Historischer Pokal-Moment: Union schlägt den HSV ins Viertelfinale
Unions Fußballerinnen stehen erstmals im Viertelfinale des DFB-Pokals. Nach dem Spektakel gegen den HSV beginnt für den Klub eine neue Etappe.
AI MODIFIEDTVS News AI redaktionell betreut präsentiert Unioner Pokal-Wahnsinn beim HSV: Endlich im Viertelfinale.
4:3 nach Verlängerung – so endete die Partie, mit der Union Geschichte schrieb. Nach dem 0:2-Rückstand zur Halbzeit behielten die Berlinerinnen die Nerven, holten den HSV im Spiel ein und setzten sich nach 113 Minuten durch. Damit steht der 1. FC Union Berlin erstmals im Viertelfinale des DFB-Pokals der Frauen.
Die späten Treffer waren besonders kostbar, weil Union zunächst deutlich zurücklag. Der HSV ging durch Camilla Linberg in der 10. Minute und Paulina Bartz in der 33. Minute in Führung. „Wir sind sehr glücklich, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Die Begegnung hatte wieder sehr viele Highlights, und der HSV hat ebenfalls sehr gut gespielt“, sagte Union-Trainerin Marie-Louise Eta nach dem Spiel.
Wie Union aus dem 0:2-Rückstand noch das Viertelfinale holte
Jella Veit, Judit Pujols und Nele Bauereisen machten aus dem Rückstand eine Führung: Veit traf in der 68. Minute, Pujols in der 72. Minute und Bauereisen in der 80. Minute. Union hatte damit das 3:2 wiederhergestellt.
Der HSV glich jedoch in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit aus. Lotta Wrede sorgte mit einem Treffer in der 90.+4. Minute für den 3:3-Ausgleich. Union kam anschließend wieder vor: In der 100. Minute erhielt Kapitänin Samantha Steuerwald die gelb-rote Karte, wenig später traf Bauereisen erneut in der 113. Minute zum Endstand.
Das Spiel fand vor 3.213 Zuschauern statt. Danach rannten die Unionerinnen freudetrunken in Richtung der 300 mitgereisten Fans. Diese Unterstützung war nicht nur ein nettes Detail am Abend: Nach dem Erfolg wussten die Berlinerinnen, dass sie den Pokalauftritt gemeinsam mit einer großen Gruppe aus Berlin gefeiert hatten.
Schon das Ligaspiel hatte Union zweimal zurückkommen lassen
Der Pokalauftritt knüpfte direkt an die Bundesliga-Begegnung derselben Teams an. Eine Woche zuvor hatten sich Union und der HSV mit 4:4 getrennt. Auch damals war Union zunächst zurückgegangen und hatte Rückstände von 0:2, 1:3 und 3:4 aufholen müssen.
Damit war die Pokalpartie keineswegs ein Selbstläufer für Union. Der HSV stand nach einer guten halben Stunde mit 2:0 vorn und zeigte auch danach, dass er das Spiel offenhalten konnte. „In diesem Spiel war alles dabei. Das Spielniveau hat sich im Vergleich zur letzten Begegnung deutlich gesteigert und es war vielmehr ein Spiel auf Augenhöhe“, sagte Bauereisen, die mit zwei Toren zur Entscheidung beitrug.
Union-Trainerin Eta erklärte den Erfolg zum Ergebnis einer gemeinsamen Leistung: „Es war eine unfassbare Teamleistung, die Mädels haben alles auf dem Platz gelassen, und deshalb konnten wir weiterkommen. Darum geht es am Ende im Pokal.“ Gerade weil Union bereits im Ligaspiel mehrfach zurückkam, war die zweite große Aufholjagd innerhalb einer Woche umso bemerkenswerter.
58.711 Euro für den erstmaligen Einzug in die Runde der letzten Acht
Der historische Erfolg hat auch eine sportpolitische beziehungsweise finanzielle Seite. Für das Erreichen des Viertelfinals erhält Union eine Prämie von 58.711 Euro. Insgesamt haben die Berlinerinnen in dieser Saison damit knapp 103.000 Euro im DFB-Pokal eingenommen.
Bis zur Auslosung bleibt offen, auf wen Union im Viertelfinale trifft und wo die Partie stattfindet. Feststeht nur der Termin: Das Spiel wird im Frühjahr am 10. oder 11. März ausgetragen. Bis dahin geht es für Union zunächst in der Bundesliga weiter. Am kommenden Sonntag wartet um 14:00 Uhr das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim. Die Unionerinnen sind seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen.
Ein Pokalabend mit Signal für die nächste Aufgabe
Union hat mit dem 4:3 imPokalspiel gegen den HSV nicht nur eine zusätzliche Runde erreicht, sondern eine Grenze, die der Klub zuvor noch nie durchschritten hatte. Der Erfolg fügt sich in eine Serie ein, die auch das 4:4 aus der Bundesliga eingeschlossen hat: Union|Мanne war gegen den HSV bereits zweimal in deutliche Rückstände geraten und jeweils noch eine Antwort gefunden.
Der nächste Prüfstein folgt schon am Sonntag. Nach sechs Pflichtspielen ohne Niederlage wartet mit Hoffenheim eine Aufgabe, die nicht wie das Duell mit dem HSV mit einem Rückstand von 0:2 begann. Gegenüber dem DFB-Pokal bleibt der Heimtag deshalb eine zweite Chance, die ungewöhnliche Pokalwoche nicht mit einem schwachen zweiten Auftritt abzuschließen.
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