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Datenschutz bei KI: Sechs von neun Chatbots teilen Daten mit Werbenetzwerken

Sechs von neun KI-Chatbots geben Chatdaten an Werbedienste weiter – darunter ChatGPT, Claude und Gemini. Was bisher aus der Studie bekannt ist und welche Hebel du jetzt hast.

2 Min. Lesezeit
Datenschutz bei KI: Sechs von neun Chatbots teilen Daten mit WerbenetzwerkenAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert KI-Chatbots plaudern mit der Werbeindustrie – auch ChatGPT, Claude und Gemini betroffen.

Du tippst abends eine private Frage in den KI-Chat – und bei sechs von neun untersuchten Chatbots landen Teile dieser Unterhaltung laut einer Studie bei Werbediensten. Das berichtet Golem.de. Zu den betroffenen Diensten gehören demnach ChatGPT, Claude und Gemini.

Wer KI-Assistenten für Steuerfragen, Gesundheit oder persönliche Probleme nutzt, verlässt sich meist darauf, dass diese Chats zwischen dir und dem Anbieter bleiben. Genau dieses Bild bekommt nun Risse.

Sechs von neun – und die drei Großen sind dabei

Die Studie, auf die sich Golem.de beruft, hat neun Chatbots überprüft. Sechs davon haben demnach Chat-Daten an Werbedienste weitergegeben. Drei hielten sich laut dieser Messung zurück. Aus dem vorliegenden Ausschnitt geht hervor, dass ChatGPT, Claude und Gemini in der Gruppe der weitergebenden Dienste auftauchen – drei der populärsten KI-Assistenten überhaupt.

Warum das mehr ist als ein Datenschutz-Nischenthema

Werbedienste in Apps und auf Webseiten sind für die gezielte Ansprache von Nutzerinnen und Nutzern da. Gelangen Chat-Inhalte in solche Netzwerke, lassen sich daraus Profile bilden: Welche Themen du in die KI tippst, in welcher Tonalität, zu welcher Uhrzeit. Kombiniert mit anderen Daten ergibt das ein deutlich schärferes Bild, als viele beim spontanen Ausprobieren eines Chatbots erwarten.

Was du konkret tun kannst

Solange der vollständige Studienbericht nicht vorliegt, helfen drei einfache Schritte:

  • Heikles nicht gedankenlos in jeden Chat tippen: Trenne bewusst, welche Inhalte du welchem Anbieter anvertraust – nicht jeder Chatbot braucht jeden Satz von dir.
  • Datenschutz-Einstellungen prüfen: Viele Anbieter bieten Schalter, mit denen du das Training mit deinen Chats oder die Weitergabe deaktivieren kannst – oft tief vergraben in den Konto- oder Privatsphäre-Einstellungen.
  • Browser-Tracker blockieren: Ein Werbeblocker oder die Tracking-Schutzfunktion moderner Browser filtert zumindest die Werbedienste im Web heraus, die deine KI-Anfragen im Hintergrund mitlesen könnten.

Was noch offen bleibt

Weder die Studie selbst noch der genaue Versuchsaufbau sind aus dem Ausschnitt erkennbar. Auch fehlen die Namen der drei Chatbots, die dem Bericht zufolge keine Daten weitergegeben haben. Was jetzt schon zählt: das eigene Chatverhalten nicht naiv zu behandeln und die Einstellungen konsequent durchzugehen.

Den ausführlichen Bericht findest du auf Golem.de.

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Quellen

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AI-unterstützt · redaktionell betreut

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