FBI will UFC zum Nahkampf-Trainer machen — exklusiv und ohne Ausschreibung
Das FBI will der UFC einen exklusiven Einjahresvertrag für das Nahkampftraining seiner Special Agents geben — ganz ohne öffentliche Ausschreibung. FBI-Direktor Kash Patel treibt den Deal voran, der die Bande zur Trump-Regierung weiter vertieft.
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Kampf ohne Ausschreibung: Das FBI will der Ultimate Fighting Championship (UFC) einen exklusiven Einjahresvertrag geben, um seine Special Agents im unbewaffneten Nahkampf zu schulen. Das geht aus einem im September veröffentlichten Behördendokument hervor. FBI-Direktor Kash Patel treibt das Vorhaben persönlich voran — und vertieft damit die Bande zwischen der Trump-Regierung und UFC-Chef Dana White weiter.
Für dich heißt das: Eine Behörde mit rund 14.000 Mitarbeitern will sich ihre Nahkampfausbildung künftig von einer einzigen Privatfirma liefern lassen — ohne dass andere Anbieter mitbieten dürfen. Das ist in Washington selten, und genau deshalb sorgt der Vorgang jetzt für Aufsehen.
Was steht im FBI-Dokument zur UFC?
Konkret geht es um einen exklusiven Vertrag über ein Jahr, mit dem die UFC FBI-Special Agents in „hand-to-hand combat“ ausbilden soll. In dem Papier bezeichnet die Behörde die UFC als „the sole qualified vendor“ für diese taktische Ausbildung — also als einzigen qualifizierten Anbieter am Markt. Wer den Auftrag bekommt, ist nach FBI-Lesart damit keine Frage mehr, sondern entschieden.
Das Dokument wurde laut den vorliegenden Berichten im September freigegeben, ist aber bislang nicht als vergebener Auftrag, sondern als beabsichtigte Vergabe formuliert. Das bedeutet: Die endgültige Entscheidung kann sich noch verschieben oder kippen.
Warum dieser Deal ohne Ausschreibung laufen soll
Normalerweise schreiben US-Bundesbehörden solche Trainingsaufträge öffentlich aus, damit mehrere Anbieter konkurrieren können. Hier soll die UFC den Zuschlag ohne Wettbewerb bekommen — ein sogenannter No-Bid-Deal. Die Begründung des FBI: Es existiere schlicht kein anderer Anbieter, der das geforderte taktische Training in vergleichbarer Form liefern könne.
Kritiker solcher Vergaben argumentieren regelmäßig, dass eine „sole source“-Begründung den Wettbewerb aushebelt und Steuergelder ohne Preisprüfung fließen. Wie viel Geld am Ende konkret an die UFC fließen würde, ist aus den bisher veröffentlichten Dokumenten nicht hervorgehoben.
Wie die UFC-Verbindung zum FBI begann
Der jetzt geplante Exklusivvertrag ist nicht aus dem Nichts gekommen. Schon im März 2026 hatte die UFC offiziell eine Partnerschaft mit dem FBI angekündigt — damals noch als einmaliges Seminar. Die UFC veröffentlichte damals eine Mitteilung, in der Fighters wie Justin Gaethje und Jorge Masvidal namentlich als Instruktoren genannt wurden.
Das Seminar fand am FBI-Standort Quantico in Virginia statt — dort, wo die Behörde ihre Agents normalerweise selbst ausbildet. Patel sprach damals in einer UFC-Mitteilung von einem „historischen Seminar“. Aus diesem Pilotformat soll jetzt ein dauerhafter Vertrag werden.
„I'm thrilled to announce this historic seminar between the FBI and the UFC at Quantico.“
Trump, Patel und Dana White — der politische Rahmen
Der FBI-Schritt kommt nicht im luftleeren Raum, sondern Monate nachdem Präsident Donald Trump die UFC-Kämpfe auf dem South Lawn des Weißen Hauses organisieren ließ. UFC-Präsident Dana White gilt als politischer Verbündeter Trumps; die Behörden-Kooperation mit der UFC reiht sich damit in eine wachsende Reihe persönlicher Nähe zwischen Trump-Regierung und Whites MMA-Imperium ein.
Was die Vergabe juristisch noch stoppen könnte: Bevor ein No-Bid-Deal endgültig wird, laufen in der US-Verwaltung in der Regel Widerspruchsfristen — andere Anbieter oder Aufsichtsbehörden können Einwände erheben. Ob das passiert und ob das FBI an seinem Plan festhält, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
Was als Nächstes wichtig wird
Entscheidend sind aus deiner Sicht zwei Fragen: Erstens, ob die Begründung „sole qualified vendor“ einer Prüfung standhält — oder ob Konkurrenten Widerspruch einlegen. Zweitens, wie konkret das Trainingsprogramm aussieht: Geht es um reine Nahkampf-Skills, oder bekommen die Agents auch ein Stück UFC-Marketing mit auf den Weg? Aus den bisherigen Dokumenten geht nur hervor, dass es um Special Agents geht, nicht um die gesamte FBI-Belegschaft.
Bis dahin gilt der alte Grundsatz: Eine beabsichtigte Vergabe ist noch kein unterschriebener Vertrag — aber sie zeigt klar, wohin die Reise unter Direktor Patel gehen soll.
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