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Karpathys YouTube-Alternative war angeblich in zwei Stunden gebaut

Andrej Karpathy hat mit HackerTube eine YouTube-Alternative ins Leben gerufen, die ausschließlich von der Hacker-News-Community empfohlene Videos zeigt. Laut einem Bericht entstand die Website innerhalb eines Wochenendes mit Claude. Die Überschrift des Berichts spricht von zwei Stunden Programmierzeit.

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Karpathys YouTube-Alternative war angeblich in zwei Stunden gebautAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Karpathys YouTube-Alternative war angeblich in zwei Stunden gebaut.

Am Freitagabend um 23 Uhr öffnete Andrej Karpathy nach eigener Darstellung YouTube und stieß auf das, was er einen „algorithmischen Brei“ nannte. Daraus wurde within weniger als zwei Tagen das Projekt HackerTube. Die Website ist seit dem 31. Oktober 2026 online. Sie übernimmt zwar einige YouTube-Muster, setzt bei der Auswahl aber auf einen anderen Mechanismus: Videos, die in 43 Millionen Kommentaren aus 20 Jahren Hacker News immer wieder empfohlen wurden.

Die Zahlen geben dem Projekt eine ungewohnt konkrete Größenordnung. Aus den Kommentaren entstanden laut Karpathys Projektbeschreibung ungefähr 40.000 Beiträge, die ausdrücklich ein Video empfehlen. Daraus filterte Claude 6.454 Videos heraus, die zwischen 2007 und 2026 veröffentlicht wurden. Karpathy ordnete sie 150 Themen zu.

43 Millionen Kommentare wurden zu 6.454 Videos

Die Community liefert die Auswahlkriterien

Bei HackerTube entscheidet nicht ein unsichtbarer Feed-Algorithmus, welche Videos auf der Startseite erscheinen. Die Grundlage sind Empfehlungen aus den Kommentaren im Hacker-News-Forum. Das ist der zentrale Unterschied zum YouTube-Original: Die Plattform filtert eine große, jahrzehntelange Sammlung von Diskussionen und behält Videos, die darin wiederholt Beachtung finden.

Claude übernahm dabei mehr als eine einfache Stichwortsuche. Das System sichtete die 43 Millionen Nachrichten, entfernte Spam und uninteressante Erwähnungen und isolierte rund 40.000 Kommentare, in denen konkret ein Video empfohlen wurde. Aus ihnen entstand die kuratierte Auswahl von 6.454 Titeln.

Für dich ist dieser Filter der eigentliche Nutzwert. Du bekommst keine allgemeine Mischung aus Unterhaltung, Werbung und populären Videos, sondern eine technisch kuratierte Sammlung. Wie repräsentativ diese Auswahl ist, kann die Quelle allerdings nicht belegen: Angaben zu Nutzerzahlen, Aufrufen oder einer besseren Bilanz gegenüber YouTube nennt sie nicht. Karpathys Formulierung „deutlich besseres Seherlebnis“ ist deshalb vor allem seine eigene Einschätzung.

Die Inhalte reichen zurück bis 2007

Das Spektrum umfasst 200 Jahre Videos aus 20 Jahren – genauer: 6.454 Veröffentlichungen von 2007 bis 2026, verteilt auf 150 Themen. Karpathy hat außerdem eigene Playlists angelegt. Eine davon heißt „The HN Canon“ und bündelt Videos, die laut der Darstellung zu den bekannten Klassikern der Technikwelt gehören.

Damit ist HackerTube nicht nur ein einzelner Filter für die neuesten Beiträge. Die Plattform sammelt Material aus zwei Jahrzehnten und macht daraus eine Art technisch kuratiertes Archiv. Die ausführliche Meldung von Numerama nennt dafür zwar keine einzelnen Themenkategorien, berichtet aber ausdrücklich von den 150 Themen und der Playlist „The HN Canon“.

Claude übernahm Code, Design und Veröffentlichung

Karpathy schrieb nach eigener Aussage keine einzige Codezeile

Karpathy, Mitgründer von OpenAI und früherer Leiter der KI-Bereiche bei Tesla, arbeitete dafür mit Claude Code in der Mac-App. Als Modell setzte er Opus 5.5 mit einem mittleren Aufwandsniveau ein. Er übergab Claude die Aufgabe, die Website zu aktualisieren, abzusichern und auf dem Server bereitzustellen.

