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Das Trikot als Zeichen: Libanon, Syrien und Ukraine in Sydney und Belgrad

Libanon, Syrien und Ukraine traten trotz der Kriege in ihren Heimatländern international an. Für die Spieler geht es dabei um mehr als Sport: Sie wollen Hoffnung geben und ihre Länder sichtbar machen.

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Das Trikot als Zeichen: Libanon, Syrien und Ukraine in Sydney und BelgradAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Rugby League im Krieg: Drei Teams geben Hoffnung.

Am vergangenen Sonntag lagen in Sydney nur wenige Kilometer auseinander zwei Welten: Syrien spielte dort eine Reihe von Freundschaftsspielen, während Libanon im CommBank Stadium gegen Frankreich antrat. Für die Teams aus kriegsbetroffenen Ländern war beides ein Zeichen, dass der Sport trotz allem weitergeht.

Der Guardian beschreibt diese Haltung als Ausdruck ihrer Entschlossenheit, den eigenen Ländern trotz der schweren Umstände Hoffnung zu geben. Es geht dabei nicht nur um das Ergebnis eines Spiels, sondern auch darum, dass die Mannschaften sichtbar machen, woher sie kommen.

Syrien spielt in Sydney – ohne Rücksicht auf die Lage im Land

Syrien trat bei den Bankstown Bulls gegen mehrere Gegner an. Der Verein war Schauplatz einer ganzen Serie von internationalen Freundschaftsspielen. Das Besondere: Die Mannschaft musste dafür nicht in ein eigenes Stadion wechseln, sondern spielte in einer eher bescheidenen Umgebung – ein Umstand, der den Auftritt umso eindringlicher machte.

Die Spieler verbanden den Auftritt mit der Hoffnung, Menschen in Syrien einen Moment der Freude zu geben. Die Spiele sind dabei zwar keine Lösung für den Krieg. Sie können aber sichtbar machen, dass es auf internationaler Ebene weiterhin Rugby League gibt und Syrien dort nicht vergessen ist.

Libanon gegen Frankreich: Ein Klassiker trotz der Kriegslage

Wenige Tage später stand die libanesische Mannschaft im CommBank Stadium Frankreich gegenüber. Das Spiel wurde als großer Klassiker der Rugby-League-Weltmeisterschaft beschrieben. Nach einem wilden Finish gewann die libanesische Mannschaft – ein Ergebnis, das sie trotz ihres eingeschränkten Spielplans erneut in den Mittelpunkt rückte.

Die libanesische Mannschaft war seit ihrem letzten Auftritt bei einer Weltmeisterschaft in England 2022 deutlich weniger aktiv. Deshalb liegt ihr Weltrangplatz inzwischen niedriger, obwohl der Sieg gegen Frankreich darauf hindeutet, dass sie sportlich weiterhin zu den stärkeren Teams gehören. „Wir wollen einfach jede Woche gut sein“, erklärte Prop Jalal Bazzaz, der in allen drei Spielen der libanesischen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft 2022 mitgespielt hatte.

„Unser letztes Spiel zusammen war 2022 in England. Unser Ziel war einfach, jede Woche gut zu sein. Wir haben darüber gesprochen, zu unserer Herkunft und unseren Wurzeln zurückzukehren. Es steckt in unserem Blut. Dieses Trikot zu tragen, mein Land zu vertreten und Libanon auf die Weltbühne zu bringen – das gibt den Menschen etwas zum Lächeln, ein bisschen Hoffnung.“

Quelle: Jalal Bazzaz, libanesischer Rugby-League-Spieler, zitiert nach The Guardian

Ukraine spielt in Belgrad weiter

Ein paar Tage vor den Sydneyer Spielen hatte die Ukraine in Belgrad ein wichtiges EM-Spiel bestritten. Damit war auch die ukrainische Mannschaft international vertreten, obwohl der Krieg im Heimatland jeden Auftritt prägt.

Die drei Teams haben dabei eine gemeinsame Funktion: Sie treten nicht nur für Punkte und Platzierungen an. Sie machen sichtbar, dass ihre Länder eine internationale sportliche Stimme haben. Für die Spieler ist das Trikot deshalb mehr als Ausrüstung. Es ist eine Art Verpflichtung – gegenüber den Menschen, die zu Hause auf ein Zeichen der Normalität warten.

Was du aus diesen Spielen mitnehmen kannst

Die Geschichten aus Sydney und Belgrad zeigen, wie Sport unter extremen Bedingungen wirken kann. Ein Spiel ersetzt keine politische Lösung und keine Sicherheit. Es kann aber einen sichtbaren Moment schaffen, in dem Menschen aufhören, ausschließlich über die Krisen ihrer Länder zu sprechen.

Für die Spieler aus Libanon, Syrien und der Ukraine ist der Auftritt deshalb mehr als Unterhaltung. Er verbindet den Wunsch, gut zu spielen, mit dem Ziel, Hoffnung zu vermitteln und die eigene Nation international sichtbar zu halten. Genau diese Kombination macht die Begegnungen zu mehr als Sportnachrichten.

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