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Wie Holstein Kiel Hoffenheim im Pokal aus dem Weg räumte

Holstein Kiel zieht nach dem Elfmeterschießen gegen den Bundesligisten Hoffenheim ins Pokal-Achtelfinale ein. Torhüter Lio Rothenhagen wurde nach dem Zweitrundenspiel zum Helden des Abends.

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TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Holstein Kiel im Pokal-Achtelfinale: Rothenhagen wird zum Helden.

Um 23:34 Uhr rettet Lio Rothenhagen mit einer Parade den DFB-Pokal für Holstein Kiel. Der 20-jährige Torhüter parierte den Elfmeter von Mats Rots, nachdem das Zweitrundenspiel gegen die TSG Hoffenheim nach 90 Minuten, Verlängerung und Elfmeterschießen noch unentschieden war. Damit steht der Zweitligist als einziger Nordclub im Achtelfinale.

Für dich als Kieler Fan ist das ein doppelter Erfolg: Der Klub hat einen Bundesligisten aus dem Pokal geworfen, und einer seiner Youngster hat den entscheidenden Moment übernommen. Rothenhagen, bei den Kieler eigentlich die Nummer zwei hinter Timon Weiner, war laut Trainer Tim Walter extra für das Pokalspiel nominiert worden.

Der 1:1-Ausgleich nach 22 Minuten veränderte das Spiel

Früher Rückstand, späte Wende

Holstein Kiel hatte das Spiel zunächst nicht im Griff. Bereits in der fünften Minute bot Mittelfeldspieler Adrian Kapralik eine gute Chance. Dann traf TSG-Stürmer Adam Hlozek nach einem Volleyschuss von Rothenhagen zum 0:1. Das Spiel schien zu kippen, als Tim Lemperle kurz vor der Pause das zweite Tor der Hoffenheimer feierte. Die VAR-Prüfung brachte jedoch Abseits zutage, sodass der Treffer nicht zählte.

Die Antwort kam direkt. Hiroki Sekine schickte Kapralik auf die rechte Außenbahn. Der 24-jährige Slowake ließ Bernardo stehen und schoss mit der Pike zum 1:1 ins lange Eck. Kapralik war damit nicht nur an beiden Kieler Toren beteiligt, sondern hatte auch große Teile der Hoffenheimer Defensive beschäftigt.

Bis zur Pause blieb Holstein auch ohne Ausgleich. In der 45.+2. Minute hatte Phil Harres eine klare Chance, scheiterte aber allein vor Luca Philipp am 1:1. Die Verlängerung brachte dann Chancen von Bernardo (100.), Giorgi Kvilitaia (104.), Fisnik Asllani (119.) und nochmals Harres (120.). Keiner dieser Momente änderte den Spielstand.

Warum Rothenhagen zum Pokalhelden wurde

Die entscheidende Parade um 23:34 Uhr

Im Elfmeterschießen avancierte der sonstige Ersatzkeeper zum Mittelpunkt. Leon Avdullahu schoss über das Tor, Giorgi Kvilitaia traf für Holstein nur den Pfosten. Als die Kieler mit 4:3 gewannen, war es erneut Rothenhagen, der den letzten Elfmeter von Mats Rots abwehrte. Mit dieser Parade war die Sache im Holsteinstadion entschieden.

Trainer Tim Walter erklärte die Auswahl so: „Ich habe zwei herausragende Torhüter. Timon ist unsere Nummer eins, und die wird er auch bleiben, aber im Pokal spielt immer Lio.“ Für Rothenhagen selbst war vor allem das Ende der Partie wichtig: „Dass es dann so zum Elfmeterschießen kommt, ist natürlich perfekt.“

Walter lobte nicht nur den Torhüter, sondern das gesamte Team. Er sagte: „Das haben sie richtig gut gemacht. Du bist vielleicht der Underdog, aber trotzdem bist du nie chancenlos. Daheim sind wir ungeschlagen.“ Und zum Ergebnis: „Heute sind wir einfach nur glücklich.“

Der Pokal-Sieg passt zur außergewöhnlichen Saison der Kieler

Nur Holstein Kiel blieb von den fünf ausgeschiedenen Klubs übrig

Der Erfolg gegen Hoffenheim fällt in eine Pokalwoche, in der HSV und Werder Bremen bereits am Dienstag ausgeschieden waren. Am Mittwoch folgten der Regionalligist SSV Jeddeloh II sowie die Zweitligisten VfL Wolfsburg und Hannover 96. Kiel steht damit als einziger Nordclub im Achtelfinale.

Die Auslosung der Achtelfinalpaarungen läuft am Sonntag in der Sportschau um 19:15 Uhr. Gespielt wird in der nächsten Runde am 1. und 2. Dezember. Schon am Sonntag wartet für die Kieler allerdings das nächste Spiel: Um 13:30 Uhr geht es in der zweiten Liga bei Greuther Fürth.

Die vollständigen Berichte findest du beim NDR und bei Sportschau.

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