Weltmeisterin mit Selbstzweifeln: Lara De Liedekerke triumphiert erneut
Die belgische Reiterin Lara De Liedekerke hat mit dem Pferd Tara Van Het Leliehof erneut den Mondial du Lion gewonnen. Wie schon 2025 spricht sie offen über das Imposteur-Syndrom und ihre inneren Stimmen.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Triumph und Zweifel: Lara De Liedekerke verteidigt Mondial du Lion.
Sie hat den Titel verteidigt – und hadert weiter mit sich selbst. Lara De Liedekerke hat am Sonntag, 18. Oktober 2026, mit dem Pferd Tara Van Het Leliehof den Mondial du Lion gewonnen und damit einen „doublé sensationnel" perfekt gemacht, wie die Quelle Ouest-France schreibt. Was wie eine klare Siegesmeldung klingt, ist in Wahrheit die Geschichte einer Sportlerin, die ihren eigenen Erfolg nicht glauben kann.
Denn bereits nach ihrem ersten Triumph bei der Sechsjährigen-Weltmeisterschaft im Jahr 2025 hatte die Belgierin offen über Zweifel und durchwachte Nächte gesprochen. Ein Jahr später, nach dem nächsten Titel, fällt ihre Diagnose noch klarer aus – „Rebelote", wie die Quelle notiert: dasselbe Bild, nur mit neuem Datum.
Die Stimmen, die nicht verstummen
Die Belgierin bringt ihren inneren Konflikt auf eine prägnante Formel, die der Quelle als Titel dient:
J'ai ces voix qui me disent, tu te prends pour qui ?
Übersetzt: „Ich höre diese Stimmen, die mir sagen: Wer bildest du dir ein, wer du bist?" Was sie beschreibt, ist im Hochleistungssport ein Tabu. Wer nach einem Titelgewinn über mentale Krisen spricht, riskiert, als schwach wahrgenommen zu werden. De Liedekerke bricht mit dieser unausgesprochenen Regel – direkt nach ihrem zweiten Mondial-du-Lion-Erfolg.
Imposteur-Syndrom trotz Ausnahmeleistung
Laut Ouest-France spricht die Belgierin offen über das Imposteur-Syndrom und über die Ängste, die sie bei jedem Turnier begleiten. Sie selbst sagt, es sei kompliziert, in ihrem Kopf zu sein. Zwischen Demut auf der einen Seite und einem „parcours cabossé" – einem von Rückschlägen gezeichneten Lebensweg – auf der anderen bewegt sich eine Sportlerin, deren öffentliche Worte selten und kostbar sind.
Die Konstanz ihrer sportlichen Leistung und die Konstanz ihrer Selbstzweifel laufen synchron. Was sich verändert hat, ist ihre Bereitschaft, beides offenzulegen.
Eine seltene Stimme, die Gehör verdient
Die Ouest-France charakterisiert die Worte der Belgierin als „rare et précieuse" – selten und kostbar. Das ist mehr als ein literarisches Lob: Es ist die Anerkennung einer Reiterin, die in einer Disziplin arbeitet, in der Verletzlichkeit selten gezeigt wird.
Ihr erneuter Titel beim Mondial du Lion ist daher mehr als eine Ergebnis-Notiz. Er zeigt, dass Spitzensport und das Eingeständnis innerer Kämpfe sich nicht ausschließen müssen. Für die Belgierin bleibt Tara Van Het Leliehof das Sportgerät – die mentale Arbeit dahinter ist inzwischen Teil ihres öffentlichen Werks geworden.
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