Nach fast 20 Jahren: Frank Schmidt verlässt Heidenheim
Nach fast 20 Jahren verlässt Frank Schmidt den 1. FC Heidenheim zum Ende der Saison. Der Erfolgstrainer will zunächst eine Pause machen – ein Nachfolger ist noch nicht bekannt.
AI MODIFIEDTVS News AI redaktionell betreut präsentiert Frank Schmidt verlässt Heidenheim: Nach fast 20 Jahren endet eine Ära.
Am Dienstagabend, 3. November 2026, gab der 1. FC Heidenheim bekannt, dass Frank Schmidt den Verein am Saisonende verlassen wird. Für den 52-jährigen Coach bedeutet das das Ende einer Verbindung, die im September 2007 als interimsmäßige Übernahme begann hat und später zu einer festen Cheftrainerrolle wurde.
Damit endet die längste Trainerära im deutschen Profifußball. Schmidt ist der dienstälteste Trainer der Liga und hat Heidenheim in dieser Zeit von der vierten Spielklasse bis in die Bundesliga und zur Conference League geführt. In der aktuellen 2. Bundesliga steht die Heidenheimer Mannschaft auf Tabellenplatz sechs.
Warum Schmidt die Vertragsverlängerung ablehnt
Eine bewusste Entscheidung für mehr Planbarkeit
Der Verein hatte sich in den vergangenen Monaten intensiv darum bemüht, Schmidt einen weiteren Vertrag zu geben. Dieser Einsatz habe ihn beeindruckt, erklärte der 52-Jährige in einer Pressemitteilung des Klubs. Dennoch sei in den vergangenen Wochen sein Entschluss gereift, eine Entscheidung zu treffen – „auch hinsichtlich der Planungsfähigkeit des FCH“.
Schmidt teilte seine Entscheidung am Montag persönlich mit Holger Sanwald, dem Vorstandsvorsitzenden von Heidenheim. Der auslaufende Vertrag wird also nicht verlängert. Bereits im Frühjahr hatte Schmidt ein Ende seiner Trainertätigkeit in Aussicht gestellt und seine Saison damals als „mutmaßlich“ letzte bezeichnet.
Das ist der stärkste Gegenpunkt zu der Vorstellung eines plötzlichen Bruchs: Der Abschied war kein überraschender Entschluss ohne Vorlauf. Allerdings hatte Schmidt zu diesem Zeitpunkt noch nicht erklärt, wie lange seine Pause dauern oder was ab dem 1. Juli folgen würde.
„Ich will im Sommer eine Pause machen“
Seine eigene Erklärung ist bewusst offen. „Wie lange diese Pause sein wird und was ab dem 1. Juli in meinem Leben kommt, darüber mache ich mir aktuell keine Gedanken“, sagte Schmidt. „Im Gegenteil: Das verbiete ich mir bis dahin selbst.“
Damit ist Pause die einzige gesicherte Angabe zu seinem nächsten Schritt. Die Berichte nennen weder einen anderen Verein noch einen Zeitpunkt für eine Rückkehr. Schmidt selbst macht daraus auch kein festes Karriereende. Er spricht von einer Unterbrechung, deren Länge er noch nicht festlegt.
Der Weg von der Oberliga in die Conference League
Fast 20 Jahre prägten die sportliche Richtung
Schmidt übernahm Heidenheim im September 2007 zunächst interimsmäßig und wurde anschließend Cheftrainer. Unter ihm kehrte der Erfolg an die Ostalb zurück. Von der Oberliga führte er den Verein bis zum Aufstieg in die Bundesliga 2023 und zwischenzeitlich in die Conference League.
Nach drei Jahren in der höchsten Spielklasse stiegen die Heidenheimer im vergangenen Sommer ab. In der Zweiten Liga ist derClub aktuell Tabellensechster. Sanwald fasste die sportliche Entwicklung deshalb ausdrücklich als Leistung von Schmidt zusammen: „Ohne Frank als Cheftrainer wäre unsere sportliche Entwicklung aus dem Amateurbereich bis in die Bundesliga und den Europapokal so überhaupt nicht möglich gewesen.“
Der Vorstand hob neben der sportlichen Entwicklung auch die Wirkung des Trainers auf die Werte des Vereins hervor. Für Schmidt selbst zählt dieser Teil der Bilanz ebenfalls: „Wir haben gemeinsam als FCH über viele Jahre eine einzigartige Geschichte geschrieben, aber das letzte Kapitel ist noch nicht zu Ende.“
Die Sportschau ordnet den Abschied als Ende einer Ära auf der Ostalb ein. Der Spiegel hebt ebenfalls den Weg von der vierten Spielklasse in die Bundesliga und zur Conference League hervor.
Noch mindestens 24 Spiele mit Schmidt an der Seitenlinie
Der Abschied folgt nicht sofort
Heidenheim vollzieht den Trainerwechsel erst nach der laufenden Saison. Nach der Mitteilung des Klubs bleiben noch rund sieben Monate und mindestens 24 Spiele, in denen Schmidt den Verein anführt. „Ich werde bis zum letzten Spiel alles für unseren maximalen Erfolg in dieser Saison geben“, kündigte er an.
Sanwald kündigte den Abschied als gemeinsames letztes Kapitel an: „Wir, als große FCH Familie, haben jetzt noch mindestens 24 Spiele lang die Möglichkeit, Frank gemeinsam den größtmöglichen Abschied zu bereiten, den er sich als Trainer und Mensch in unserem Verein verdient hat.“
Er sprach zugleich von einer „Zäsur für unseren gesamten Verein“ und einer „riesigen Veränderung“. Diese Worte treffen den konkreten Punkt: Schmidt bleibt zwar bis zum Saisonende verantwortlich, aber seine Entscheidung betrifft bereits die sportliche Planung für die nächste Saison.
Heidenheims Trainerposten bleibt offen
Noch kein Nachfolger genannt
Wer nach der Saison auf Schmidt folgt, ist offen. Weder der 1. FC Heidenheim noch die beiden Berichte nennen einen Nachfolger oder einen konkreten Zeitpunkt für dessen Vorstellung. Für den Klub bedeutet das: Der Abschied ist entschieden, die Besetzung des Trainerposten für die kommende Saison noch nicht.
Für Schmidt beginnt mit dem 1. Juli eine bewusst unbestimmte Phase. Für Heidenheim endet nach fast 20 Jahren eine Trainerära, die den Verein von der Oberliga bis in die Bundesliga und in die Conference League geführt hat.
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