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Sanofi-Chefin Garijo beim Investitionsgipfel: „Wir sind kein Kostenfaktor"

Fast die gesamte Pharmabranche sagte Kanzler Merz ab – nur Sanofi-Chefin Belén Garijo kam zum Investitionsgipfel. Ihre Botschaft: „Wir sind kein Kostenfaktor".

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Sanofi-Chefin Garijo beim Investitionsgipfel: „Wir sind kein Kostenfaktor"AI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Pharmabranche sagt Kanzler Merz ab – nur Sanofi-Chefin Garijo kommt.

Wenn eine ganze Branche einer Einladung des Bundeskanzlers eine Absage erteilt, hat das Gewicht. Nach einem Bericht des Handelsblatts haben nahezu alle großen Pharmakonzerne der Einladung zum Investitionsgipfel der Regierung eine Absage erteilt. Als einzige Spitzenvertreterin der Branche erschien Belén Garijo, Chefin des Pharmakonzerns Sanofi.

Die symbolische Geste wiegt schwer: Eine Industrie, die in den kommenden Jahren Milliarden in neue Werke, Wirkstoffe und klinische Studien stecken könnte, lässt den Kanzler einfach abblitzen. Garijo reiste trotzdem an – und nutzte die Bühne, um Klartext zu reden.

„Wir sind kein Kostenfaktor" – Garijos Botschaft im Wortlaut

Wir sind kein Kostenfaktor.

Quelle: Belén Garijo, Chefin von Sanofi, im Handelsblatt

Garijo richtet diesen Satz an Friedrich Merz. Damit wehrt sich die Pharmachefin gegen eine Sichtweise, in der Arzneimittelhersteller in der politischen Debatte vor allem als Belastung der Krankenkassen auftauchen – nicht als Partner einer forschungsintensiven Industrie. Dass dieser Satz ausgerechnet beim Investitionsgipfel fällt, ist kein Zufall: Wer Milliarden in Standorte investieren will, will vorher wissen, ob die Politik das mitträgt.

Sanofi selbst hält es – das geht aus der Berichterstattung des Handelsblatts hervor – offenbar für „logisch, hier zu investieren". Welche Summen, welche Standorte und welche Zeitpläne hinter dieser Aussage stehen, lässt sich aus dem vorliegenden Bericht allerdings nicht herauslesen.

Warum die Branche dem Kanzler die Tür vor der Nase zuschlug

Eine kollektive Absage dieser Größenordnung kommt nicht von ungefähr. Wenn nahezu die gesamte Branche einer Einladung des Bundeskanzlers nicht folgt, ist die Verweigerung das deutlichste Signal, das eine Industrie an die politische Spitze senden kann. Garijo durchbricht dieses Schweigen – als einzige.

Dass ausgerechnet sie kommt, ist kein Zufall. Wer in einer Branche, die flächendeckend fernbleibt, den Auftritt beim Kanzler wagt, setzt bewusst ein Zeichen: Sanofi lässt sich auf den Dialog ein – auch wenn die Botschaft unbequem ist.

Was das für dich bedeutet

Die Szene wirkt klein, ist aber ein Gradmesser. Wenn Deutschlands Pharmaindustrie beim Bundeskanzler nicht einmal mehr für ein gemeinsames Foto vorbeischaut, geht es nicht mehr um Höflichkeit – es geht um Vertrauen. Und Vertrauen ist die Währung, in der Investitionsentscheidungen über Milliardenbeträge ausgehandelt werden. Garijos einsamer Auftritt beim Investitionsgipfel ist deshalb weniger ein Solo-Statement als ein Warnschuss in die Runde.

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