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Was die US-Wahlen für den Rechenzentrena Ausbau bedeuten

Der Wahlerfolg der Demokraten und die angekündigten strengeren Regeln für Rechenzentren lassen den Ausbau der Rechenzentren in den USA ungewiss erscheinen. In Texas steht der Umgang mit Wasser- und Energieverbrauch im Mittelpunkt.

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Was die US-Wahlen für den Rechenzentrena Ausbau bedeutenAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert US-Wahlen lassen die Zukunft des Rechenzentrena Ausbaus ungewiss.

Von den 34 gewählten Gouverneuren, deren Wahlergebnis die Agentur AP als eindeutig eingestuft hatte, unterstützen 32 strengere Regeln oder andere Einschränkungen für Rechenzentren. 12 von ihnen treten sogar für Verbote oder Moratorien ein. Hinter dieser deutlich verschärften politischen Haltung steckt ein Streit über Strom, Wasser und die Frage, ob der praktische Nutzen einer großen Anlage den zusätzlichen Belastungen standhält.

Zwar stand die Regulierung von Rechenzentren laut dem Bericht der Clarín auf den meisten Wahlzetteln nicht im Mittelpunkt. Doch sie floss in zahlreiche Kampagnen ein. Große und kleine Kandidaten spendeten laut AdImpact insgesamt mehr als 380 Millionen US-Dollar für Fernsehspots, die Rechenzentren erwähnten. Die Demokraten gaben dabei dreimal so viel aus wie die Republikaner.

32 Gouverneure stellen den Ausbau auf eine harte Probe

Die politische Richtung

Die Demokraten gewannen nicht nur die Kontrolle über den Kongress, sondern drehten auch mindestens fünf Gouverneurswahlen und übernahmen in weiteren fünf Bundesstaaten die vollständige Kontrolle über die Landesregierung. Betroffen sind auch Staaten, in denen bereits große Rechenzentren stehen. Damit bekommt die Regulierung nicht nur eine neue Bundespartei, sondern potenziell auch neue Regierungen auf Landesebene.

Die von Data Center Watch, einem Projekt der KI-Sicherheitsberatung 10a Labs, verfolgten Sieger stützen diese Einschätzung. 32 von 34 Gouverneuren unterstützen demnach strengere Vorschriften oder Einschränkungen. Bei 12 Kandidaten geht es konkret um ein Verbot oder eine vorläufige Stoppregel.

Wisconsin zeigt, wie schnell sich Positionen ändern

David Crowley, der neue Gouverneur von Wisconsin, lehnte zu Beginn eine Moratorium zunächst ab. Unter dem Druck seines republikanischen Gegenkandidaten verschärfte er seine Position. Später unterstützte er eine Moratorium und sprach sich dafür aus, die staatliche Umsatzsteuerbefreiung für Betreiber und Entwickler von Rechenzentren abzuschaffen.

Crowley erklärte der AP, er spreche bereits mit Entscheidungsträgern über mögliche Maßnahmen. Genannt wurden offengelegte Angaben zum Wasser- und Energieverbrauch, die Zustimmung einer Gemeinde vor der weiteren Planung und der Schutz von Verbrauchern sowie Steuerzahlern vor den Energiekosten neuer Projekte. Konkrete Gesetze nennt der Bericht dafür noch nicht. Die genannten Punkte zeigen aber, worauf die neue Landesregierung möglicherweise hinausläuft.

Ein Bundesstaat kann zum Gegenmodell werden

Die Ergebnisse in Texas und Ohio verdeutlichen, wie unterschiedlich die Folgen ausfallen können. Morgan Stanley bewertete den Sieg von Gina Hinojosa in Texas als wichtigstes Wahlergebnis für die Entwicklung von Rechenzentren. Hinojosa erklärte, sie würde eine Genehmigung blockieren, wenn das Projekt der Gemeinschaft keinen Nutzen brächte oder die Gemeinschaft keine Mitsprache gehabt hätte.

In Ohio sieht Amy Acton ein ähnlich hartes Vorgehen. Sie hat versprochen, Projekte zu verhindern, die bestimmte Standards nicht erfüllen. Morgan Stanley spricht deshalb von einem erheblichen Risiko für Verzögerungen in Ohio.

Damit entsteht laut Morgan Stanley die Möglichkeit, dass sich die USA in Gebiete mit offenen Chancen für neue Rechenzentren und Gebiete mit faktisch geschlossenen Märkten aufteilen. Für Betreiber wird die Wahl eines Bundesstaates damit wichtiger als die Aussicht auf eine einheitliche Bundesregelung. Schon wenn Präsident Donald Trump eine bundesweite Attacke auf die Branche stoppt, können strengere staatliche Regeln den Ausbau bremsen.

