolen bleiben teuer, und die Nachfrage bleibt schwach. Kotaku beschreibt dieses Verhältnis als zentrale Erkenntnis des Quartals.
11 Millionen PlayStation-Verkäufe bewegen Xbox kaum
Warum/releases das Quartal nicht getragen haben
Xbox brachte im betrachteten Quartal ein Halo-Remake sowie die PlayStation-Ports von Black Ops 1 und Black Ops 2 heraus. Die beiden Black-Ops-Titel verkauften sich zwar 11 Millionen Mal auf der PlayStation, bewegten die Xbox-Zahlen insgesamt aber sichtbar nicht.
Das stützt Kotakus nüchterne Bilanz: Noch mehr Personal oder eine neu organisierte Firma verändern nicht automatisch die Marktbedingungen. Das 1.600 Stellen umfassende Einsparprogramm allein füllt auch keine Konsolenlücke.
Was der erste Report Card belegt – und was noch offen ist
Der klare Befund
Der Xbox-Reset hat den Hardware-Umsatzrückgang um 14 Prozent im ersten vollständigen Quartal nicht verhindert. Auch Game Pass verzeichnet trotz Preissenkung 2 Prozent weniger Erlös im Bereich von Inhalten und Diensten. Kotaku sieht deshalb einen Report Card, der den vorherigen ähnelt.
Das stärkste Gegenargument sind die um 3 Prozent gesunkenen Betriebsausgaben. Sie könnten zeigen, dass der Umbau das Kostenniveau dauerhaft verbessert. Ob das so bleibt und wie sich stärkere Spieleveröffentlichungen auf die Zahlen auswirken, lässt sich nach diesem einen Quartal noch nicht belastbar sagen.
Für dich heißt das: Betrachte den Bericht als ersten Zwischenstand, nicht als Urteil über den gesamten Reset. Sicher belegt sind die anhaltende Hardware-Schwäche, der Game-Pass-Rückgang und mögliche Einsparungen durch Personalabbau. Den verlinkten Kotaku-Bericht mit allen Angaben findest du hier.
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Quellen
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