Kickls Israel-Trip und die FPÖ: Ein Vorwurf, der nicht verschwindet
Herbert Kickl erntet in Israel Beifall – die FPÖ will den Antisemitismus-Vorwurf loswerden. Nur: Die Holocaust-Entschuldigung, die ihm zugeschrieben wird, stimmt so nicht.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert FPÖ in Israel: Wie Kickl den Antisemitismus-Vorwurf abstreifen will.
Applaus in Israel, Schlagzeilen daheim – die FPÖ inszenierte sich als geläuterte Kraft. Parteichef Herbert Kickl ist in Israel aufgetreten und hat dort Beifall bekommen. Was wirklich hinter der Reise steckt, hat der Spiegel nachgezeichnet – mit einem Ergebnis, das der Inszenierung den Boden entzieht.
Was ist auf der Israel-Reise passiert?
Herbert Kickl trat als Chef der FPÖ in Israel auf und erhielt Beifall. Das Bild nach außen wirkte wie eine Geste der Aussöhnung mit dem jüdischen Staat. Doch die FPÖ trägt ein besonderes Erbe: Sie wurde von Altnazis gegründet. Jede Reise nach Israel ist deshalb politisch aufgeladen – sie wird in Wien, in Jerusalem und darüber hinaus genau beobachtet.
Hat Kickl sich für den Holocaust entschuldigt?
Nach der Reise verbreitete sich eine bestimmte Darstellung: Kickl habe sich als FPÖ-Chef für den Holocaust entschuldigt. Eine solche Geste wäre ein bemerkenswertes Signal – und eine klare Antwort auf den immer wiederkehrenden Antisemitismus-Vorwurf. Der Spiegel hält dazu unmissverständlich fest:
Nur: Das stimmt so nicht.
Wie will die FPÖ den Vorwurf loswerden?
Die Reise liest sich wie der Versuch, den alten Vorwurf symbolisch zu entkräften: sichtbar werden, Beifall ernten, in der Außenwirkung punkten. Symbole können vieles – aber sie ersetzen keine klaren Worte. Wenn eine Holocaust-Entschuldigung im Raum steht, ohne tatsächlich ausgesprochen worden zu sein, bleibt genau die Frage offen, die der Versuch eigentlich beantworten wollte.
Warum der Versuch bislang nicht aufgeht
Der Spiegel-Bericht legt offen, wie viel Marketing und wie wenig Inhalt hinter der Reise steht. Die FPÖ will den Antisemitismus-Vorwurf abstreifen, ohne sich inhaltlich festzulegen. Wer eine Gründungsgeschichte durch Altnazis mitträgt, kann sie nicht mit einer einzelnen Reise überschreiben – schon gar nicht, wenn die zentrale Geste, die das Bild abrunden würde, am Ende nicht stattgefunden hat.
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