Miriam Peters und die „Land-Grazien“: Häusliche Gewalt auf dem Land
Miriam Peters berät Frauen in ländlichen Regionen, die häusliche Gewalt erleben. Mit ihren „Land-Grazien“ bringt sie Hilfe dorthin, wo Anlaufstellen selten sind. Wir fassen das Interview mit der Expertin zusammen.
AI MODIFIEDTVS News KI redaktionell betreut präsentiert Miriam Peters und die „Land-Grazien“: Wenn häusliche Gewalt auf dem Dorf unsichtbar wird.
Wenn Miriam Peters über ihre Arbeit spricht, kommt schnell ein Satz, der hängenbleibt: „Deutsche Ehemänner schlagen lieber dorthin, wo es nicht auffällt.“ Damit meint die Beraterin Frauen, die in ländlichen Regionen Deutschlands häusliche Gewalt erleben – oft weit entfernt von Beratungsstellen, Frauenhäusern oder auch nur Nachbarn, die nicht zur Familie des Partners gehören.
Im stern erzählt Peters in einem Interview, was Frauen auf dem Land erleben, wenn sie versuchen, sich aus einer gewalttätigen Beziehung zu lösen – und warum ihr Hilfsangebot genau dort ansetzt, wo andere Strukturen selten hinkommen.
Ihr Projekt trägt einen ungewöhnlichen Namen: die „Land-Grazien“. Wir fassen zusammen, was im Interview über die besondere Schutzlosigkeit von Frauen auf dem Land steht – und warum die Arbeit der „Land-Grazien“ gerade in Dörfern und kleinen Gemeinden so wichtig ist.
Miriam Peters und die „Land-Grazien“ – wer hilft hier wem?
Miriam Peters berät Frauen, die häusliche Gewalt erleiden, schreibt der stern in seiner Panorama-Crime-Reihe. Ihr Schwerpunkt: Frauen auf dem Land, die – so Peters wörtlich – „besonders schutzlos“ sind. Die „Land-Grazien“ sind nach Angaben des stern das Format, mit dem Peters und Mitstreiterinnen Frauen in Not helfen, die in kleinen Gemeinden und Dörfern leben.
Der Name ist Programm: Grazien stehen in der Mythologie für Anmut und Schutz. Genau diesen Schutz sollen die „Land-Grazien“ dorthin bringen, wo Frauen ihn sonst selten finden – mitten auf das Dorf.
Warum das Land für Betroffene besonders schwer ist
„Deutsche Ehemänner schlagen lieber dorthin, wo es nicht auffällt“ – der Satz, mit dem Peters im Interview zitiert wird, bringt das Problem auf den Punkt. Wer in einem Dorf lebt, ist für Außenstehende weniger sichtbar. Gleichzeitig gibt es vor Ort weniger Anlaufstellen, und die Wege zu Frauenhäusern oder spezialisierten Beratungsstellen sind weit. Dazu kommt: In kleinen Gemeinden kennen sich alle. Wer zur Beratung geht, läuft Gefahr, dass Bekannte oder Verwandte des Partners davon erfahren – und dass der Schritt zur Trennung sofort auffällt.
Deutsche Ehemänner schlagen lieber dorthin, wo es nicht auffällt.
Was die „Land-Grazien“ konkret machen
Peters berät Frauen, die häusliche Gewalt erleben, schreibt der stern. Die „Land-Grazien“ gehen auf die Lebensrealität auf dem Land zu: Sie bieten dort Hilfe, wo die Frauen leben, und berücksichtigen, dass die Schwelle, sich Hilfe zu holen, auf dem Dorf besonders hoch ist. Denn wer in einer gewalttätigen Beziehung lebt, hat oft Angst, dass jeder Schritt zur Trennung im eigenen Umfeld sofort sichtbar wird.
Du brauchst Hilfe oder kennst jemanden, der Hilfe braucht?
Wenn du selbst betroffen bist oder jemanden kennst, der häusliche Gewalt erlebt, findest du hier schnell Anlaufstellen:
- Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 08000 116 016 – kostenlos, anonym, rund um die Uhr, auch in mehreren Sprachen.
- Online-Beratung der Bundesregierung: www.hilfetelefon.de
- Im akuten Notfall: Polizei 110.
Du hast eine Frage zum Thema oder kennst ein Angebot auf dem Land, das hierher gehört? Schreib uns gerne – wir freuen uns über Hinweise.
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