Hamburg-Neugraben: 16-Jährige sucht Schutz im Bus – dann fallen die Schüsse
In Hamburg-Neugraben sind am Freitagabend Schüsse auf einen Linienbus der Linie 251 gefallen. Die Polizei identifizierte drei tatverdächtige Jugendliche und fand eine mutmaßliche Luftdruckwaffe.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Schüsse auf Linienbus in Hamburg-Neugraben – Polizei ermittelt gegen drei Jugendliche.
Die Hamburger Polizei bestätigte am Samstag, dass inzwischen drei Jugendliche im Alter von 14, 15 und 17 Jahren als tatverdächtig geführt werden. Im Keller eines 17-Jährigen im Stadtteil Neuenfelde stellten Ermittler demnach eine mutmaßliche Luftdruckwaffe sicher. Die Jugendlichen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder freigelassen, da keine Haftgründe vorlagen, wie die Staatsanwaltschaft Hamburg mitteilte.
Was am S-Bahnhof Neugraben geschah
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war der mutmaßliche Täter bereits geflohen. Die Polizei fahndete mit mehreren Streifenwagen in der Umgebung, zunächst ohne Erfolg. Auch am Samstagmorgen waren die Tatverdächtigen noch nicht festgenommen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Durchsuchungen in Neuenfelde und Bahrenfeld
Am Samstag durchsuchten Beamte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hamburg mehrere Wohnungen in den Stadtteilen Neuenfelde und Bahrenfeld. Dabei erhielten die Ermittler Hinweise auf drei Jugendliche im Alter von 17, 15 und 14 Jahren, die mit dem Vorfall am S-Bahnhof Neugraben in Verbindung stehen sollen. Im Keller eines 17-Jährigen fand die Polizei eine Schusswaffe, bei der es sich nach bisherigen Erkenntnissen um eine Luftdruckwaffe handeln soll.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie wegen Verstößen gegen das Waffengesetz. Außerdem besteht nach Angaben der Ermittler der Verdacht, dass die Jugendlichen zuvor im Bereich Königswiesen in Neugraben-Fischbek «Schießübungen» mit einer Schusswaffe durchgeführt haben sollen.
Busfenster zerstört – keine Verletzten
Nach Angaben des Hamburger Abendblatts und der Mopo wurde eine Scheibe des Busses komplett zersprungen, eine weitere wies Einschusslöcher auf. Trotz der erheblichen Beschädigungen wurde niemand im Fahrzeug verletzt. Der Vorfall sorgte am Wochenende für Aufsehen bei Pendlern im Hamburger Süden.
Hinweise aus der Bevölkerung
Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Tathergang oder zu den Verdächtigen geben können, sich beim Hamburger Lagedienst zu melden. Die gemeinsamen Ermittlungen des Landeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft Hamburg dauern an.
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