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Russland ist zurück – was die TAS-Entscheidung auslöst

Das Sport-Schiedsgericht hat Russland wieder in die internationalen Eishockey-Wettbewerbe aufgenommen. Damit können russische Teams erneut bei Weltmeisterschaften antreten – während die IIHF noch ein organisatorisches Problem lösen muss.

4 Min. Lesezeit
Russland ist zurück – was die TAS-Entscheidung auslöstAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Russland zurück bei der Eishockey-WM: Was der TAS-Beschluss bedeutet.

Fünf Wettbewerbe, ein Beschluss und ein großes Organisationsproblem: Mit dem Urteil des Sport-Schiedsgerichts öffnet der Weg für russische Mannschaften wieder zu den Eishockey-Weltmeisterschaften der IIHF. Betroffen sind die Weltmeisterschaften der Männer und Frauen, die männliche Junioren-WM sowie die U18-Weltmeisterschaften der Männer und Frauen.

Der Eingriff war eindeutig. Das Sport-Schiedsgericht in Lausanne hat am Freitag, 30. Oktober, die Entscheidung der Internationalen Eishockey-Föderation aufgehoben, mit der Russland nach dem Einmarsch in der Ukraine im Februar 2022 von den internationalen Wettbewerben ausgeschlossen worden war. Damit steht die sportliche Rückkehr russischer Teams in den fünf von der IIHF organisierten Weltmeisterschaften wieder offen.

Die Meldung beantwortet allerdings nicht die Frage, ab wann russische Mannschaften wieder in den Spielplan geschrieben werden. Die nächsten Weltmeisterschaften sollen 2027 stattfinden. Zwischen der wiederhergestellten Teilnahmeberechtigung und einem konkreten Turnierstart liegt deshalb noch die Arbeit der IIHF.

Das Sport-Schiedsgericht hebt den Ausschluss auf

Entscheidende Datum

Der Beschluss des Sport-Schiedsgerichts ist der entscheidende Schritt. Es hat die Entscheidung der IIHF aufgehoben und damit die Grundlage beseitigt, auf der russische Mannschaften von den internationalen Wettbewerben der Föderation ferngehalten wurden.

Das Urteil bezieht sich damit unmittelbar auf die von der IIHF organisierten Weltmeisterschaften. Es geht nicht nur um die Männer-WM: Das Sport-Schiedsgericht öffnet den Weg für russische Teams in insgesamt fünf Wettbewerbe. Neben den Weltmeisterschaften der Männer und Frauen betrifft das die männliche Junioren-WM sowie die U18-Weltmeisterschaften für Männer und Frauen.

Was sich dadurch ändert

Russische Spielerinnen und Spieler können von der IIHF grundsätzlich wieder zu ihren jeweiligen Weltmeisterschaften zugelassen werden. Der Ausschluss seit Februar 2022 ist damit auf gerichtlichem Weg beendet. Das bedeutet jedoch noch nicht, dass jedes Turnier ohne weitere Anpassung wie geplant stattfinden kann. Die Föderation muss die Rückkehr in ihre bestehende Wettbewerbsstruktur einarbeiten.

Die IIHF nennt fünf konkrete Problembereiche

Enttäuschung und Widerspruch

Die IIHF hat den Beschluss in einem Kommmentar mit deutlicher Enttäuschung quittiert und die Entscheidung angefochten. Nach Darstellung der Föderation waren ihre eigenen Maßnahmen notwendig gewesen, um die Sicherheit aller Teilnehmenden zu gewährleisten und die Integrität ihrer Wettbewerbe zu bewahren.

Damit steht die Föderation nicht nur für die erneute Aufnahme russischer Teams. Sie muss zugleich erklären, wie sie die Sicherheits- und Integritätsstandards aufrechterhält, die sie mit dem früheren Ausschluss verbinden wollte. Das ist das stärkste Gegenargument zur Rückkehr: Die sportpolitische Entscheidung ist gefallen, doch die Bedenken der IIHF zu Organisation und Sicherheit bleiben bestehen.

Logistische Umstellung statt sofortiger Rückkehr

Die IIHF verweist außerdem auf Probleme, die nach ihrer Einschätzung nicht sofort umsetzbar seien. Dazu nennt sie eine vollständige Neugestaltung der Turnierformate sowie Anpassungen bei den Spielkalendern. Ebenso nennt sie die Logistik für Unterbringung und Reise und die dazugehörigen Sicherheitsmaßnahmen.

Diese Aufzählung macht klar, dass es nicht allein um einen zusätzlichen Namen in einer Startliste geht. Eine Rückkehr kann das bestehende System der Weltmeisterschaften berühren. Wie genau die einzelnen Änderungen aussehen, teilt die Föderation in ihrer Stellungnahme jedoch nicht mit.

2027 ist der nächste konkrete Turnierbezug

Der belegte Zeitraum

Mit 2027 nennen die Quellen den nächsten relevanten Zeitraum für die Weltmeisterschaften. Ein genauer Beginn, einzelne Austragungsorte oder konkrete Spielpläne werden jedoch nicht genannt. Auch die Aufnahme der russischen Mannschaften in die jeweiligen Teilnehmerfelder wird noch nicht erläutert.

Für dich heißt das: Die Meldung ist bereits jetzt relevant, weil sie die sportliche Sperre aufhebt. Sie ist aber noch keine Anmeldung für einen konkreten Turnierstart. Wer wissen will, in welchen Gruppen russische Teams auftreten und wie die Spielpläne verändert werden, muss deshalb zwischen dem bereits entschiedenen rechtlichen Ergebnis und der noch ausstehenden Turnierplanung unterscheiden.

Die Entscheidung ist klar, die Umsetzung bleibt offen

Das Sport-Schiedsgericht hat Russlands Rückkehr in die internationalen Eishockey-Wettbewerbe auf dem Papier ermöglicht. Für die fünf Weltmeisterschaften der IIHF bedeutet das eine wiederhergestellte Teilnahmeberechtigung für russische Mannschaften.

Die IIHF hat diese Entwicklung deutlich kritisiert. Ihr Hinweis auf die notwendige Anpassung von Formaten, Kalendern, Unterbringung, Reise und Sicherheit zeigt, wo die eigentliche Herausforderung liegt: Der Beschluss ist gefallen, seine Auswirkungen müssen aber noch im Wettbewerbsbetrieb umgesetzt werden.

Für die Spielerinnen und Spieler ist damit ein wichtiger Schritt zurück in den internationalen Eishockey-Sport vollzogen. Konkrete Starttermine, Austragungsorte und Spielpläne lassen sich daraus noch nicht ableiten. Die nächste World Championship rückt erst 2027 in den Blick – bis dahin bleibt die IIHF die Stelle, an der aus der grundsätzlichen Erlaubnis ein tatsächlicher Turnierplan werden muss.

Quellen

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