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Wolfsburg gewinnt das Abstiegsduell gegen Heidenheim

Der VfL Wolfsburg gewinnt das direkte Abstiegsduell der 2. Bundesliga gegen den 1. FC Heidenheim - in einem Spiel, das die Sportschau als 'rasantes Chancen-Festival' beschreibt.

3 Min. Lesezeit
Wolfsburg gewinnt das Abstiegsduell gegen HeidenheimAI MODIFIED

TVS News KI redaktionell betreut präsentiert Wolfsburg schlägt Heidenheim im wilden Chancen-Festival.

Kaum angepfiffen, schon lag der Ball im Netz: Alexander Bernhardsson brauchte am Samstagmittag gerade einmal 35 Sekunden, um den VfL Wolfsburg gegen den 1. FC Heidenheim in Führung zu bringen. Es war der bislang schnellste Treffer dieser Zweitliga-Saison - und der Auftakt zu einem wilden Nachmittag, der dem Etikett "Chancen-Festival" alle Ehre machte. Am Ende stand ein 3:1 (2:1)-Heimsieg der Wolfsburger.

Dabei hätte es aus Heidenheimer Sicht noch deutlicher werden können, hätten die Wolfsburger ihre Chancen konsequenter genutzt: Kumbedi (68.), Reese (71.), Damar (72.) und der eingewechselte Elvis Rexhbecaj (72.) verpassten in der Schlussphase allesamt die Entscheidung.

Wie der schnellste Zweitliga-Tor des Jahres fiel

Dabei hatte die Partie aus Heidenheimer Sicht so gut begonnen: Schon nach 15 Sekunden stand Christian Conteh frei vor Wolfsburgs Keeper Timon Wellenreuther - doch der Torhüter war hellwach und verhinderte die Gästeführung. Nur 20 Sekunden später lag der Ball trotzdem im Netz, allerdings im Heidenheimer. Vinicius Souza behauptete den Ball im Strafraum und passte in den Rückraum, wo Bernhardsson aus 17 Metern ins linke Eck hämmerte.

Die Wolfsburger legten sofort nach: In der dritten Minute zog Bernhardsson einen Eckball auf den kurzen Pfosten, Heidenheims Julien Niehues köpfte den Ball an die eigene Latte. Kurz darauf musste Wolfsburgs Innenverteidiger Cleiton nach einem verunglückten Ausflug von Wellenreuther eine Kopfball-Bogenlampe von Jan Schöppner von der Linie kratzen (11.). Eine Minute später jubelte Alessandro Vogt über den vermeintlichen Ausgleich - der Treffer zählte wegen einer vorherigen Abseitsstellung aber nicht (12.).

Heidenheim drückt, Mainka belohnt - und Glatzel schockt vor der Pause

Heidenheim blieb dran. Saël Kumbedi traf aus spitzem Winkel nur den Pfosten (15.), ehe der verdiente Ausgleich fiel: Nach einer Heidenheimer Ecke konnte Wolfsburg nicht entschärfen, Schöppner brachte den Ball in Richtung Fünfmeterraum, Patrick Mainka köpfte ihn ins lange Eck (21.).

In der Folge hatten die Gäste Chancen im Minutentakt, doch weder Niehues (24.) noch Vogt (28.) trafen aus aussichtsreichen Positionen. Ab der 30. Minute beruhigte sich die Partie, Wolfsburg holte sich die Kontrolle zurück - und wäre kurz vor der Pause beinahe selbst in Führung gegangen: Bernhardsson schlenzte den Ball in der 45. Minute aus 20 Metern an den Pfosten.

Trotzdem gingen die Hausherren mit einer Führung in die Kabine. In der Nachspielzeit köpfte Robert Glatzel eine Flanke von Joakim Mähle aus elf Metern ins Tor (45.+1) - der Schlusspunkt einer rasanten ersten Hälfte.

Damar entscheidet - und Strobl sieht noch Luft nach oben

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es temporeich, wenn auch mit weniger Torchancen. Vogt hätte in der 47. Minute für einen Heidenheimer Blitzstart gesorgt, haute den Ball aber knapp über das Tor. Die Gäste waren das spielbestimmende Team, Wolfsburg brachte das Tempo aber zunehmend unter Kontrolle.

Die Entscheidung fiel in der 65. Minute: Fabian Reese bediente Muhammed Damar rund 20 Meter vor dem Tor. Dessen Schuss wurde entscheidend durch Mainka abgefälscht und schlug für Heidenheims Keeper Thomas Dähne unhaltbar im rechten Eck ein. Der Treffer gab dem VfL sichtlich Selbstvertrauen, die Heidenheimer drückten zwar noch mal, kamen aber zu keinen gefährlichen Chancen mehr - Wolfsburg brachte die Punkte nach Hause.

Was die Trainer nach dem Abpfiff sagten

VfL-Trainer Tobias Strobl zeigte sich am Sportschau-Mikrofon nicht rundum zufrieden: "Wir wollten defensiv stabiler werden, das haben wir in der ersten Halbzeit nicht geschafft. Umso bemerkenswerter war die Antwort in der zweiten Halbzeit." Sein Heidenheimer Kollege Frank Schmidt haderte mit der Chancenverwertung: "Die Mannschaft hat ein tolles Auswärtsspiel gespielt und sich viele Chancen erarbeitet, Wolfsburg hatte große Probleme gegen uns. Wir hätten in Führung gehen müssen und dann liegst du plötzlich zurück. Wir haben die Chancen nicht genutzt und dann wird's schwierig, so ein Spiel zu gewinnen."

Tabelle und Ausblick

Mit dem Heimsieg holt Wolfsburg sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen und schiebt sich auf den Relegationsrang. Heidenheim wartet seit zwei Spielen auf einen Sieg und rutscht auf Rang fünf ab - beide Teams trennt nur ein Zähler. Dass die Wolfsburger Spiele derzeit Spektakel versprechen, hatten zuletzt schon das 5:1 gegen Darmstadt und das 4:4 gegen den 1. FC Nürnberg gezeigt.

Weiter geht es für Wolfsburg am Freitagabend (18:30 Uhr) auswärts beim VfL Bochum, Heidenheim empfängt am Samstagmittag (13 Uhr) Energie Cottbus. Den ausführlichen Spielbericht mit allen Statistiken und Stimmen findest du bei der Sportschau.

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