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Trotz Corona-Sondierungen: BSW und AfD finden nicht zusammen

Das BSW lehnt in Sachsen-Anhalt eine Koalition mit der AfD ab. Zwar gibt es beim Thema Corona-Aufarbeitung Überschneidungen, doch bei der Rundfunkreform unterscheiden sich die Positionen beider Parteien.

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TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Sachsen-Anhalt: BSW lehnt Koalition mit AfD ab – was hinter der Absage steckt.

Zwei Parteien, die sich eigentlich fremd sind – und trotzdem landen sie immer wieder in derselben Debatte: BSW und AfD in Sachsen-Anhalt. Die spannende Frage, die du dir stellen könntest: Warum kommt zwischen den beiden keine Koalition zustande?

Nach einem Bericht des Spiegel hat das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) eine Koalition mit der AfD in Sachsen-Anhalt abgelehnt – obwohl es im Vorfeld Berührungspunkte und Sondierungen zwischen den Parteien gegeben hatte. Der Bericht zeigt: Es gibt durchaus thematische Überschneidungen – aber mindestens ein zentrales Thema trennt die Parteien klar.

Wir schauen uns für dich an, wo sich AfD und BSW hätten finden können und wo die Wege auseinandergehen.

Warum kommt die Koalition nicht zustande?

Die Absage des BSW an die AfD verändert die möglichen Mehrheitsbildungen im Magdeburger Landtag. Zwar gibt es nach dem Bericht inhaltliche Überschneidungen zwischen beiden Parteien, doch an einem entscheidenden Punkt liegen die Positionen weit auseinander – und das reicht offenbar, um eine Koalition platzen zu lassen.

Für dich heißt das: Eine Zusammenarbeit zwischen BSW und AfD in der Regierung ist nach dieser Entscheidung erstmal kein Thema mehr.

Corona-Ausschuss: Hier hätte es klick machen können

Ein Untersuchungsausschuss zur Coronapandemie hätte laut dem Bericht eine Brücke zwischen AfD und BSW in Sachsen-Anhalt sein können. In der Aufarbeitung der Corona-Politik gibt es offenbar Überschneidungen, die beide Seiten zusammenführen könnten – ein klassisches Thema, das Parteien bündelt, die sonst wenig gemeinsam haben.

Doch dieses gemeinsame Interesse reicht am Ende nicht aus, um die größeren politischen Gräben zu überbrücken.

Rundfunkreform: Hier trennen sich die Wege

Während es beim Corona-Thema eine gemeinsame Linie geben könnte, gehen die Vorstellungen bei der geplanten Reformierung des Rundfunks laut dem Bericht klar auseinander. Die unterschiedlichen Positionen in der Medienpolitik werden damit zum Bruchpunkt zwischen BSW und AfD.

Das Bild, das der Bericht zeichnet: gleiche Wellenlänge bei Corona, aber einander ausschließende Signale beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk – und genau das macht eine Koalition offenbar unmöglich.

Update

Drei Wochen nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sucht die AfD in Magdeburg weiter eine Mehrheit. Das BSW aber will den AfD-Politiker Ulrich Siegmund nicht zum Ministerpräsidenten wählen – und die SPD versucht einen letzten Gegenentwurf, der nicht reichen wird. · 2026-09-29 16:34 UTC

Drei Wochen nach der Wahl in Sachsen-Anhalt ist die Suche nach einer Regierung in Magdeburg noch offen. Die AfD braucht das BSW, um eine Mehrheit zu Stande zu bringen – doch das BSW macht nicht alles mit.

Was nach der Wahl als klares Bild schien, ist inzwischen ein zähes Ringen geworden. Die AfD sucht Partner, das BSW hält die Schlüsselposition, und die SPD versucht eigene Wege zu öffnen. Eine Mehrheit in Sachsen-Anhalt kommt an dieser kleinen Partei nicht vorbei.

Für dich bedeutet das: In Sachsen-Anhalt entscheidet sich gerade, wer in den nächsten Jahren regiert. Der Ausgang hängt an einer Partei, die sich umwerben lässt – aber nicht jeden Wunsch erfüllt.

AfD in Magdeburg: Auf der Suche nach einer Mehrheit

Wie die Tagesschau berichtet, sucht die AfD in Magdeburg drei Wochen nach der Wahl weiter eine Mehrheit. Das Problem der Partei: Ohne Bündnispartner wird die eigene Regierungsbildung schwierig – und das BSW ist rechnerisch der einzige Partner, der an dieser Stelle noch ernsthaft infrage kommt.

Berichtet wird das Ganze vom Tagesschau-Autor Lars Frohmüller, der die Magdeburger Sondierungen seit Tagen begleitet.

BSW umworben – aber Nein zu Ulrich Siegmund

Das BSW lässt sich nach Tagesschau-Angaben umwerben, zieht aber eine klare Linie: Den AfD-Politiker Ulrich Siegmund will die Partei nicht zum Ministerpräsidenten wählen. Damit ist der AfD-Kandidat für den Chefposten im Magdeburger Landtag bereits durchgefallen, bevor überhaupt abgestimmt wird.

Genau an diesem Punkt hängt die Sondierung: Die AfD braucht für eine eigene Mehrheit nicht nur jede Stimme aus dem BSW, sondern auch einen Kandidaten, den das BSW mitträgt. Ulrich Siegmund ist nach dieser Lesart genau dieser Kandidat nicht.

SPD: Letzter Gegenentwurf, der nicht reichen wird

Die SPD probiert es derweil noch einmal. Nach Tagesschau-Informationen versucht die Partei einen letzten Gegenentwurf, der eine Mehrheit jenseits der AfD zusammenhalten soll. Die Rechnung geht laut Tagesschau aber nicht auf – der Entwurf werde nicht reichen.

Was bleibt, ist ein politisches Patt in Magdeburg: Die AfD ist zu groß, um sie zu ignorieren, aber zu klein, um allein zu regieren. Das BSW hat die Schlüssel, will sich aber nicht verbrennen. Und die SPD hat die Arithmetik gegen sich.

Was jetzt auf dem Spiel steht

Wenn das BSW bei seiner Linie bleibt, wird die AfD in Sachsen-Anhalt keine eigene Regierung bilden können. Dann entscheidet sich, ob eine andere Mehrheit herhalten muss oder ob das Land auf eine Minderheitsregierung zusteuert. Sicher ist heute nur eines: Die Wahl ist ausgezählt, die Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt ist es noch lange nicht.

Quellen

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