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Ukraine-Krise im Winter: EU-Abgeordneter Cremer fordert mehr Hilfe

EU-Abgeordneter Tobias Cremer warnt: Ohne ausreichende Luftverteidigung könnte die Ukraine im Winter in eine humanitäre Krise rutschen. Er fordert mehr EU-Hilfe.

5 Min. Lesezeit
Ukraine-Krise im Winter: EU-Abgeordneter Cremer fordert mehr HilfeAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Putin eskaliert – Ukraine droht humanitäre Krise: Was macht Europa, Tobias Cremer.

Die Ukraine könnte im Winter in eine humanitäre Krise rutschen — wegen fehlender Luftverteidigung. Das sagt der EU-Abgeordnete Tobias Cremer. Seine Forderung: mehr EU-Hilfe.

Die Warnung kommt vor dem Hintergrund einer anhaltenden Eskalation durch Russland. Wenn die ukrainische Luftabwehr Angriffe auf zivile Infrastruktur nicht abfangen kann, sind im Winter Heizung, Strom und Wasserversorgung in Gefahr. Genau diese Lücke sieht Cremer — und verbindet sie mit der Frage, was Europa tut oder eben nicht tut.

Was Cremer konkret fordert

Mehr EU-Hilfe — so die knappe Formulierung in der Frankfurter Rundschau. Welche Systeme, Summen oder Wege Cremer dabei vorschweben, geht aus der Meldung nicht hervor. Klar ist die Richtung: Die EU-Staaten sollen nachlegen. Die Antwort auf die Titelfrage „Was macht Europa?“ bleibt damit offen.

Update

Die schwarz-rote Koalition steht unter Druck: Eine Wahlkreisanalyse in den CDU-Chats zeigt, wie dramatisch ein Bruch für die Abgeordneten wäre — und warum beide Seiten trotzdem zusammenbleiben. · 2026-10-15 18:16 UTC

Eine Wahlkreisanalyse sorgt dieser Tage in den CDU-Chats für Unruhe. Sie zeigt den Abgeordneten der Union, wie dramatisch die Lage im eigenen Wahlkreis werden kann — falls die schwarz-rote Koalition tatsächlich zerbricht. Die Botschaft ist eindeutig: Ohne Koalition wird es für viele Abgeordnete ungemütlich.

Gleichzeitig treibt die Koalitionsspitzen eine ganze Liste von Konflikten um. Die Plastiksteuer entzweit die Fraktion, die Rentenreform zermürbt das Bündnis, und am Mittwoch trifft sich der Koalitionsausschuss zum Krisengipfel. Was wie der Beginn eines Bruchs wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Rechnung mit dem gegenseitigen Selbsterhaltungstrieb — auf beiden Seiten.

Warum die Hardliner in der Union zögern

In der Unionsfraktion blockieren nach einem Bericht der „Merkur" 24 Abgeordnete die geplante Plastiksteuer — direkt nach dem bereits umkämpften Thema Zuckersteuer. CDU-Fraktionschef Thorsten Frei hat sich in der Debatte positioniert. Zugleich will die Fraktion nach „Handelsblatt"-Informationen den Druck auf Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) erhöhen, damit Reformen am Arbeitsmarkt und bei der Rente endlich vorankommen.

Die Rechnung, die in den Fraktionschats kursiert, ist ernüchternd: Ein Bruch dürfte die eigene Lage deutlich verschlechtern — nicht nur in Umfragen, sondern auch im Wahlkreis. Das erklärt, weshalb die Kritiker vorerst nicht die Konsequenz ziehen.

Zwölf Stimmen Mehrheit — und ein Dauerstreit um die Rente

Die Ausgangslage im Bundestag ist prekär: Laut „news.de" hat die schwarz-rote Koalition lediglich zwölf Stimmen Mehrheit. An diesem dünnen Polster hängt jeder Reformvorschlag — von der Rente bis zum Arbeitsmarkt. Bei der Rente habe die Union gegenüber der SPD „die Zügel anziehen" wollen; das Bündnis stehe vor einer „gefährlichen Zerreißprobe", so der Bericht.

Dass die SPD nicht kampflos weicht, zeigt ein Hinweis aus den Koalitionsrunden. SPD-Mann Ralf Stegner warnt laut „Frankfurter Rundschau" vor einem „Schlachtfest für Rechtsradikale" im Falle eines Koalitionsbruchs — und vor drei Szenarien, die er am Mittwoch im Koalitionsausschuss zur Sprache bringen will.

Druck von außen — und Merz in der Zwickmühle

Druck kommt auch von außerhalb des Bundestags. Der Mittelstandsverband BVMW verlangt nach einem „Spiegel"-Bericht von Kanzler Friedrich Merz „klare Führung" zum Ende der Sommerpause. Die SPD warnt parallel vor neuen Grundsatzdebatten. Im Raum steht die Frage, ob die Regierung den Druck mit einer Vertrauensfrage, mit Neuwahlen oder mit schlichtem Weitermachen ablassen will — „Der Westen" spricht bereits von einer „Krise in der Merz-Regierung".

