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Nach Shelly-Group-Kauf: Schneider Electric investiert 22,6 Mrd. in PTC

Der Siemens-Rivale Schneider Electric zahlt 22,6 Milliarden Dollar für den US-Softwarehersteller PTC. Nach dem Shelly-Group-Kauf setzt der Technologiekonzern seinen Übernahmekurs fort.

2 Min. Lesezeit
Nach Shelly-Group-Kauf: Schneider Electric investiert 22,6 Mrd. in PTCAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Schneider Electric schnappt sich US-Softwarefirma PTC: 22,6-Milliarden-Deal.

Der französische Technologiekonzern Schneider Electric übernimmt die US-Softwarefirma PTC für 22,6 Milliarden Dollar – nach dem Shelly-Group-Deal der nächste Milliarden-Coup innerhalb kurzer Zeit. Der Siemens-Wettbewerber stemmt damit eine der größten Software-Übernahmen im Industriegeschäft der vergangenen Jahre und verändert die Kräfteverhältnisse im Wettbewerb mit dem Münchner DAX-Konzern.

PTC ist ein etablierter Anbieter von Software für Produktentwicklung, digitalen Zwillingen und industriellen IoT-Lösungen – Themen, die direkt in das Schneider-Portfolio rund um Industrieautomatisierung und Energiemanagement passen. Mit dem Zukauf baut der Konzern seine digitale Plattformstrategie konsequent aus und nimmt dabei einen massiven Cash-Einsatz in Kauf.

Was ist über den Deal bekannt?

Wie das Manager Magazin berichtet, lässt sich Schneider Electric die Übernahme des SDAX-fernen US-Softwarehauses PTC knapp 23 Milliarden Dollar kosten. Damit liegt der Kaufpreis deutlich über dem, was für klassische Industrie-Übernahmen zuletzt aufgerufen wurde – und reiht sich ein in eine Phase wachsender Konsolidierung im europäischen Tech-Sektor.

Warum greift Schneider Electric so tief in die Tasche?

Der Konzern steht unter Druck, margenstarke Software-Sparten aufzubauen, um unabhängiger vom klassischen Hardwaregeschäft zu werden. PTC liefert genau diese Bausteine: Software, wiederkehrende Lizenzerlöse und ein Zugang zu nordamerikanischen Industriekunden. Der Preis ist hoch, doch das Argument der Strategen ist klar – ohne Software-Beteiligung verliert man im Wettbewerb mit Plattformanbietern den Anschluss.

Was bedeutet der Schritt für den Wettbewerb mit Siemens?

Siemens setzt seit Jahren mit Xcelerator und MindSphere ebenfalls auf eine digitale Industrieplattform. Mit PTC im Rücken bekommt Schneider Electric ein zweites, schlagkräftiges Standbein – direkt in einem Segment, in dem Siemens über Jahre Marktanteile aufgebaut hat. Branchenbeobachter werten den Deal daher als direkten Angriff auf den Münchner Rivalen.

Einkaufstour: Shelly Group war erst der Anfang

Die Übernahme von PTC ist kein Einzelfall. Erst zuvor hatte Schneider Electric das SDAX-Unternehmen Shelly Group übernommen und damit den Einstieg in den Consumer-Smart-Home-Markt vollzogen. Beide Transaktionen zusammen summieren sich auf ein Investitionsvolumen, das in der Geschichte des Konzerns seinesgleichen sucht.

Wie geht es weiter?

Offen ist, wie Schneider Electric den Mega-Deal finanziert und welche Synergien bereits eingeplant sind. Auch kartellrechtliche Fragen in den USA und der EU könnten den Zeitplan beeinflussen. Klar ist: Der Abstand zwischen Ansage und Umsetzung wird in den kommenden Quartalen entscheidend – für Schneider Electric und für den Wettbewerb mit Siemens.

Quellen

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