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Grüne streiten über Berlin-Wahl: Wohin soll die Reise gehen?

Nach der Berlin-Wahl streiten die Grünen über ihre Koalitionsrichtung: Realos fordern Gespräche mit der CDU, der linke Flügel will mit der Linkspartei koalieren - bei einem Punkt sind sie sich einig.

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TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Grüne nach Berlin-Wahl: Wohin steuert die Partei.

Nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl liegen die Grünen über Kreuz: Der eine Flügel will mit der CDU reden, der andere schielt Richtung Linkspartei. Was wie ein gewöhnlicher Richtungskampf klingt, entpuppt sich als offener Konflikt zwischen Realos und linkem Flügel - mitten in einer Phase, in der die Partei dringend eine geschlossene Antwort bräuchte.

Die Berliner Wahl hat die Grünen in zwei Lager geteilt. Die Realos setzen auf Gespräche mit der CDU und stellen damit den Koalitionskurs infrage, den der linke Flügel bevorzugt. Der wiederum blickt voller Vorfreude auf ein Bündnis mit der Linkspartei und stellt sich damit bewusst gegen die Pragmatiker in den eigenen Reihen.

In einem Punkt aber ziehen beide Seiten überraschend an einem Strang: Die eigenen Spitzenkandidaten waren aus Sicht beider Lager eine Fehlbesetzung. Eine Selbstkritik, die quer durch die Partei läuft - und die Frage aufwirft, welche Wirkung dieser Streit über Berlin hinaus entfaltet.

Realos und Linksgrüne - zwei Antworten auf eine Wahl

Nach dem Wahlsieg der Linkspartei in Berlin steht für die Grünen die Frage im Raum, mit wem sie in der Hauptstadt regieren wollen. Die Realos machen sich für Sondierungen mit der CDU stark. Der linke Flügel blickt dagegen auf ein Bündnis mit der Linkspartei - und reibt sich damit bewusst an den Pragmatikern in den eigenen Reihen.

Das Ergebnis: Statt einer einheitlichen Antwort gibt es zwei Lesarten, die sich gegenseitig ausschließen. Genau diese Spaltung zwischen Regierungsbündnis der Mitte und Linksbündnis ist es, die die Berliner Wahl bei den Grünen sichtbar gemacht hat - und die nun offen ausgetragen wird.

Selbstkritik von beiden Seiten

Wo sonst die Gräben zwischen den Flügeln tief sind, sind sie beim Blick auf die eigenen Spitzenkandidaten plötzlich flach. Beide Lager kommen unabhängig voneinander zum gleichen Urteil: Die eigenen Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten der Grünen für die Berlin-Wahl waren eine Fehlbesetzung.

Diese Einigkeit ist bemerkenswert, weil sie quer durch die Partei läuft. Während Koalitionsfragen zwischen den Lagern sonst umkämpft sind, trifft das Urteil über die eigene personelle Aufstellung beide Seiten gleichermaßen. Für die Berliner Grünen bedeutet das eine doppelte Baustelle: die Frage nach dem richtigen Koalitionspartner und die Frage nach der eigenen Spitze - beides gleichzeitig.

Was bleibt vom Streit?

Die Berliner Wahlnacht hat einen Richtungskampf offengelegt, der die Grünen nicht erst seit gestern spaltet. Wir behalten die weiteren Schritte in Berlin und die bundespolitische Debatte im Blick - und sagen dir, wenn sich Realos und Linksgrüne auf eine gemeinsame Linie einigen oder der Riss tiefer wird.

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