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Tabellenspitze zurückerobert: THW Kiel besiegt Rhein-Neckar Löwen

Der THW Kiel hat die Rhein-Neckar Löwen im eigenen Stadion bezwungen und steht damit an der Tabellenspitze der Handball-Bundesliga. Der hart erkämpfte Heimsieg katapultiert den deutschen Rekordmeister zurück in den Kreis der Titelanwärter.

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Tabellenspitze zurückerobert: THW Kiel besiegt Rhein-Neckar LöwenAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert THW Kiel schlägt Rhein-Neckar Löwen und erobert die Tabellenspitze.

Nach bereits abgelaufener Spielzeit trat Eric Johansson an die Siebenmeter-Linie, behielt die Nerven — und schoss den THW Kiel mit einem harten Wurf ins linke obere Toreck zum 37:36 (19:20)-Heimsieg gegen die Rhein-Neckar Löwen. Was sich nach einem normalen Bundesligaspiel in der Kieler Ostseehalle vor 10.156 Zuschauern anhörte, war am Ende ein Krimi bis in die letzte Sekunde. Und einer, der den deutschen Handball-Rekordmeister zumindest vorübergehend an die Tabellenspitze brachte.

Mit jetzt 17:3 Punkten überholten die "Zebras" am Donnerstagabend die SG Flensburg-Handewitt, haben allerdings schon zwei Partien mehr ausgetragen. Schon am Sonntag (15 Uhr, im Video-Livestream bei NDR.de) könnte die noch ungeschlagene SG (15:1 Punkte) mit einem Heimsieg gegen die Füchse Berlin wieder ganz oben stehen — die Tabellenführung ist also geliehen, nicht gewonnen.

Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel ist dank eines hart erkämpften Heimsieges neuer Tabellenführer der Bundesliga.

Quelle: Sportschau

Wie aus dem 3:0 ein 19:20 wurde

Der THW legte los wie ein Spitzenteam — 3:0 nach vier Minuten, schnell die erste Vier-Tore-Führung (7:3). Was folgte, war der Bruch im Spiel der Hausherren: Wiederholt scheiterten die Schleswig-Holsteiner an Löwen-Schlussmann David Späth, der am Ende auf eine Paradenquote von 33 Prozent kam. Gleich zwei Siebenmeter von Lukas Zerbe und Domen Makuc holte Späth aus dem Netz, parallel parierte Nationalmannschaftskollege Andreas Wolff auf der anderen Seite einen von Niclas Mierzwa ausgeführten Strafwurf. Zur Pause lag Kiel 19:20 zurück, unter anderem weil Haukur Thrastarson auf Seiten der Gäste sieben seiner acht Würfe versenkte.

Für die Rhein-Neckar Löwen verlief der Abend personell besonders: Nach der Entlassung von Chefcoach Maik Machulla (ehemals SG Flensburg-Handewitt) betreute Michel Abt die Mannschaft. Und der THW hatte früh Glück, dass es für Thrastarson nicht schon nach zehn Minuten Rot gab: Die Schiedsrichter Steven Heine und Sascha Standke sahen sich seine Grätsche in den Wurfarm von Makuc noch einmal am Bildschirm an, beließen es aber bei einer Zeitstrafe.

Mahés Rote Karte und Johansson im linken oberen Toreck

Nach 40 Minuten brachte THW-Trainer Börge Lund Elias Ellefsen á Skipagötu, der neben Makuc im rechten Rückraum übernahm — und kurz darauf kippte das Spiel endgültig. Beim Stand von 27:27 stellte sich Löwen-Spielmacher Kentin Mahé im Abwehrkampf gegen Zerbe zu weit in den Laufweg: sein Fuß traf den Rechtsaußen beim letzten Schritt vor dem Absprung, die Rote Karte (43.). Die Löwen hielten trotz Unterzahl weiter dagegen, neun Minuten vor Ultimo führten sie 31:30.

Dann zog Kiel die Defensive an, holte Ballgewinne — und Ellefsen á Skipagötu traf per Wurf ins leere Tor zur 34:32-Führung (56.). Tim Nothdurft glich 46 Sekunden vor Schluss zum 36:36 aus. Was dann folgte: Julian Köster ging durch die Löwen-Deckung, holte den Siebenmeter heraus. Nach Ablauf der Uhr trat Johansson an — und der Schwede behielt die Nerven.

"Ich bin nur froh, dass der Ball reingegangen ist"

Mit sieben Treffern war Johansson erfolgreichster THW-Profi des Abends. Im NDR-Interview sagte er: "Ich bin nur froh, dass der Ball reingegangen ist. Ich wollte eigentlich nicht den Siebenmeter werfen. Ich habe gehofft, dass Julian das Tor macht, aber jetzt bin ich glücklich und froh, dass ich das letzte Tor dann gemacht habe. Wir haben das ganze Spiel einen guten Angriff gespielt, und wir waren geduldig." Auf Seiten der Löwen war Steinhauser mit neun Treffern am häufigsten erfolgreich.

Quellen

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