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Blakely ist Weltmeisterin – Nemour verpasst den Afrika-Coup

Die US-Turnerin Skye Blakely ist neue Mehrkampf-Weltmeisterin. Favoritin Kaylia Nemour verpasst mit einem Patzer die erste WM-Medaille im Vierkampf für Afrika – ein Ausgang, der Blakelys Titel mit Nemours historischer Chance verbindet.

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Blakely ist Weltmeisterin – Nemour verpasst den Afrika-CoupAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Skye Blakely ist Mehrkampf-Weltmeisterin – Kaylia Nemour verpasst den historischen Afrika-Coup.

Wenn du dir nur eine Zahl aus diesem Final merken willst: 0,034 Punkte. So knapp lag Kaylia Nemour am Ende vor Bronze. Die Meldung von Sportschau vom 23. Oktober 2026 verbindet deshalb zwei höchst unterschiedliche Geschichten: Skye Blakely wird Weltmeisterin, während Nemour die historische Chance auf Afrikas erste Medaille im Mehrkampf verliert.

Blakely holt Gold mit 55,733 Punkten

Die vier Geräte

Die 21-jährige US-Turnerin Blakely gewinnt Gold im Vierkampf aus Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden. Sportschau bezeichnet den Wettbewerb im Titel als Mehrkampf und im Text als Vierkampf; beides meint hier denselben Wettkampf über die vier Apparate. Blakelys Gesamtpunktzahl von 55,733 ist zugleich der klare erste Platz.

Die Medaillenränge

Zwei Punkte hinter Blakely landet ihre Landsfrau Ljudmila Roschtschina mit 55,199 Punkten. Die Chinesin Ke Qinqin sichert sich mit 55,032 Zählern Bronze. Die Titelverteidigerin Angelina Melnikowa konnte nicht antreten, weil sie kein Visum für die Einreise in die Niederlande erhalten hatte. Blakely musste ihren Titel daher ohne die russische Konkurrentin gewinnen.

Lea Marie Quaas

Als beste Deutsche war die Turnerin aus Chemnitz zunächst als Nachrückerin für den Fall eingeplant, dass eine oder mehrere der Qualifizierten ausfallen würde. Am Ende verpasste Quaas das Finale nur knapp und trat nicht in den Vierkampf ein.

Nemour verpasst Bronze um 0,034 Punkte

Qualifikation und Endstand

Nemour war als Qualifikationsbeste in den Final gegangen. Trotz einer „atemberaubenden Aufholjagd“ nach ihrem schweren Fehler zu Beginn erreicht die 19-jährige Algerierin am Ende 54,998 Punkte und belegt damit den vierten Platz. Wie schon im Vorjahr in Jakarta verpasst sie das Podest nur knapp – und verliert zugleich die erste Mehrkampf-Medaille, die es bei einer Turn-WM je für Afrika gegeben hätte.

Die entscheidende Differenz

Nach zwei von vier Geräten liegt Nemour trotz ihrer besten Stufenbarren-Vorstellung zunächst nur auf Platz sechs. Im Endstand fehlen ihr dann lediglich 0,034 Punkte zu Ke Qinqins Bronzeplatz. Der Titelgewinn Blakelys und Nemours Platz vier stehen damit nicht nur für zwei sportliche Ergebnisse, sondern auch für zwei gegensätzliche Ausgänge: ein klarer Sieg auf der einen, eine hauchdünne Niederlage auf der anderen Seite.

Der verpasste Sprung kostet Nemour 1,4 Punkte

Was auf der Matte passierte

Schon am ersten Gerät verliert Nemour fast den gesamten Vorsprung. Weil sie das Sprungbrett nicht richtig getroffen hat, turnt sie statt ihrer schwierigen Sprungübung wie bei einer Erwärmung nur eine leichte Übung ohne Schraube. Die Landung gelingt tadellos, doch die fehlende Schwierigkeit kostet sie gegenüber der Qualifikation 1,4 Punkte. Nach der Landung steht sie völlig konsterniert auf der Matte und ist anschließend untröstlich.

Gegen die verkürzte Aussage, Nemour sei einfach gescheitert, spricht ihre Aufholjagd. Am Stufenbarren zeigte sie sogar die beste Leistung des Finales. Nur reicht diese Erholung nicht, um den Fehler am Sprung vollständig zu verdrängen. Die 1,4 Punkte, die Nemour dort verliert, entscheiden letztlich über die Medaille – und über eine historische Chance für den ganzen Kontinent.

Nemours Stangenleistung macht den verlorenen Coup erst greifbar

Olympiasiegerin und Qualifikationsbeste

Nemour war nicht nur im Gesamt-Mehrkampf eine der stärksten Athletinnen derWM. An der Stange ist sie Olympiasiegerin und Weltmeisterin und erzielt in der Qualifikation 14,933 Punkte. Die 18-jährige Stuttgarterin Helen Kevric, Europameisterin am Stufenbarren, kommt auf 14,766 Punkte. Bei den Olympischen Spielen waren die beiden noch direkt gegeneinander im Finale gestanden: Damals gewann Nemour Gold, Kevric belegte Rang sechs.

Algeriens erste WM-Team-Teilnahme

Mit Nemour als Zugpferd nahm Algerien erstmals an einem Mannschafts-Wettbewerb bei einer Turn-WM teil. In der Qualifikation landete das Team unter 24 Teams auf Rang 20. Nemour bezeichnete diese WM-Teilnahme bereits als Erfolg: „Schon unsere Medaille.“

Damit endet der Wettbewerb mit einer klaren Einordnung: Blakely ist neue Mehrkampf-Weltmeisterin, Nemour bleibt mit 54,998 Punkten auf Platz vier. Der historische Moment für Afrika wurde nicht erst in den letzten Sekunden verspielt, sondern am ersten Gerät – und trotz einer starken Aufholjagd nicht mehr zurückzuholen.

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