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Burek in der Stadt: Kulturwissenschaftler erklärt den Boom

Aus Brezn wird Burek: Immer mehr Balkan-Bäckereien übernehmen in deutschen Innenstädten die Lücken, die das klassische Bäckerhandwerk hinterlässt. Ein Kulturwissenschaftler erklärt den Trend.

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Burek in der Stadt: Kulturwissenschaftler erklärt den BoomAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Burek statt Brezn: Warum Balkan-Bäckereien in Deutschland boomen.

12.155 eingetragene Bäckereien zählte der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks im Jahr 2015. 2025 waren es nur noch 8.659 – fast 3.500 Betriebe weniger in einem Jahrzehnt. In genau diese Lücke stoßen Balkan-Bäckereien vor, wie die Frankfurter Rundschau in einem Bericht von Julia Hanigk und Sven Trautwein (07.10.2026, 15:29 Uhr) beschreibt.

Was in der Theke liegt – und wer es backt

Statt Brötchen und Brezeln stehen bei vielen Anbietern Burek-Schnecken, Pita und Pogača, dazu warme Cevapcici und Süßes wie Baklava oder Krempita, eine Vanillecremeschnitte. Der Burek selbst ist laut FR-Bericht Blätterteig, gefüllt mit Hackfleisch, Schafskäse oder Spinat. Das Konzept dahinter nennt die Zeitung hybrid: klassisches Backhandwerk trifft auf schnellen Imbiss.

Konkrete Beispiele liefert der Bericht gleich mit: Die „Balkan Bakery" in Ravensburg betreibt das Modell als Einzelstandort, die Kette „Happy Baker" expandiert mit Filialen unter anderem in Wiesbaden, Hanau, Kassel und Offenbach. Das zeigt, dass der Trend nicht nur in Großstädten ankommt, sondern in der Fläche.

Warum ausgerechnet Balkan – die Erklärung aus Regensburg

Prof. Dr. Gunther Hirschfelder, Kulturwissenschaftler an der Universität Regensburg, liefert im Bericht eine klare Diagnose. Das Konsumverhalten habe sich grundlegend gewandelt: Feste Hauptmahlzeiten verlieren an Bedeutung, flexible, warme und sättigende Snacks für unterwegs sind gefragt. Hinzu kommt, dass Gerichte wie Burek oder Cevapcici längst über Urlaubsreisen auf den Balkan und über soziale Medien in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind – sie führen kein Nischendasein mehr.

Wo das deutsche Bäckerhandwerk gerade steht

Die FR schaut nicht nur auf die Neuen, sondern auch auf die Alten. Demnach kämpft in München die älteste Backstube der Stadt mit veränderten Rahmenbedingungen, parallel eröffnen Backwaren-Discounter neu. Dazwischen besetzen Balkan-Bäckereien die Nische zwischen schneller Mahlzeit und handwerklicher Frische. Das Bäckerhandwerk selbst beobachtet den Trend, wie Verbandsvertreter der Zeitung bestätigen.

Was du davon im Alltag mitbekommst

Wenn du heute in einer deutschen Innenstadt in eine Bäckerei gehst, ist die Chance höher als vor zehn Jahren, dass hinter der Theke jemand Burek statt Brezn verkauft. Wer die klassische Laugenbrezel sucht, findet sie seltener – aber die Auswahl an warmen, sättigenden Stücken aus der balkanischen Backtradition ist sichtbar gewachsen. Vom Geheimtipp, den nur Eingeweihte kannten, zur festen Größe im Stadtbild – so fasst die FR den Wandel zusammen.

Quellen

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