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Hacker behaupten Datendiebstahl beim US-Heimatschutzministerium

Hacker reklamieren einen groß angelegten Cyberangriff auf das US-Heimatschutzministerium. Laut dem Spiegel sollen dabei Kontaktdaten von ICE-Beamten und Informationen über verdeckte Ermittler abgeflößt sein.

3 Min. Lesezeit
Hacker behaupten Datendiebstahl beim US-HeimatschutzministeriumAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Hacker behaupten: Daten des Heimatschutzministeriums gestohlen.

Bei einem Hackerangriff auf das US-Heimatschutzministerium sollen nach Angaben von Aktivisten Kontaktdaten von über 41.000 Beschäftigten entwendet worden sein. Die Angreifer treten unter dem Namen »Department of Peace« auf. Wie mehrere US-Medien aus einer Mitteilung der Gruppe zitierten, enthalten die Daten unter anderem Namen, Dienststellen, Kontaktdaten und Aufgabenbereiche.

Der Spiegel berichtet, dass neben Beschäftigten der Einwanderungsbehörde ICE auch Identitäten verdeckter Ermittler in den veröffentlichten Informationen enthalten sein sollen. Damit ist die Meldung deutlich konkreler als eine bloße Drohung: Die Täter nennen eine große Zahl betroffener Beschäftigter und beschreiben mehrere Kategorien personenbezogener Daten.

Über 41.000 Datensätze beim Heimatschutzministerium

Die betroffene Behörde

Das Heimatschutzministerium, das DHS, beschäftigt nach eigener Darstellung 260.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Legt man diese Gesamtzahl zugrunde, wären nach dem Bericht fast ein Sechstel der Belegschaft vom vermuteten Datenabfluss betroffen.

Zum Ministerium gehören neben ICE auch die Grenzschutzbehörde CBP und die für Flughafensicherheit zuständige TSA. Die Mitteilung der Aktivisten zielt ausdrücklich auf Beschäftigte dieser Behörden. Sie rechtfertigen den Angriff damit: »Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums über unsere Informationen verfügen, daher ist es nur fair, dass wir über ihre verfügen.«

Die Begründung der Täter

Die Gruppe erklärt, die Daten könnten dazu genutzt werden, »weiteren Schaden durch das Heimatschutzministerium abzuwenden«. Als politischen Hintergrund nennt der Spiegel Aktivisten gegen die rigorose Abschiebepolitik.

Besonders heikel sind die Angaben zu verdeckten Ermittlern. Die Täter behaupten nicht nur, Zugriff auf Kontaktdaten von Beamten genommen zu haben. In den Daten sollen auch Informationen über den Einsatz verdeckter Ermittler enthalten sein.

Teile der Daten wurden von zwei US-Medien überprüft

Was bereits verifiziert ist

Die Washington Post und der Fernsehsender NBC News konnten nach eigenen Angaben Teile der Daten verifizieren. Damit haben zwei Medien die Veröffentlichung nicht lediglich nachgeplaudert, sondern zumindest einen Teil der von den Aktivisten bereitgestellten Informationen überprüft.

Die Meldung nennt allerdings keine konkrete Zahl verletzter verdeckter Ermittler und beschreibt auch nicht, welche Angaben zu deren Identitäten oder Aufgabenbereich in den Daten enthalten sein sollen. Auch ein Zeitpunkt des Angriffs wird nicht genannt.

Das DHS bestätigt eine mögliche Sicherheitsverletzung

Die Reaktion der Behörde

Auf Anfrage teilte das Heimatschutzministerium mit, es kenne eine „mögliche Sicherheitsverletzung“. Die Behörde arbeite daran, »die Situation zügig und effektiv zu klären«.

Das Ministerium erklärte außerdem, es nehme es sehr ernst, wenn die Sicherheit von Mitarbeitern bedroht sei, und arbeite daran, die betroffenen Beschäftigten angemessen zu schützen. Damit bestätigt das DHS zwar eine mögliche Sicherheitsverletzung, spricht im zitierten Bericht aber nicht davon, den von den Hackern behaupteten Umfang des Datenabflusses unabhängig bestätigt zu haben.

Dritter großer Regierungsdatenleck-Vorfall

Der zeitliche Zusammenhang

Laut Spiegel handelt es sich bereits um den dritten großen Datenleck-Vorfall bei Regierungsbehörden, der im vergangenen Monat für Schlagzeilen sorgte. Der Fall reiht sich damit in eine Serie von Sicherheitsvorfällen ein, bei denen Daten staatlicher Stellen betroffen waren.

Der aktuelle Fall hebt sich durch die angeblich große Zahl der betroffenen Beschäftigten und die zusätzlich genannten Identitäten verdeckter Ermittler hervor. Zugleich bleiben die entscheidenden Angaben der Täter von einer Bestätigung getrennt: Die Washington Post und NBC News verifizierten Teile der Daten, während das DHS eine mögliche Sicherheitsverletzung untersucht. Weitere Details zur Meldung findest du in der verlinkten Originalmeldung des Spiegels.

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Quellen

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