Die lokale Ebene fällt in 44 von 45 Abstimmungen zugunsten von Einschränkungen

Die Bürger entscheiden nicht nur über Landespolitik

Die politische Verschiebung zeigt sich auch in lokalen Referenden. Redbud Consulting analysierte 47 Abstimmungen in 44 Gemeinden von 12 Bundesstaaten. Allein in Ohio fanden 21 dieser Abstimmungen statt, auf Maine entfielen 8, auf Illinois 7 und auf Kansas 4.

Von den 45 Abstimmungen, für die bereits ein vollständiges Ergebnis vorlag, wurden in 44 Einschränkungen für Rechenzentren beschlossen. Damit fällt die Entscheidung über einzelne Projekte zunehmend auf lokale Stellen. Ein Projekt kann politische Unterstützung auf Landes- und Bundesebene besitzen und trotzdem an einem Referendum oder der Zustimmung der betroffenen Gemeinde scheitern.

Die Wähler sind kritischer als ihre Wahlentscheidung vermuten lässt

Ungefähr drei Viertel der US-Wähler lehnen laut AP Voter Poll den Bau eines Rechenzentrums in ihrer eigenen Gemeinde ab. Diese Mehrheit gab es sowohl in republikanischen als auch in demokratischen Bundesstaaten. Unterstützt wurde der Widerstand in einigen traditionell republikanischen Staaten besonders stark, darunter Wyoming, West Virginia, Louisiana und Mississippi.

Das bedeutet nicht, dass die Wähler das Thema zu ihren wichtigsten Anliegen gemacht haben. Nur etwa ein Viertel bezeichnete KI-Rechenzentren als entscheidend für ihre Wahl zum Kongress. Damit lag das Thema nach den Erhebungen hinter staatlicher Korruption und den Lebenshaltungskosten. Der politische Schaden für Projekte entsteht also nicht zwingend durch eine breite Wählerbewegung, sondern kann bereits durch lokalen Widerstand und schärfere Genehmigungsregeln entstehen.

Texas verbindet die Stromfrage mit der Wasserkrise

Ein Brennpunkt mit besonderem Risiko

In Texas war der Einfluss von Rechenzentren auf Strom und Wasser nach Angaben von Clarín ein zentrales Wahlthema. Für den neuen Landwirtschaftskommissar Clayton Tucker, den ersten demokratischen Amtsträger in diesem Ressort seit 1986, war der Kampf gegen den Ausbau entscheidend für seinen Sieg.

Landwirte fürchteten, dass Rechenzentren ihre knappen Wasserreserven gefährden könnten. Tucker erklärte der AP, die(position der Landwirte habe sich verändert: „Das ist die Sache, um die gekämpft wird.“ Vor dem Hintergrund der Dürre in Texas verleiht der Wahlkampf diesem Ressourcenkonflikt zusätzlich Gewicht.

Der Marktanteil wächst, während die Hürden steigen

Ein Immobilienbericht von JLL erwartet, dass Texas bis 2030 den Norden Virginias als weltweit größten Markt für Rechenzentren überholt. Gleichzeitig deutet der Bericht von El Comercio Lima und Clarín die politische Entwicklung als Unsicherheit: Die Demokraten haben die Wahlen gewonnen und strengere Regeln angekündigt, doch die praktische Ausgestaltung auf regionaler und lokaler Ebene bleibt offen.

OpenAI veröffentlichte am Donnerstag ein Rahmenpapier, in dem das Unternehmen Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker aufforderte, klare Regeln für den Bau von Anlagen zu schaffen. Gefordert werden verantwortungsvolle Investitionen, der Schutz der Bewohner und ein breiter geteilter Nutzen der KI-Infrastruktur. Der Branchenverband Data Center Coalition warnt zugleich vor realen Folgen der angekündigten Moratorien: Gemeinden könnten steuerliche Einnahmen und Zahlungen von Technologieunternehmen verlieren.

Damit steht der Ausbau vor einem konkret gesetzten Zielkonflikt. Rechenzentren gelten als KI-Infrastruktur und fördern nach Darstellung der Branche auch die industrielle Entwicklung. Für die kommenden Genehmigungen zählt jedoch zunehmend, ob eine Gemeinde den Energie- und Wasserverbrauch akzeptiert und Vorteile erhält. Das macht aus jeder neuen Anlage eine Standort- und Regulierungsfrage. Nicht mehr nur ihre Wirtschaftlichkeit entscheidet, sondern auch der politische Preis, den eine Region für den Bau zu zahlen bereit ist.

Quellen

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