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iPhone Duo: Lesbarkeit bei Sonne im Test

Frandroid prüft, ob das iPhone Duo in direktem Sonnenlicht gut lesbar ist. Für den Test setzt der Autor eine Sonde und seinen eigenen Blick auf beide Bildschirme ein.

4 Min. Lesezeit
iPhone Duo: Lesbarkeit bei Sonne im TestAI MODIFIED

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TVS News AI redaktionell betreut präsentiert iPhone Duo bei Sonne: Zwei Displays im direkten Vergleich.

Bei 1.313 Nits in SDR bleibt das 5,4-Zoll-Außendisplay unter direkter Sonne gut lesbar. Anders sieht es beim geöffneten 7,6-Zoll-Innendisplay aus: Apples werkseitig aufgebrachter Nanotextur-Film reduziert die Reflexion zwar dramatisch, verteilt das Sonnenlicht aber über die gesamte Fläche. Dadurch werden OLED-Schwarz zu hellem Grau und Texte verlieren an Kontrast.

Der Autor von Frandroid testete beide OLED-Dallen mit einer Calibrite-Sonde, dem CalMAN Ultimate von Portrait Displays und seinem eigenen Blick unter realen Lichtbedingungen. Das Ergebnis klingt zunächst widersprüchlich, ist aber erklärbar: Auf dem Papier verliert die matte Innenseite kaum Reflexionen. Draußen bildet sie deshalb einen milchigen Sonnenschleier, mit dem ihre 1.300 Nits in SDR nicht vollständig Schad standhalten.

Warum das matte Display so stark reflektiert

72 GU außen, 2 GU innen

Die Reflektanzmessungen stammen laut Frandroid von einem Messwerkzeug, dessen Werte auch 01net für die beiden Displays heranzieht. Das externe Display erreicht 72 GU. Beim matten Innendisplay fallen dagegen nur 2 GU an – ein für Smartphone-Verhältnisse sehr niedriger Wert.

Die Idee hinter Apples Film ist nachvollziehbar. Er soll Reflexionen auf dem flexiblen OLED zurückhalten und die sichtbare Faltung der faltbaren Anzeige kaschieren. Im geschlossenen Zustand schützt das 5,4-Zoll-Display Ceramic Shield 2 mit Anti-Reflexionsbeschichtung. Geöffnet übernimmt die 7,6-Zoll-Anzeige den Nano-Texture-Finish und eine zusätzliche Anti-Reflexionsbeschichtung.

Der Nachteil liegt in der Physik des matten Films: Er verhindert nicht das Sonnenlicht, sondern verteilt es. Statt eines kleinen, scharfen Reflexionsflecks entsteht über der ganzen Innenseite ein weißlicher Schleier. Für das OLED bedeutet das unmittelbar weniger Kontrast: Die theoretisch perfekten Schwarzwerte wirken unter hellem Tageslicht nicht mehr schwarz, sondern eher grau.

Was der Praxistest unter direkter Sonne verändert

Der Autor klappt das Gerät im Freien zu

Bei seiner eigenen Probefahrt unter direktem Sonnenlicht empfand Frandroid den offenen Innenschirm als wenig flattering. Besonders unangenehm war die Kombination aus dem hellen Schleier und dem dunklen iOS-Modus. Als das Sonnenlicht zu stark wurde, klappte der Autor das iPhone Duo zusammen und wechselte auf das 5,4-Zoll-Außendisplay, das ohne matte Textur deutlich lesbarer war.

Bei normaler Beleuchtung und nachts kehrt sich der Eindruck um. Dort verschwindet der helle Schleier vollständig. Der Autor beschreibt den Kontrast des geöffneten Displays bei einer Serie im Bett als perfekt. Für Bücher, Comics oder Manga nutzt er die matte Innenseite sogar bevorzugt, weil dort keine störenden Reflexe auftreten.

Damit liegt der stärkste Gegenpunkt zur günstigen 2-GU-Messung in der echten Nutzung: Ein Display kann Reflexionen kaum zurückweisen und draußen trotzdem schwerer lesbar sein. Die matte Oberfläche reduziert den Kontrast des Bildes nicht durch schwaches Licht, sondern durch das gleichmäßig verteilte Sonnenlicht.