Was das für dich bedeutet: Wer in Berlin Politik verfolgt, sollte den Koalitionsausschuss am Mittwoch im Blick behalten. Sowohl die Plastiksteuer-Abweichler als auch die offene Rentenfrage liefern dort den Lackmustest dafür, ob Schwarz-Rot noch handlungsfähig ist — oder ob die Angst vor dem eigenen Ende wichtiger bleibt als jeder Streit.

Update

Der Bundestag hat die Bundeswehr-Mandate für die EU-Mission Aspides im Roten Meer und den Blauhelm-Einsatz UNMISS im Südsudan verlängert. Was die Missionen konkret leisten und wie lange sie laufen. · 2026-10-15 18:50 UTC

Deutsche Soldatinnen und Soldaten bleiben dran: Der Bundestag hat zwei Bundeswehr-Auslandsmandate verlängert – die Beteiligung an der EU-Mission „Aspides" im Roten Meer gegen die Huthi-Miliz und den UN-Blauhelm-Einsatz UNMISS im Südsudan.

Für dich heißt das: In zwei der derzeit angespanntesten Sicherheitsregionen – einer Welt-Handelsroute und einem Bürgerkriegsland – bleibt die Bundeswehr weiter präsent. Was hinter den Einsätzen steckt, wer welche Aufgaben hat und wie lange die neuen Mandate laufen, fasse ich dir hier zusammen.

Was Aspides im Roten Meer leisten soll

Die Huthi-Miliz greift seit Monaten Handelsschiffe im Roten Meer an. Sie operiert nach Angaben von n-tv vom Jemen aus und ist mit dem Iran verbündet. Die EU hat daraufhin die Mission „Aspides" aufgestellt – ihr Auftrag: Handelsschiffe schützen, ohne selbst Angriffe zu führen. Der Bundestag hatte die deutsche Beteiligung erstmals bewilligt; nun wird das Mandat fortgeschrieben, wie der Spiegel berichtet.

Die Meerenge Bab al-Mandab zwischen Jemen und Eritrea gehört zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Wenn dort angegriffen wird, geraten Lieferketten unter Druck – von Containern über Öl bis zu Lebensmitteln. Genau hier setzt Aspides an.

UNMISS im Südsudan: Menschenrechte beobachten, Frieden absichern

Beim zweiten Einsatz geht es um UNMISS im Südsudan – das jüngste Land der Welt, das seit 2013 in einem Bürgerkrieg steht. Laut Bundeswehr.de diente die UN-Mission zunächst dem Aufbau staatlicher Strukturen und der Förderung von Menschenrechten. Mit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 2013 wurde das Mandat erweitert.

Heute beobachtet UNMISS nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums die Menschenrechtssituation im Land und untersucht Verstöße dagegen – und soll die Bedingungen für humanitäre Hilfe verbessern. Das Parlamentsmagazin „Das Parlament" ordnet ein: Die Umsetzung des 2018 revidierten Friedensabkommens stockt – genau deshalb hält die Bundesregierung den deutschen Beitrag weiter für notwendig.

Wie lange laufen die Mandate?

Die Bundesregierung plant, das UNMISS-Mandat nach eigenen Angaben bis zum 31. Oktober 2027 zu verlängern. Beim Rote-Meer-Einsatz Aspides folgt der Bundestag der Linie, die EU-Mission weiter zu unterstützen. Was viele übersehen: Eine Mandatsverlängerung ist keine Blanko-Erlaubnis. Der Bundestag behält sie in der Hand und kann das Mandat jederzeit anpassen oder beenden.

So lief die Entscheidung im Bundestag

Das Verfahren folgt dem gewohnten Muster: Antrag der Bundesregierung, Beratung im Auswärtigen Ausschuss, Aussprache im Plenum, Abstimmung. Ergebnis: Beide Mandate werden fortgeschrieben. Für die Bundeswehr bedeutet das Planungssicherheit für die nächsten Monate – und für die internationale Gemeinschaft das Signal, dass Deutschland seine eingegangenen Verpflichtungen in der maritimen Sicherheit und bei der Stabilisierung des Südsudans fortsetzt.

Die UN-Mission diente zunächst der Unterstützung beim Aufbau staatlicher Strukturen und der Förderung von Menschenrechten im Südsudan.

Quelle: Bundeswehr.de, Mission Südsudan

Was du aus Berlin mitnehmen kannst

Zwei sehr unterschiedliche Einsätze, ein gemeinsamer Nenner: Beide Mandate laufen an Orten, an denen Europa nicht wegschauen kann – einer Weltmeer-Engstelle, über die Schiffe aus Asien Richtung Europa fahren, und einem afrikanischen Land, das seine eigene Friedensordnung noch nicht gefunden hat. Wer die Hintergründe vertiefen will, findet sie ausführlich auf der Bundestagsseite, beim Bundespresseamt und auf der UNMISS-Infoseite der Bundeswehr.

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