7 und 18 Jahre alt: Schwere Folgen des Busunfalls im Ain
Ein Regionalbus geriet südlich von Bourg-en-Bresse von der Straße. Eine Siebenjährige und ein 18-Jähriger starben, während die Ursache derzeit ungeklärt bleibt.
AI MODIFIEDTVS News AI redaktionell betreut präsentiert Busunfall im Ain: Zwei Tote, 16 Verletzte.
Am Freitagmorgen gegen 7 Uhr kam es auf der Route départementale D22 im Sektor Lent zu einem schweren Busunfall. Der intercity-bus der Linie zwischen Lyon und Bourg-en-Bresse geriet laut Bürgermeister Yves Cristin von der Straße und stieß in den Graben, wo er einen Baum traf. Am Ende starben ein siebenjähriges Mädchen und ein 18-jähriger Mann.
France 24 bezeichnete den Unfall zunächst als derzeit ungeklärt. Franceinfo zufolge ist die Ursache ebenfalls noch nicht bekannt. Die Ermittlungen haben aber bereits begonnen: Die Staatsanwaltschaft eröffnete eine Untersuchung wegen homicide routier und verschärfter Straßenverkehrsverletzungen.
Der Bus traf im Graben einen Baum
Ort und Ablauf
Der Unfall ereignete sich nicht unmittelbar im Zentrum von Bourg-en-Bresse, sondern etwa zehn Kilometer südlich der Stadt im Sektor Lent. Nach den Angaben von Yves Cristin verließ der Bus die D22 und heurtete im Fossé gegen einen Baum. Damit ist der äußere Hergang beschrieben. Warum der Fahrer die Straße verlassen hat, sagen die vorliegenden Berichte noch nicht.
Der Bus fuhr auf einer interurbanen Verbindung zwischen Lyon und Bourg-en-Bresse. Verkehrsminister Philippe Tabarot erklärte, an Bord des Fahrzeugs seien 49 Menschen gewesen, darunter etwa 15 Schülerinnen und Schüler. Damit ist die Dimension des Unfalls klar: Es handelte sich nicht um einen kleinen Linienbus, sondern um einen Transport mit einer großen Zahl von Insassen.
Die Opferbilanz
Die Staatsanwaltschaft bestätigte zwei Todesopfer: ein Mädchen von 7 Jahren und einen jungen Mann von 18 Jahren. Nach Angaben der Präfektur wurden außerdem 16 weitere Menschen verletzt. Drei Verletzte waren schwer erkrankt.
Ungefähr 20 Insassen befanden sich zudem in relativer Notlage. Zur Schwere der übrigen Verletzungen enthält der Franceinfo-Bericht keine genaueren Angaben. Die beiden Todesfälle und die Zahl der Verletzten stehen damit fest; die Ursache des Unfalls bleibt offen.
50 Gendarmen, 102 Feuerwehrleute und vier Fluggeräte waren im Einsatz
Das Rettungsaufkommen
Nach der Schwere des Unfalls wurde ein großes Einsatzgebilde aufgebaut. An der Unfallstelle arbeiteten 50 Gendarmen. Die Feuerwehr rückte mit 102 Kräften in 58 Fahrzeugen aus. Dazu kamen vier Fluggeräte sowie acht mobile Notfall- und Reanimationsstrukturen.
Präfekt und Staatsanwalt des Ain sowie der Präsident des Regionalrats Auvergne-Rhône-Alpes, Fabrice Pannekoucke, waren vor Ort, um die Lage zu verfolgen. Präfekt und Sonderfahndungsstelle der Gendarmerie in Lyon übernahmen die Ermittlungen.
Der operative Krisenstab des Départements wurde aktiviert. Dadurch konnten die staatlichen Akteure vor Ort ihre Arbeit koordinieren. Zusätzlich wurde der kommunale Notfallplan ausgelöst. Die Gemeinde Lent kümmert sich in der örtlichen Festhalle um die Familien der Betroffenen, außerdem wurde eine psychologische Betreuungsstelle eingerichtet. Zugleich haben anerkannte Hilfsorganisationen für Zivilschutz und Opferhilfe ihre Unterstützung angeboten.
Folgen für den Verkehr
Wegen der Rettungsarbeiten und laufenden Maßnahmen haben die Behörden die Bevölkerung gebeten, den Bereich Lent zu meiden. Das Département hat Umleitungen eingerichtet, um die Unfallstelle abzusichern. Für einen Notfall hat die Präfektur die Krisennummer 09 70 80 90 40 eingerichtet.
Erste Tests deuten nicht auf Alkohol oder Drogen hin
Der Fahrer
Frankreichs Verkehrsminister bezeichnete den Fahrer als jungen Fahrer. Der Mann wurde hospitalisiert und konnte nach dem Unfall zunächst noch nicht gehört werden. Damit blieb seine Aussage zum Unfallhergang aus.
Philippe Tabarot sagte außerdem, die ersten Tests auf einen möglichen Alkohol- oder Drogenkonsum seien negativ ausgefallen; die Formulierung „es scheint“ verdeckt dabei, dass die Prüfung noch nicht abgeschlossen war. Das sei kein endgültiger Ausschluss, sondern der aktuelle Stand der ersten Tests.
Der Zustand des Busses
Nach Angaben des Ministers befand sich das Fahrzeug in sehr gutem Zustand und habe alle Kontrollen positiv bestanden. Damit liegt nach den Angaben der Behörden kein konkreter Hinweis auf einen technischen Mangel vor. Die Ermittler müssen dennoch klären, weshalb der Bus die D22 verlassen hat und gegen den Baum im Graben stieß.
Reaktion der Verantwortlichen
Tabarot sagte bei einem Pressetermin am Mittag vor Ort, es gebe vor allem ein großes Trauma. Bildungsminister Edouard Geffray richtete seine Gedanken an die betroffenen Schülerinnen, Schüler und deren Familien. Premierminister Sébastien Lecornu sprach auf X von seiner Emotion über den tragischen Unfall.
Die Untersuchung läuft – die Ursache ist noch nicht festgestellt
France 24 sprach von einem unerklärten Unfall, während Franceinfo über die eröffnete Untersuchung berichtet. Beide Darstellungen schließen sich nicht aus: Der Hergang ist bislang nicht geklärt, die Ermittlungen haben aber bereits einen klaren rechtlichen Rahmen.
Die Staatsanwaltschaft eröffnete eine flagrante Untersuchung und beauftragte die Forschungsabteilung der Gendarmerie in Lyon. Untersuchungsgegenstand sind neben dem Tötungsdelikt im Straßenverkehr auch verschärfte Straßenverkehrsverletzungen.
Bis die Ermittler den Ablauf geklärt haben, wäre eine feste Erklärung zu früh. Sicher belegt sind der Zeitpunkt um 7 Uhr, der Unfall auf der D22 bei Lent, die Kollision mit einem Baum im Graben, 2 Tote und 16 Verletzte einschließlich von 3 Schwerverletzten. Was den Bus von der Straße brachte, bleibt die zentrale offene Frage der Untersuchung.
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