Ladybug ohne Zeichentrick: Erste Live-Action-Serie zu ‚Miraculous' angekündigt
Die Pariser Animationsserie ‚Miraculous: Tales of Ladybug & Cat Noir' wird Realfilm. See-Saw Films ('Slow Horses', 'Heartstopper') und Miraculous Corp entwickeln die erste Live-Action-Adaption.
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Stell dir vor, du stehst in Paris, der Eiffelturm im Hintergrund – und plötzlich rennen zwei Teenager in roten und schwarzen Kostümen über die Dächer. Nur diesmal nicht gezeichnet, sondern mit echten Schauspielern. Die Animationsserie „Miraculous: Tales of Ladybug & Cat Noir" soll nach Informationen von Variety ihre erste Live-Action-Serie bekommen. Die Marke, die bisher als Trickfilm funktionierte, wird also Realfilm – zum ersten Mal überhaupt.
Das ist deshalb eine kleine Sensation, weil „Miraculous" über Jahre ein ziemlich eigenes Biotop war: Fans auf TikTok, Cosplay-Szenen, ein riesiger Merch-Kosmos rund um Marinette und Adrien, dazu Kinofilme und Specials. Ein Realfilm-Ableger ist damit kein Nebenprojekt, sondern der Versuch, das Franchise auf das nächste Level zu heben.
Wer steckt hinter dem Realfilm?
Produziert wird die Serie von See-Saw Films, der Oscar- und Emmy-prämierten Firma hinter „Slow Horses" (Gary Oldman als scharfzüngiger Geheimdienst-Patriarch) und „Heartstopper" (queere Coming-of-Age-Serie, die bei Netflix durch die Decke ging). Partner auf Seiten der Marke ist Miraculous Corp, der Rechteinhaber an der Serie.
„Miraculous: Tales of Ladybug & Cat Noir, the Paris-set blockbuster animated superhero series and growing media empire, is entering the world of live-action TV for the first time.
Wichtig zu wissen: See-Saw Films und Miraculous Corp gehören beide zur Mediawan-Gruppe. Wenn zwei Schwesterfirmen ein solches Projekt gemeinsam stemmen, ist die Abstimmung deutlich einfacher – Drehbuch, Casting, Sender, Vertrieb laufen in einer Struktur zusammen.
Was See-Saw Films wirklich kann
Auf den ersten Blick wirkt der Schritt überraschend: See-Saw steht eher für britischen Hochglanz-Realfilm als für bunte Animations-Superheldinnen. Aber der zweite Blick zeigt, dass das Profil überraschend gut passt. „Slow Horses" beweist, dass die Firma scharfen, erwachsenen Stoff kann – die Hauptfiguren sind dort alles andere als perfekt. „Heartstopper" zeigt, dass See-Saw青春期-Themen (Identität, erste Liebe, Freundschaft) ernst nehmen kann, ohne ins Kitschige zu kippen. Genau diese Mischung – Spannung plus Identitätssuche – ist auch der Kern von „Miraculous", wo Liebe, Freundschaft und Verantwortung die eigentlichen Superkräfte sind.
Was bislang feststeht – und was nicht
Fest steht: Es kommt eine Live-Action-Serie zu „Miraculous", produziert von See-Saw Films und Miraculous Corp unter dem Mediawan-Dach. Offen ist: Welcher Sender oder Streamer die Serie zeigt, wer die Hauptrollen spielt, wann gedreht wird und wann du als Zuschauerin oder Zuschauer tatsächlich reinklicken kannst. Variety nennt in der bisherigen Meldung weder Cast noch Starttermin.
Was das für dich bedeutet
Wenn du die Animationsserie magst, heißt das erstmal: abwarten und Tee trinken. Eine Realfilm-Adaption kann den Charme der Vorlage treffen oder in die klassische „Was haben sie gemacht"-Falle laufen. See-Saw ist mit „Heartstopper" der Beweis gelungen, dass ein behutsamer Ton für ein junges Publikum funktioniert. Mit „Slow Horses" haben sie gezeigt, dass sie Figuren Tiefe geben können, die im Trickfilm schnell flach bleiben. Das sind gute Vorzeichen. Schlechte Vorzeichen gibt es keine – weil schlicht noch niemand weiß, wie die Serie aussehen wird. Klar ist: Die Weichen sind gestellt, der offizielle Startschuss ist gefallen.
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