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Popcorn-Time-Apps vor der Zombie-Armee deaktiviert

Popcorn Time wird seit Jahren nicht mehr weiterentwickelt, ist aber auf Millionen Geräten installiert. Eye Security fand einen aktiven Updater auf zahlreichen Windows-, macOS- und Android-Geräten; die Apps wurden deaktiviert, um eine Bot-Armee zu verhindern.

3 Min. Lesezeit
Popcorn-Time-Apps vor der Zombie-Armee deaktiviertAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Popcorn Time: Millionen Installationen, Updater noch aktiv.

Millionen Geräte, ein verlassenes Projekt – und trotzdem aktive Software. Die Entwicklung von Popcorn Time wurde vor Jahren aufgegeben. Nach Angaben von The Verge ist die App aber weiterhin auf Millionen Geräten installiert. Auf zahlreichen Geräten lief außerdem ein Updater der Abspaltung Time4Popcorn, der verlassene Web-Domains kontaktierte.

Popcorn Time war eine leicht bedienbare Oberfläche für das Streamen von Torrents mit Filmen und TV-Serien. Als die Entwicklung eingestellt wurde, verschwand die Software nicht automatisch von den Geräten, auf denen sie bereits installiert war.

Das macht den Fall ungewöhnlich. Nicht nur eine alte App blieb zurück, sondern auch eine technisch aktive Update-Komponente. Genau diese Kombination drohte, die verbliebenen Installationen für eine Bot-Armee zu nutzen.

Die Entwicklung endete, die Installation nicht

Zwei getrennte Zustände

Die Quellen zeigen einen deutlichen Unterschied: Die Weiterentwicklung der App wurde aufgegeben, ihre Präsenz auf den Geräten nicht. Laut The Verge ist Popcorn Time noch auf Millionen Geräten installiert.

Wichtig für die Einordnung ist, dass die Forscher nicht auf jeder dieser Installationen einen aktiven Updater nachwiesen. Eye Security fand den Updater der Time4Popcorn-Abspaltung auf zahlreichen Windows-, macOS- und Android-Geräten weltweit. Die Zahl der Softwareinstallationen und die Zahl der tatsächlich aktiven Update-Komponenten sind deshalb nicht gleich.

HTTP, alte Domains und eine veraltete Chrome-Version

Drei Probleme in der Update-Verbindung

Der Updater kontaktierte verlassene Web-Domains über unverschlüsseltes HTTP. Die Kommunikation fand damit nicht über eine geschützte Verbindung statt. Gleichzeitig lief die Update-Komponente mit einer veralteten und unsicheren Chrome-Version.

Damit trafen mehrere Schwachstellen aufeinander: Die Software war technisch nicht abgeschaltet, griff auf eine nicht mehr gepflegte Server-Infrastruktur zu und verwendete eine veraltete Grundlage. Der Bericht beschreibt dieses Zusammenspiel als Grund für die Gefahr einer Bot-Armee. Es geht dabei um präventive Sicherheitsarbeit – nicht um einen bereits erfolgreich durchgeführten Angriff. Den Umfang eines solchen Angriffs quantifiziert der Bericht nicht.

Die Deaktivierung verhinderte die Zombie-Armee

Abschalten statt abwarten

Nach dem Bericht mussten die verlassenen Popcorn-Time-Apps deaktiviert werden, um eine Bot-Armee zu verhindern. Die Sicherheitsreaktion richtete sich damit vor allem gegen die weiterhin arbeitenden Update-Komponenten und deren Kontakt zu den aufgegebenen Domains.

Die Deaktivierung sollte verhindern, dass die weltweit verbreiteten Installationen für ein Botnetz rekrutiert werden. Dass die Apps auf Windows-, macOS- und Android-Geräten gefunden wurden, macht den Fall zusätzlich brisant: Der Fund beschränkte sich weder auf eine einzelne Plattform noch auf eine einzelne Region.

Was das für dich bedeutet

Eine alte Installation ist nicht automatisch inert

Für dich heißt der Fund vor allem: Ein Programm kann längst nicht mehr weiterentwickelt werden und trotzdem weiterhin technisch aktiv sein. Auf den betroffenen Geräten kontaktierte der Updater verlassene Domains über unverschlüsseltes HTTP – unabhängig davon, ob die App selbst noch regelmäßig genutzt wurde.

Aus dem Bericht lässt sich nicht feststellen, ob ein bestimmtes einzelnes Gerät betroffen ist. Die technische Mindestfrage lautet deshalb: Läuft auf dem Gerät noch eine Update-Komponente, und welche Web-Domains kontaktiert sie? Der zentrale Befund der Sicherheitsforscher: Alte Software kann ungenutzt installiert bleiben und weiterhin mit dem Internet sprechen.

Mehrwert für dich

Die technischen Details und die Einordnung des Falls findest du im ausführlichen Bericht von The Verge.

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Quellen

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AI-unterstützt · redaktionell betreut

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