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Warum London im November von acht Tube-Streiks bedroht ist

Die Gewerkschaft RMT kündigt acht 24-Stunden-Streiks bei London Underground an, sechs davon im Zeitraum vor Weihnachten. Für Pendler und Einkäufer drohen erhebliche Unterbrechungen.

4 Min. Lesezeit
Warum London im November von acht Tube-Streiks bedroht istAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Tube-Streik vor Weihnachten: Acht lange Tage.

Am 26. November um 12 Uhr beginnt in London die erste von acht angekündigten 24-Stunden-Streiks der Rail, Maritime and Transport Workers’ Union, kurz RMT. Die Gewerkschaft plant weitere Aktionen für den 17. und 19. Dezember, 4. und 6. Januar sowie 17., 23. und 25. Februar.

Damit beginnt die Serie nicht erst unmittelbar vor Weihnachten. Sechs der Aktionstage liegen nach der Darstellung des Guardians in der Phase vor dem Weihnachtsgeschäft. Der erste Streik fällt in die späte Novemberzeit, die beiden Dezembertermine treffen anschließend das letzte Shopping-Wochenende. Für jeden, der die Tube nutzt, ist das ein gut sichtbarer Einschnitt in den Fahrplan.

24 Stunden ohne die streikenden Fahrer

Der Start am 26. November

Jeder Aktionstag ist ein vollständiger 24-Stunden-Streik. Die RMT nennt die Termine in London Undergrounds Untergrund. Am ersten Tag beginnt die Arbeitsniederlegung am Donnerstag, 26. November, um 12 Uhr. Danach folgen die beiden Dezembertermine, zwei Januartermine und drei weitere Streiks im Februar.

Der Guardian beschreibt die Streikserie als insgesamt 16 Tage umfassend und warnt vor erheblichen Unterbrechungen für Pendler und Käufer. Besonders vor dem letzten Einkaufswochenende vor Weihnachten könnten nach seiner Darstellung nur wenige Tube-Züge verkehren.

Was das für deine Fahrt bedeutet

Die Quellen nennen keine detaillierte Übersicht einzelner Linien oder vollständige Fahrpläne für alle acht Termine. Sicher belegt sind die acht Streiktage, ihre genauen Daten und der Start um 12 Uhr. An den betroffenen Tagen fällt die Arbeit der streikenden Fahrer aus. Das Ausmaß kann deshalb je nach Tag und Linie unterschiedlich ausfallen.

Für die 17. und 19. Dezember ist die Warnung greifbarer als für die späteren Termine. Der erste dieser beiden Streiks beginnt am Donnerstag um 12 Uhr und läuft bis zum Freitag um 12 Uhr. Am Samstag folgt von 12 bis 12 Uhr der nächste Arbeitstag. Genau diese zwei Termine liegen im engsten zeitlichen Zusammenhang mit dem letzten großen Shopping-Wochenende vor Weihnachten.

Der Streit dreht sich nicht nur um einen zusätzlichen freien Tag

Die Forderung der RMT

Auslöser ist der Vorschlag, die Arbeitszeit der Tube-Fahrer auf vier Tage pro Woche umzustellen. Transport for London, kurz TfL, hat diesen Plan als freiwillig bezeichnet. Nach Angaben der BBC würde die Mehrzahl der Fahrer dann zwar von 36 auf 35 Stunden pro Woche reduziert. Weil bezahlte Pausen eingeführt werden, blieben die vertraglichen Stunden gleich. Die Tage wären dadurch länger, die Zahl der Arbeitstage und die Gesamtstunden aber geringer.

Die RMT verlangt stattdessen eine 32-Stunden-Woche an vier Tagen bei gleichem Gehalt. Nach ihrer Darstellung würde der aktuelle Plan Fahrer zu längeren und weniger planbaren Schichten verpflichten. Die Gewerkschaft befürchtet zudem, bestehende Abmachungen zu schwächen und die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern.