Die manuelle Arbeit blieb überschaubar. Karpathy erstellte einen Google-Cloud-API-Schlüssel, mietete einen Server und kaufte die Domain. Nachdem der Server lief, sollte Claude die fertige Anwendung dort betreiben. Nach Karpathys Angabe dauerte dieser Ablauf etwa zwei Stunden.

Numerama fasst den gesamten Entstehungsprozess als Wochenend-Hack zusammen und schreibt, die Website sei vollständig von Claude konzipiert und online gestellt worden. Der genaue Zuschnitt der Zeitangaben ist in der Quelle nicht erklärt. Belegt sind deshalb beides: das Wochenende als Gesamtrahmen und Karpathys Angabe von etwa zwei Stunden mit Opus 5.5 für die konkrete Umsetzung.

Kein Konto und keine zentrale Videohistorie

HackerTube funktioniert ohne Anmeldung. Empfehlungen funktionieren auch ohne Login. Wenn du deinen Verlauf nutzt, wird er im Browser gespeichert, nicht bei einem zentralen Nutzerkonto. Das ist ein deutlicher Unterschied zum YouTube-Original, bei dem die Wiedergabehistorie mit dem angemeldeten Konto verbunden ist.

Auch die Oberfläche orientiert sich an YouTube. HackerTube übernimmt den Verlauf, die Funktion „Später ansehen“ und Playlists. Bei den Vorschaubildern setzt die Plattform jedoch auf einen anderen Ansatz: Statt dem von den Creatorn gewählten Bild erscheint ein Standbild aus der Mitte des Videos.

Die kuratierte Auswahl endet nicht bei YouTube

HackerTube Longs ersetzt die vertikalen Clips

Mit „HackerTube Longs“ gibt es eine eigene Rubrik für kurze Inhalte. Sie greift das Prinzip der YouTube-Shorts auf, ohne sich auf vertikale Videos zu beschränken. Damit greift die Seite nicht nur die klassischen Funktionen eines Videoarchivs auf, sondern auch das Format, mit dem YouTube besonders schnell Aufmerksamkeit bindet.

Besonders interessant ist der offene Ansatz bei den Daten. Karpathy stellt die aus der Kommentaranalyse gewonnenen Daten in einem einfachen Archiv bereit. Er lädt dazu ein, sie in einen eigenen KI-Assistenten einzuspeisen und daraus eine persönliche Version zu bauen. Die Methode ist damit nicht nur auf HackerTube beschränkt.

Den Impuls haben laut Numerama bereits andere übernommen. Es gibt inzwischen eine Variante für wissenschaftliche Veröffentlichungen auf arXiv und eine Android-App. Wie viele Projekte entstanden sind und welchen Funktionsumfang sie besitzen, nennt die Quelle nicht.

Was die zwei Stunden wirklich bedeuten

Die beeindruckende Zahl gilt der Arbeit mit Claude

Die stärkste Aussage der Meldung liegt nicht nur in 6.454 Videos, sondern in der Kombination aus einer kompletten Plattform und dem verarbeiteten Datenbestand. Karpathy öffnete Claude den Zugang zu 43 Millionen Kommentaren, ließ daraus eine Empfehlungslogik bauen, verband sie mit einer YouTube-ähnlichen Oberfläche und stellte das Ergebnis auf einem eigenen Server bereit.

Das Projekt zeigt zugleich, was die Aussage „ohne eine einzige Codezeile“ bedeutet – und was sie nicht bedeutet. Karpathy hat selbst den technischen Zugang hergestellt: API-Schlüssel, Server und Domain. Claude erstellte und veröffentlichte die Website. Ohne diese drei manuellen Schritte wäre die zweistündige Umsetzung nicht erfolgt.

Das stärkste Gegenargument zur behaupteten Effizienz ist die fehlende unabhängige Bilanz. Die Quelle nennt weder Nutzerzahlen noch Aufrufe oder eine Vergleichsstudie mit YouTube. Sicher belegt sind die 43 Millionen Kommentare, 6.454 Videos, 150 Themen und rund zwei Stunden mit Opus 5.5. Ob der neue Feed dauerhaft besser funktioniert, muss sich an den tatsächlichen Empfehlungen zeigen.

Quellen

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AI-unterstützt · redaktionell betreut

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