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Rammo Zambo: Clan-Chef mischt die Linke Wahlparty auf

Clan-Chef Issa Rammo taucht auf der Wahlparty der Berliner Linken auf, Abgeordneter Ferat Koçak unterhält sich mit dessen Sohn. Die ZEIT zeigt, warum das aus Sicht der Partei nicht mal das größte Problem ist.

3 Min. Lesezeit
Rammo Zambo: Clan-Chef mischt die Linke Wahlparty aufAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Linke in Berlin: Wenn der Clan-Chef zur Wahlparty kommt.

Stell dir vor, du gehst zur Wahlparty deiner Lieblingspartei – und am Buffet steht jemand, den die Polizei dem organisierten Verbrechen zuordnet. Genau das beschreibt die ZEIT über eine Wahlparty der Berliner Linken: Clan-Chef Issa Rammo ist erschienen, der Abgeordnete Ferat Koçak unterhält sich mit dessen Sohn. Und das, so die ZEIT, sei nicht mal das größte Problem der Partei.

Die Szene wirkt wie ein Schnappschuss aus Neukölln, der mehr zeigt als er soll: Wenn ein Parlamentarier der Linken im selben Raum mit einer Familie plaudert, die in den Ermittlungsakten der Sicherheitsbehörden eine zentrale Rolle spielt, bleibt das nicht ohne Echo. Es geht um Haltung, um Nähe, um die Frage, wer in einer Partei eigentlich mitgemeint ist, wenn von "den Menschen vor Ort" die Rede ist.

Was die ZEIT in ihrer Titelgeschichte aufgreift, ist weniger der einzelne Händedruck als das Gesamtbild einer Berliner Linken, die sich in Neukölln zwischen Bezirksalltag, migrantischen Milieus und alten Sicherheitsfragen neu sortieren muss. Wer in diesem Kiez Politik macht, kommt an den Rammo-Clans nicht automatisch vorbei – aber wie man mit ihnen umgeht, bleibt eine eigene Entscheidung.

Was ist passiert?

Nach Informationen der ZEIT hat sich auf einer Wahlparty der Berliner Linken ein Treffen zwischen dem als Clan-Chef beschriebenen Issa Rammo und dem Abgeordneten Ferat Koçak begeben lassen – zumindest in der Form, dass Koçak mit Rammos Sohn gechattet hat. Die ZEIT rahmt die Szene bewusst zugespitzt: Schon der Titel "Rammo Zambo" macht klar, dass die Redaktion den Auftritt Rammos auf der Parteifeier nicht als Randnotiz versteht.

Wer ist Issa Rammo?

In dem Artikel wird Issa Rammo als "Clan-Chef" bezeichnet. Damit greift die ZEIT eine Kategorie auf, die Berliner Sicherheitsbehörden und Medien seit Jahren für bestimmte Familienstrukturen arabischstämmiger Großfamilien verwenden – ein Begriff, der in der Kriminalitätsberichterstattung fest etabliert, in der Forschung aber umstritten ist. Die Rammo-Familie gehört in Berlin-Neukölln zu den bekanntesten Namen dieses Umfelds; sie taucht wiederholt in Berichten über organisierte Kriminalität, Drogenhandel und Clan-Strukturen auf.

Wer ist Ferat Koçak?

Ferat Koçak ist Linken-Abgeordneter im Abgeordnetenhaus von Berlin und gilt als eine der prägenden Stimmen der Linken in Neukölln. Er steht für einen Kurs, der migrantische Milieus ausdrücklich adressiert und gegen Rassismus wie Polizeigewalt Position bezieht. Genau diese Haltung macht ihn für Teile der Neuköllner Wählerschaft sympathisch – und für Kritiker zum Stein des Anstoßes, wenn er oder seine Partei in Kontakt mit Clan-Strukturen geraten.

Warum ist das ein Problem – und warum nicht das größte?

Die ZEIT deutet mit dem Hinweis, dies sei nicht mal das größte Problem der Berliner Linken, auf eine übergeordnete Krise hin: Die Partei verliert in Berlin seit Jahren an Zustimmung, kämpft mit internen Flügelkämpfen und sucht nach einer Haltung, die zwischen basisnaher Kiez-Politik und regierungsfähiger Programmatik vermittelt. Ein einzelner Abend mit einer umstrittenen Familie ist da Symbol, aber nicht Ursache. Das eigentliche Problem liegt laut der Leseart der ZEIT tiefer: in der strategischen Frage, wofür die Berliner Linke eigentlich noch steht.

Was bedeutet das für die Wählerinnen und Wähler?

Wer in Neukölln Linke wählt, wählt oft eine Partei, die sich als Anwältin der Viertel versteht – gegen Verdrängung, gegen rassistische Polizeikontrollen, für eine Stimme derjenigen, die sonst wenig Gehör finden. Dass in diesem Milieu auch Familien eine Rolle spielen, die Sicherheitsbehörden im Visier haben, ist Realität, die kein Wahlkampf wegwischen kann. Die offene Frage ist, ob die Partei klare Linien zieht – oder ob solche Szenen wie auf der Wahlparty zur Normalität werden.

Fazit

Die ZEIT-Geschichte über die Linke in Berlin ist mehr als eine Anekdote über einen schlecht beleuchteten Abend in Neukölln. Sie steht für ein größeres Strukturproblem: Wie viel Nähe zu welchen Milieus verträgt eine Partei, die gleichzeitig für Recht und Ordnung eintreten will? Die Antwort darauf entscheidet sich nicht am Buffet der Wahlparty, sondern an den nächsten Wahlen.

Quellen

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AI-unterstützt · redaktionell betreut

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