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Elena Colas: Was passiert, wenn eine 16-Jährige plötzlich vierfache Europameisterin ist?

Elena Colas hat mit 16 Jahren vier Medaillen bei der EM geholt. Vor ihrer ersten WM in Rotterdam erzählt die Französin, wie Ruhm, Trainerwechsel und ein körperliches Problem ihren Alltag auf den Kopf stellen.

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Elena Colas: Was passiert, wenn eine 16-Jährige plötzlich vierfache Europameisterin ist?AI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Vier EM-Medaillen mit 16: Elena Colas vor ihrer ersten WM in Rotterdam.

Vier Medaillen bei einer EM, mit 16 Jahren – Elena Colas hat diesen Sommer eine Saison gespielt, von der andere Kunstturnerinnen ihr Leben lang träumen. Für sie selbst ist es vor allem eins: Ausnahmezustand.

In einem Interview mit «L'Équipe» blickt die Französin auf die Monate nach ihrem EM-Coup zurück. «J'essaie de me persuader que je suis normale», sagt sie – auf Deutsch: Sie versuche sich einzureden, dass sie normal sei. Dass das längst nicht mehr stimmt, zeigt der Terminkalender bis zum 25. Oktober.

CET ÉTÉ – das war das Stichwort. Bei den diesjährigen Europameisterschaften sicherte sich Colas, gerade einmal 16 Jahre alt, vier Medaillen und katapultierte sich damit in die europäische Spitze. «Sa vie s'accélérer ces derniers mois», schreibt L'Équipe: Ihr Leben hat sich zuletzt rasant beschleunigt – zwischen neuer Bekanntheit, neuen Erwartungen und einem Termindruck, der für eine Teenagerin kaum kleiner sein könnte.

Vier Medaillen, und plötzlich ist nichts mehr «normal»

Was diese Mischung im Alltag einer 16-Jährigen anrichtet, lässt sich erahnen. Plötzlich Interviews, plötzlich Schlagzeilen, plötzlich Anfragen, die den bisherigen Rhythmus sprengen. Dass Colas das mit dem Satz «Ich versuche mir einzureden, dass ich normal bin» selbst formuliert, klingt wie das ehrliche Eingeständnis einer Jugendlichen, die spürt, wie ihr Alltag gerade dabei ist, sich komplett zu verschieben.

Zum sportlichen Neuanfang gehört auch der Trainerwechsel («changement d'entraîneur»). Wer sie künftig coacht und wie der Bruch mit dem alten Team ablief, lässt der Teaser bewusst offen – klar ist nur: Der Wechsel fiel mitten in die heiße Phase vor ihrer ersten Weltmeisterschaft.

Fernunterricht, Lycée und ein Körper, der nicht will

In Frankreich steht in ihrem Alter eigentlich das Lycée an. Colas erledigt die Schule aus der Ferne, «à distance» – eine Lösung, die Spitzensportlerinnen häufig wählen, die aber zusätzlichen Druck in den ohnehin engen Trainingsalltag bringt.

Und dann ist da noch das «pépin physique», das körperliche Problem, das sie aktuell ausbremst. Was genau es ist, wird aus dem Teaser nicht deutlich. Klar ist nur: Bis Rotterdam muss sie es in den Griff bekommen, sonst wird die erste WM ein Wettlauf gegen die eigene Verletzung.

Rotterdam als Lackmustest nach dem EM-Coup

Vom 17. bis 25. Oktober steigt in Rotterdam die Kunstturn-Weltmeisterschaft – für Colas die erste überhaupt. Nach vier Medaillen bei der EM kommt sie nicht als unbeschriebenes Blatt, sondern als jemand, mit dem die Konkurrenz rechnen muss.

J'essaie de me persuader que je suis normale.

Quelle: L'Équipe

Gleichzeitig ist eine erste WM für eine 16-Jährige immer auch ein Stück weit Lehrjahr. Selbst wenn der Körper mitspielt, ist die Konkurrenz eine andere als bei einer kontinentalen Meisterschaft. Wenn Colas in Rotterdam besteht, was sie im Sommer angedeutet hat, dann ist der Satz mit dem «Normal sein» endgültig Vergangenheit – dann ist sie in der Weltspitze angekommen.

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