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USS Kidd: Das einzige US-Kriegsschiff mit Piratenflagge

Die USS Kidd darf als einziges Schiff der US Navy offiziell den Jolly Roger hissen. Eine Witwe, Pearl Harbor und eine Crew, die sich „Piraten des Pazifiks" nennt – so kam die Ausnahme zustande.

3 Min. Lesezeit
USS Kidd: Das einzige US-Kriegsschiff mit PiratenflaggeAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Totenkopf und Sternenbanner: Warum die USS Kidd als einziges US-Kriegsschiff die Piratenflagge hissen darf.

Hunderte Schiffe fahren unter dem Sternenbanner der US Navy – doch ausgerechnet ein Zerstörer hisst auch den Totenkopf. Schwarz auf Weiß: die USS Kidd. Was nach Seeräuberei aussieht, ist eine der ungewöhnlichsten Ausnahmen der US-Marine – und geht auf einen tragischen Verlust in Pearl Harbor und eine hartnäckige Witwe zurück.

Die Erlaubnis gilt ausschließlich für dieses eine Schiff. Nach Angaben von UNILAD ist die USS Kidd das einzige Kriegsschiff der gesamten US-Flotte, das ausdrücklich zum Hissen des Totenkopfs autorisiert ist – obwohl Marinevorschriften nicht genehmigte Flaggen eigentlich verbieten und die Führung sogar regelmäßig davor warnt, seeräuberische Symbolik zu verherrlichen.

Isaac C. Kidd – Namensgeber mit Pearl-Harbor-Schicksal

Der Zerstörer trägt den Namen von Rear Admiral Isaac C. Kidd. Wie Focus Panorama schreibt, geht die ungewöhnliche Tradition auf ihren Namensgeber Isaac C. Kidd und Pearl Harbor zurück. Kidd gehört damit zu den prägenden Figuren der US-Marinegeschichte – und ausgerechnet sein Name wurde zur Lizenz für ein Stück maritime Rebellion.

Die erste Besatzung nahm diese Lizenz beim Wort und nannte sich selbst „Pirates of the Pacific". Was als Spitzname begann, wurde zum offiziellen Ehrentitel, der das Schiff bis heute von allen anderen Kriegsschiffen der US-Flotte unterscheidet.

Eine Witwe, die die Admiralität überzeugte

Hinter der Ausnahmegenehmigung steckt kein maritimer Brauch, sondern ein persönlicher Wunsch. Wie das offizielle Schiffsarchiv der USS Kidd auf usskidd.com dokumentiert, wurde die ungewöhnliche Bitte auf Wunsch von Rear Admiral Kidds Witwe bei der Indienststellung des Schiffes von der Admiralität genehmigt.

This unusual request was granted by the Admiralty at the request of Rear Admiral Kidd's widow at the ship's commissioning.

Quelle: USS Kidd (usskidd.com)

Military.com ergänzt, dass Inez Kidd die Navy überzeugte, der USS Kidd die ausdrückliche Erlaubnis zum Hissen der Piratenflagge zu geben. Das Modellbau-Magazin Steine-Kanal.de spricht in seinem Beitrag zum COBI-Bausatz des Schiffes vom Jolly Roger – der schwarzen Flagge mit Totenkopf und gekreuzten Knochen – und sieht in der Aktion die Geburtsstunde der „Piraten des Pazifiks".

Einzige Ausnahme der gesamten Flotte

Was die USS Kidd von jedem anderen Schiff der US Navy unterscheidet: Sie darf offiziell zwei Flaggen zeigen – das Sternenbanner der Vereinigten Staaten und den Jolly Roger. Nach Angaben von UNILAD ist sie das einzige Schiff der gesamten Flotte, das explizit zum Hissen des Totenkopfs autorisiert ist.

Die Regelung gilt ausdrücklich nur für dieses eine Schiff. Eine Ausweitung auf andere Zerstörer oder Kriegsschiffe ist nach Darstellung der Quellen nicht vorgesehen – die Ausnahme bleibt an den Namen Kidd und das Andenken an Pearl Harbor gebunden.

Warum gerade dieses Schiff?

Die Kombination aus drei Faktoren macht die Ausnahme möglich: ein Namensgeber mit Pearl-Harbor-Schicksal, eine Witwe mit einem ungewöhnlichen Wunsch und eine erste Besatzung, die diesen Wunsch bereitwillig annahm. Die Crew rief sich selbst zu „Pirates of the Pacific" – und die Navy ließ es offiziell zu.

Was auf den ersten Blick nach Meuterei aussieht, ist in Wahrheit eine der rührendsten Ausnahmen der US-Marine: Eine Witwe, die das Andenken ihres Mannes auf ihre Weise ehren wollte, eine Crew, die den Geist des Namensgebers aufnahm, und eine Admiralität, die eine seltene Ausnahme machte. Wenn du das nächste Mal einen amerikanischen Zerstörer im Hafen siehst, schau genauer aufs Heck – du erkennst die USS Kidd am Totenkopf.

Quellen

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