Was am Eingang zum Eurotunnel geschah – 20 Verletzte nach Kollision mit Güterzug
Am Donnerstagabend hat ein Güterzug in Coquelles bei Calais einen Kleinbus am Eingang zum Eurotunnel erfasst. Rund 20 Menschen wurden verletzt, fünf davon schweben in absoluter Notlage – nach ersten Angaben besteht aber keine Lebensgefahr.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Kleinbus am Eingang zum Eurotunnel von Güterzug erfasst: Rund 20 Verletzte bei Coquelles.
Coquelles, Donnerstagabend, 15. Oktober 2026, kurz vor 20 Uhr: Am französischen Eingang des Eurotunnels kommt es zu einer schweren Kollision. Ein Kleinbus, der Lkw-Fahrer zu ihrem Zug nach Großbritannien bringen sollte, rammt auf der Höhe eines Bahnsteigs einen stehenden Güterzug. Der Unfallort liegt im Département Pas-de-Calais, unweit der Ärmelkanalküste bei Calais – genau dort, wo der rollende Verkehr auf die Schiene wechselt und Lastwagen verladen werden.
Ein Routinevorgang, der eskaliert
Was normalerweise ein gewohnter Ablauf am Terminal ist, endet am Donnerstagabend im Desaster. Der Kleinbus transportierte nach Angaben der Präfektur Lkw-Fahrer, deren Lastwagen per Bahn durch den Kanaltunnel nach Großbritannien gebracht werden. Auf der Laderampe am Tunneleingang kam es zur Kollision mit dem stehenden Güterzug. Wie es dazu kommen konnte, dass der Bus den haltenden Zug rammte, war zunächst unklar – weder die Präfektur noch andere Stellen hatten sich bislang zum genauen Hergang geäußert.
19 Verletzte, fünf in kritischem Zustand
Nach Angaben des Département Pas-de-Calais, das über die Plattform X informierte, wurden 19 Menschen verletzt. Fünf von ihnen befanden sich in kritischem Zustand; lebensbedrohliche Verletzungen habe aber nach erster Einschätzung niemand erlitten. Der Sender TF1, der sich auf die Präfektur berief, berichtete, dass die Verletzungen vor allem Beine und Kopf beträfen. Bei den Betroffenen handelt es sich den vorliegenden Informationen zufolge um Lkw-Fahrer, die ihre Fracht auf die Schiene Richtung Großbritannien verladen wollten.
Bahnverkehr durch den Kanaltunnel steht still
Die unmittelbaren Folgen: Der gesamte Bahnverkehr durch den Tunnel sous la Manche wurde Medienberichten zufolge in beiden Richtungen unterbrochen. Auch die letzten Eurostar-Züge des Tages zwischen London und Paris konnten ihre Fahrt nicht mehr starten – Reisende, die am Donnerstagabend zwischen den beiden Hauptstädten unterwegs sein wollten, mussten umdisponieren oder ihre Reise verschieben. Wie lange die Sperrung andauern würde, war bei Redaktionsschluss dieser Meldung noch offen.
Rettungskräfte im Einsatz, Pressestatement angekündigt
Rettungsdienst, Feuerwehr und ein Rettungshubschrauber waren am Unfallort im Einsatz. Für 22:15 Uhr kündigte die Unterpräfektin des Bezirks Calais, Agathe Cury, ein Pressestatement an, in dem sie erste Details zum Hergang nennen wollte. Bis dahin blieben die genauen Umstände der Kollision im Dunkeln.
Was bleibt offen
Die zentralen Fragen – warum der Kleinbus den stehenden Güterzug rammte, ob technisches Versagen, menschliches Versagen oder ein anderes Fahrzeug im Spiel war, und wann der Bahnverkehr durch den Kanaltunnel wieder aufgenommen werden kann – werden vermutlich erst die nächsten Stunden beantworten. Dann, wenn die Rettungsarbeiten abgeschlossen sind und die Ermittlungen erste Ergebnisse liefern, wird sich auch zeigen, welche Konsequenzen der Unfall für den grenzüberschreitenden Frachtverkehr hat.
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