Die gemessene Helligkeit ist auf beiden Seiten stark

1.313 Nits außen, 1.300 Nits innen

Die Calibrite-Messungen zeigen, dass beide Displays technisch sehr hell sind. Das Außendisplay erreicht in SDR maximal 1.313 Nits und in HDR einen Spitzenwert von 2.800 Nits. Beim Innendisplay liegen die entsprechenden Werte bei 1.300 Nits in SDR und 2.770 Nits in HDR. Apple gibt für beide OLED-Dallen eine HDR-Spitze von 3.000 Nits an.

Beide Panels können auf 1 Nit in SDR herunterregeln. Das macht dunkle Inhalte bei Nacht angenehm, ohne dass Elemente in schwarzen Szenen leuchten. Im HDR-Modus erreicht das Innendisplay laut Test einen Minimalwert von 3 Nits.

Die ähnlich hohen SDR-Werte führen zu unterschiedlichen Alltagsergebnissen. Beim Außendisplay reichen 1.313 Nits aus, um die direkte Sonne zu kompensieren. Beim Innendisplay verbraucht die matte Oberfläche einen Teil dieser Leistung, um den weißlichen Diffusionsschleier zu überwinden. Die Testtabelle des Innendisplays nennt zwar eine gute Tageslichtlesbarkeit, der Praxistest unter direktem Sonnenlicht fällt deutlich weniger positiv aus.

Farbe und Kontrast überzeugen auch im Labor

DeltaE unter 1,9 auf beiden Displays

Beim Außendisplay misst Frandroid eine mittlere Farbabweichung von 1,82 in sRGB und 1,78 in Display P3. Die Abdeckung liegt bei 99,4 Prozent sRGB und 99,1 Prozent P3. Auf der Innenseite liegt der mittlere DeltaE-Wert bei 1,81 in sRGB und 1,85 in P3; dort werden 99,7 Prozent sRGB und 99,2 Prozent DCI-P3 abgedeckt.

Beide Anzeigen gelten damit als sehr farbtreu. DieOLED-Darstellung liefert tiefe Schwarzwerte und praktisch unbegrenzten Kontrast. Beim externen Display liegt die mittlere Gammakurve bei 2,226, beim internen bei 2,275. Letztere kann sehr dunkle Details unter 20 Prozent Helligkeit leicht verschlucken.

Bei sehr hellen Inhalten zeigt sich ein gemeinsamer Schönheitsfehler. Das Außendisplay überschreitet dabei 70 Prozent Helligkeit, das Innendisplay bereits 30 Prozent und drängt Blautöne etwas stärker hervor. Gemessen wurden 6.643 Kelvin für das äußere und 6.625 bis 6.659 Kelvin für das innere Display, jeweils bei einem Zielwert von 6.500 Kelvin. Der Weißton erscheint deshalb leicht kühl.

Das klare Urteil fällt zugunsten des äußeren Displays aus

Direktes Sonnenlicht: außen besser

Für dich fällt die Entscheidung je nach Umgebung unterschiedlich aus. Unter direktem Tageslicht ist das 5,4-Zoll-Außendisplay die bessere Wahl. Es verbindet hohe Helligkeit mit einem OLED-Kontrast, der nicht vom hellen Diffusionsschleier des matten Films beeinträchtigt wird.

Im Dunkeln oder bei gewöhnlicher Innenbeleuchtung dreht sich die Bewertung um. Dort profitiert die 7,6-Zoll-Innenseite von kaum vorhandenen Reflexionen, einem Minimalwert von 1 Nit und dem sehr guten Farbrendering. Die matte Beschichtung wirkt dann nicht wie ein Nachteil, sondern sorgt für eine ruhige, blendfreie Darstellung.

Der Film ist zudem nicht zum Abziehen von Hand gedacht. Bei vorzeitiger Abnutzung kann er im Apple Store für 55 Euro ersetzt werden. Eine glänzende Alternative bietet Apple für dieses Display nach Angaben von Frandroid nicht an.

Quellen

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AI-unterstützt · redaktionell betreut

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