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LIV-Insolvenz: Warum Jon Rahm 100 Millionen Pfund liegen lässt

Der spanische Golfstar Jon Rahm steigt nach drei Jahren bei LIV Golf aus – weil ihm die Bedingungen für LIV 2.0 nicht passen. Im Raum stehen Millionenforderungen, die Liga steckt in der Insolvenz.

3 Min. Lesezeit
LIV-Insolvenz: Warum Jon Rahm 100 Millionen Pfund liegen lässtAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Jon Rahm verlässt LIV Golf: Was an den Bedingungen so „inakzeptabel" war.

Du hast es vielleicht in den Schlagzeilen gesehen: Jon Rahm, der spanische Golfstar, steigt bei LIV Golf aus. Die Trennung ist offiziell – bestätigt hat sie sein Anwalt John Beck am Mittwoch bei einer Anhörung vor einem US-Insolvenzgericht. Nach drei Jahren auf der umstrittenen Saudi-Tour wirft der 31-Jährige das Handtuch, weil ihm die Bedingungen für die geplante Neuauflage „LIV 2.0" schlicht nicht passen.

Was wie ein simpler Vertragsstreit klingt, hat es in sich: Laut The Guardian werden Rahm über 100 Millionen Pfund aus dem LIV-Vertrag geschuldet, die spanische ABC beziffert seine offene Forderung auf rund 7 Millionen Euro – ein himmelweiter Unterschied, der die Dimensionen zeigt, um die hier gefeilscht wird. Rahm war einst die Nummer 1 der Welt, hat zwei Majors gewonnen und war 2023 mit dem größten Wechsel-Deal der Tour-Geschichte überhaupt zu LIV gewechselt.

Jetzt also der Bruch – und ein finanzielles Beben, das den gesamten Profi-Golfsport betrifft. LIV Golf hatte am 8. September Insolvenz angemeldet, nachdem sich der saudi-arabische Staatsfonds PIF zurückgezogen hatte. Nach Angaben der PIF hatte der Fonds in vier Jahren rund 5 Milliarden US-Dollar (etwa 3,7 Milliarden Pfund) in das Projekt gesteckt – ein Zeichen, wie ernst es den Saudis ursprünglich war, den Golfsport umzukrempeln. Mit Rahm verliert die Liga jetzt eines ihrer wenigen verbliebenen Zugpferde.

Was genau ist an LIV 2.0 so „inakzeptabel"?

Nach den Recherchen von Golfweek hat Rahms Anwalt John Beck bei der Anhörung im US-Insolvenzverfahren eine klare Ansage gemacht. Beck sagte wörtlich, sein Mandant habe „die vorgeschlagenen Bedingungen von LIV 2.0 unabhängig geprüft" und sei zu dem Schluss gekommen: „Diese Bedingungen sind für ihn inakzeptabel, und er wird nicht [bei LIV 2.0 spielen]." Damit war der Poker eröffnet: Die Promoter der Liga hatten Rahm offenbar ein neues Angebot vorgelegt, das im Zuge der Investorensuche zustande kam. Einen neuen Geldgeber scheint es also zu geben, nur: Rahm will nicht mitmachen.

Was genau an den Bedingungen nicht passt, ist nicht öffentlich. Fest steht: Wer als Gläubiger mit der größten Forderung einen Neustart ablehnt, sendet ein deutliches Signal an alle anderen Stars.

Wie viel Geld steht wirklich im Raum?

Die Summen, die hier kursieren, sind selbst für den Profi-Golfsport außergewöhnlich – und sie klaffen in den vorliegenden Berichten weit auseinander. Während die spanische ABC die ausstehende Forderung von Rahm mit rund 7 Millionen Euro beziffert, spricht The Guardian von deutlich mehr: Demnach wird Rahm „over £100m" geschuldet, also über 100 Millionen Pfund. Der Unterschied ist so groß, dass er sich nicht allein mit Wechselkursen erklären lässt.

Die Differenz zwischen den genannten Summen ist erheblich. Was genau die Lücke erklärt – verschiedene Vertragsbestandteile, Stichtage oder Quellen – bleibt offen. Was fest steht: Rahm ist nach übereinstimmenden Berichten der Gläubiger mit der größten offenen Forderung im laufenden Verfahren. Für dich als Golffan heißt das: Hier bricht ein Finanzpoker um potenzielle Hundertmillionenbeträge auf – mit ungewissem Ausgang.

Wie geht es weiter – bei LIV und bei Rahm?

LIV Golf steckt mitten im Chapter-11-Verfahren in den USA. Das bedeutet: Das Unternehmen wird nicht abgewickelt, sondern soll unter Aufsicht eines Insolvenzgerichts saniert und neu aufgestellt werden. Die PIF hat sich zurückgezogen, neue Investoren sollen eingestiegen sein – doch mit dem Abgang von Rahm verliert die Liga eines ihrer wenigen verbliebenen Aushängeschilder.

Schon im August musste LIV nach Berichten der Daily Mail einen Großteil seiner Mitarbeiter entlassen. Die Zukunft der Tour steht auf der Kippe. Für Rahm selbst liegt eine Rückkehr zur PGA Tour theoretisch auf dem Tisch – offiziell bestätigt ist das nicht. Was bleibt, ist die Gewissheit, dass die Trennung den Golf-Zirkus weiter in Aufruhr versetzt: zwei zerstrittene Ligen, eine Insolvenz, ein Star, der geht. Alles andere als ein geordneter Schnitt.

Quellen

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