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Warum die O’bar von Catherine’s Originals im Streit mit Toblerone steht

Mondelēz wirft der britischen Marke Catherine’s Originals vor, mit ihrer O’bar das charakteristische Formdesign von Toblerone nachzuahmen. Die Marke bestreitet die Vorwürfe.

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Warum die O’bar von Catherine’s Originals im Streit mit Toblerone stehtAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Toblerone-Eigentümer verklagt eine britische Marke wegen der Schokoladenform – der Formenstreit.

£9.20 gegen £2.50: Zwei Schokoladenriegel, ein Formenstreit

Die O’bar kostet £9.20 in der Milch- oder Plain-Variante. Für ausgefallene Geschmäcke wie Pumpkin Spice oder Cinnamon Swirl sind es bis zu £10.55. Zum Vergleich: Eine Standard-Toblerone aus Milchschokolade ist für £2.50 erhältlich. Hinter diesen unterschiedlichen Preisen steckt nun ein Rechtsstreit, der es Monelēz um weit mehr als das Aussehen eines Riegels geht.

Mondelēz International hat Papiere beim High Court in London eingereicht. Das Unternehmen wirft Catherine’s Originals vor, mit der O’bar die charakteristische Form des Toblerone-Riegels nachzuahmen. Zugleich beschuldigt es die britische Marke des „passing off“ und einer Markenverletzung.

Die O’bar ist dafür nicht einfach ein einzelner Schokoladenwürfel. Sie besteht aus einem langen Riegel, der in einzelne Segmente unterteilt ist. Jedes Segment trägt eine abgerundete halbovale Erhebung. Mondelēz sieht darin eine Nachahmung der markanten Toblerone-Form, die seit 1929 zum Erscheinungsbild der Marke gehört.

Warum aus der Ähnlichkeit ein Rechtsstreit wurde

Mondelēz nennt die Toblerone-Form eines der anerkanntesten und unverwechselbarsten Produktdesigns in Großbritannien und weltweit. Das Unternehmen sieht sich deshalb in der Pflicht, Marken und geistiges Eigentum zu schützen.

Bevor es Klage einreichte, habe Mondelēz versucht, den Konflikt mit Catherine’s Originals über mehrere Monate direkt und konstruktiv zu klären. Eine Einigung sei nicht erreicht worden. Deshalb liegt der Streit nun den Londoner Gerichten vor.

Für dich als Kundin oder Kunde ist die Form dabei der entscheidende Angriffspunkt. Es geht nicht darum, ob beide Produkte aus Schokolade bestehen oder ein Segment unterteilen. Mondelēz richtet die Klage auf den optischen Gesamteindruck: länglicher Riegel, einzelne Segmente und jeweils eine halbovale Erhebung.

„Passing off“ bezeichnet den Vorwurf, Catherine’s Originals erzeuge durch das Produkt einen falschen Eindruck über dessen Herkunft. Die zweite Spur, eine Markenverletzung, betrifft den rechtlichen Schutz der Toblerone-Kennzeichen. Ob die Gestaltung der O’bar beide Vorwürfe erfüllt, ist mit der eingereichten Klage nicht entschieden. Ein dokumentiertes Urteil des High Court liegt nicht vor.

Catherine’s Originals: Die Form soll für ein „O“ stehen

Auf der Gegenseite steht eine kleine Firma mit einer eigenen Geschichte. Catherine’s Originals wurde 2021 von der damals 17-Jahreigen Catherine Dodd gegründet. Die Schokolade wird in Walberton in Sussex hergestellt. Verkauft wird sie über Märkte, online und im Abonnement.

Dodd erklärt die Form ihrer Riegel mit dem Buchstaben O für „Originals“. Das ist die direkte Gegenposition zu Mondelēz: Die halbovalen Erhebungen seien kein bewusst kopiertes Toblerone-Design, sondern Teil der eigenen Identität der jungen Marke.

„Wir stehen fest hinter dem Produkt und der Identität, die wir geschaffen haben“, erklärte Dodd. Sie widerspreche der Behauptung zur O’bar deutlich und arbeite mit ihrem Rechtsberater an der Verteidigung. Zugleich räumte sie ein, der Konflikt sei für ein kleines Unternehmen beunruhigend, aus dem sie viel Arbeit und Sorgfalt in den Aufbau gesteckt habe.

Auch der Rechtsberater Stephen Lowry von Brandsmiths betonte, Catherine’s Originals halte die O’bar für eine eigenständige Gestaltung mit eigener Identität. Das Unternehmen wolle die Vorwürfe im dafür vorgesehenen Rechtsverfahren beantworten.

2017: Schon ein ähnlicher Riegel sorgte für einen Vergleich

Der Fall ist nicht der erste Streit um eine Schokoladenform, die Toblerone ähnlich sieht. Bereits 2017 musste die Budgetkette Poundland den Start ihres Riegels Twin Peaks verschieben. Dieser hatte zwei Erhebungen, während Toblerone einzelne Spitzen zeigt. Auslöser war eine rechtliche Warnung von Mondelēz.

Poundland.startete den Riegel schließlich doch, nachdem die Farbe der Verpackung und die Form des Riegels geändert worden waren. Er ist weiterhin im Sortiment. Der Vergleich zeigt, wie konkret der Konflikt um die Silhouette eines Produkts geführt hat: Das Unternehmen reagierte mit sichtbaren Änderungen an Design und Verpackung.

Offene Frage: Reicht die Ähnlichkeit für einen Rechtsvergleich?

Die Klage lässt eine klare Frage offen: Darf ein segmentierter Schokoladenriegel mit halbovalen Erhebungen so stark an Toblerone erinnern, dass Verbraucher eine Verbindung zum bekannten Schweizer Produkt herstellen können? Mondelēz bejaht das mit der eingereichten Klage. Catherine’s Originals widerspricht mit dem Verweis auf das eigene O und die eigene Gestaltung.

Bis zu einer Entscheidung solltest du den Vorgang deshalb als anhängigen Rechtsstreit lesen. Sicher belegt sind die eingereichten Papiere, die beiden gegen Catherine’s Originals erhobenen Vorwürfe, der Preisunterschied und die Reaktion der Marke. Ein Urteil, ein Gerichtsentscheid oder eine eingeschränkte Vermarktung der O’bar ist im Quelltext nicht dokumentiert.

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