Warum die RMT trotzdem streikt

Der Gewerkschaft fehlt nach eigener Aussage eine verbindliche Garantie, dass Fahrer ihre bisherigen Fünf-Tage-Regelungen behalten können. Sie sieht die freiwillige Lösung deshalb nicht als echte Wahlmöglichkeit. RMT-Generalsekretär Eddie Dempsey sagte: „London Underground versucht, einen schweren Angriff auf die Arbeitsbedingungen der Fahrer als freiwillige Vier-Tage-Woche zu verkleiden.“

Seine Gewerkschaft argumentiert, die Fahrer müssten mehr Zeit hinter dem Steuer verbringen, längere und unvorhersehbarere Schichten akzeptieren und jahrzehntelang ausgehandelte Vereinbarungen aufgeben. In seiner Bewertung geht es nicht um eine bessere Balance zwischen Arbeit und Freizeit, sondern darum, aus weniger Fahrern mehr Arbeit herauszuholen.

Aslef sieht 35 zusätzliche freie Tage pro Jahr

Die Gegenposition im Detail

Die Positionen innerhalb der Gewerkschaften sind nicht identisch. Rund die Hälfte der Fahrer gehört nach Angaben der BBC zur RMT. Viele andere werden von Aslef vertreten, der nach den Angaben des Guardian den Vier-Tage-Plan unterstützt.

Aslef-Organisator Finn Brennan beziffert den Vorteil für die Fahrer auf 35 zusätzliche freie Tage im Jahr. Die neuen Dienstpläne sollen auf einer 34-Stunden-Woche beruhen. Dafür seien ein Wechsel von Papier- zu elektronischen Diensteintragungen sowie Änderungen bei den Arbeitsbedingungen vorgesehen. Wer weiterhin fünf Tage pro Woche arbeiten wolle, könne nach Aslef ohne Nachteil damit fortfahren.

Damit liegt der eigentliche Konflikt auf einer konkreten Ebene: TfL beschreibt 35 Gesamtstunden bei bezahlten Pausen, Aslef nennt 34 Stunden plus 35 zusätzliche freie Tage, und die RMT fordert 32 Stunden bei unverändertem Gehalt. Die Streiks richten sich nicht gegen einzelne Schichten, sondern gegen die künftige Verteilung der Arbeitszeit.

Frühere Streiks zeigen die mögliche Bandbreite

Was im Frühjahr passierte

Im April und Juni hatte es bereits zu ähnlich schweren Streiks über den Vier-Tage-Plan gekommen. Laut BBC führten diese Aktionen zu deutlichen Unterbrechungen im gesamten Netz; einzelne Linien waren vollständig geschlossen. Der Guardian berichtet zugleich, dass auf den meisten Linien weiterhin Züge fuhren.

Damit liefern die früheren Aktionen zwei konkrete Anhaltspunkte für die kommenden Termine: Ein vollständiger Ausfall einzelner Linien ist möglich, aber kein vollständiger Stillstand des gesamten Netzes. Die acht angekündigten Tage machen den Streik dennoch zu einem außergewöhnlich dichten Programm. Besonders die 17. und 19. Dezember liegen unmittelbar vor Weihnachten.

Das Fazit für dich

Mit acht 24-Stunden-Streiks vom 26. November bis 25. Februar muss London im dichtesten Weihnachtszeitraum mit nennenswerten Unterbrechungen rechnen. Die entscheidenden Termine für Einkäufe sind der 17. und 19. Dezember. Für alle anderen Fahrten bleiben die 4. und 6. Januar sowie die drei Februartermine relevant.

Die Quellen liefern keine vollständige Linien- oder Verbindungsmatrix. Prüfe deshalb für jeden betroffenen Tag die aktuellen Informationen von TfL und London Underground. Für die beiden Dezemberstreiks ist der größte Vorlauf sinnvoll, weil sie mit 12 Uhr beginnen und jeweils einen vollen Tag andauern.

Quellen

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