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Hubbles letzter Countdown: Drei Optionen für die NASA

Hubble droht bis 2033 abzustürzen. Die NASA sucht deshalb Ideen von Industriepartnern für eine Reparatur, eine höhere Umlaufbahn oder einen geregelten Absturz – mit einem möglichen Missionsstart bis 2032.

3 Min. Lesezeit
Hubbles letzter Countdown: Drei Optionen für die NASAAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert Hubble bis 2033: Die NASA sucht den Rettungsplan.

Bis 2033 könnte das Hubble-Weltraumteleskop an seiner bisherigen Umlaufbahn zugrunde gehen: Die im Bericht von Numerama genannten Chancen liegen bei 50 Prozent. Für die NASA ist das ein konkreter Anlass, die möglichen Rettungswege jetzt von Industriepartnern prüfen zu lassen. Für dich zeigt das vor allem ein faszinierendes Beispiel dafür, wie eine Behörde ein drohendes Ausfallrisiko in eine konkrete technische Aufgabe verwandelt.

Numerama berichtet, dass die US-Raumfahrtbehörde einen Aufruf zur Ideeneinreichung gestartet hat. Gesucht sind Möglichkeiten, das Teleskop wieder in eine höhere Umlaufbahn zu bringen, es zu reparieren oder seinen Absturz in die Atmosphäre zu organisieren. Für eine solche Lösung könnte der Start bis 2032 erfolgen.

Warum Hubble unter Zeitdruck steht

Die entscheidende Zahl lautet 50.

Laut der von Numerama zusammengefassten Lage liegt die Wahrscheinlichkeit eines Absturzes des Teleskops bis 2033 bei eins zu zwei. Damit steht die NASA nicht vor einer theoretischen Zukunftsfrage, sondern vor einem möglichen Ereignis innerhalb eines überschaubaren Zeitraums.

Der eingeschlagene Weg führt deshalb nicht nur zu wissenschaftlichen Projekten. Die Behörde öffnet die Suche nach Rettungsoptionen und richtet sich dabei an die Industrie. Das eröffnet einen größeren Spielraum als ein allein verfolgter Plan und macht aus der NASA eine Art Auftraggeberin für unterschiedliche technische Ansätze.

Drei mögliche Wege aus der Gefahrenzone

Höhere Umlaufbahn

Eine der genannten Möglichkeiten ist, Hubble in eine höhere Umlaufbahn zu bringen. Damit würde das Teleskop in eine höhere statt in seine bisherige Umlaufbahn gebracht. Numerama nennt diese Option im Zusammenhang mit dem Aufruf der NASA, bei dem konkrete Umsetzungsideen von Industriepartnern gewonnen werden sollen.

Reparatur

Alternativ kommt eine Reparatur infrage. Damit rückt nicht die Verlagerung des Teleskops in den Mittelpunkt, sondern sein erneuter Einsatz. Die Quelle nennt die Reparatur als eine der drei möglichen Säulen des Rettungsplans, liefert aber keine Details zu einem konkreten Reparaturverfahren oder den eingesetzten Techniken.

Geregelter Absturz

Die dritte Option ist kein dauerhafter Erhalt, sondern die Organisation des Absturzes. In diesem Fall geht es darum, Hubble kontrolliert in die Atmosphäre zurückkehren zu lassen. Damit umfasst der Aufruf sowohl das Verhindern eines ungeplanten Absturzes als auch die Vorbereitung eines geordneten Endes der Mission.

Diese drei Wege unterscheiden sich grundlegend: höhere Umlaufbahn und Reparatur zielen auf den weiteren Betrieb des Teleskops, während der Absturz das Ende der Mission vorbereitet. Welche Variante gewählt werden wird, ist in den vorliegenden Angaben noch nicht entschieden.

Start bis 2032: Der Rettungsplan muss rechtzeitig kommen

Als Zeitmarke nennt Numerama einen möglichen Start bis 2032. Das ist ein Jahr vor dem Zeitpunkt, für den die Quelle die Absturzwahrscheinlichkeit von 50 Prozent angibt. Zwischen den genannten Terminen liegt also nur ein knapper Zeitraum. Das erklärt, weshalb die NASA nicht auf einen vollständig ausgearbeiteten Reparaturplan wartet, sondern Ideen bei Industriepartnern einholt.

Wichtig für die Einordnung: Die Quellenlage beschreibt den Rahmen, nicht eine bereits entschiedene Mission. Konkrete Angaben zu einem ausgewählten Anbieter, zum Einsatzort oder zu den technischen Schritten einer Hubblesicherung nennt der Bericht nicht.

Warum die NASA 2024 eine private Mission ablehnte

Der Aufruf kommt nicht ohne Vorgeschichte. 2024 hatte die NASA nach Angaben von Numerama eine private Mission dieser Art abgelehnt. Damit hatte sie zu diesem Zeitpunkt eine Idee, die auf eine Rettung des Teleskops unter privater Federführung zielte, nicht freigegeben.

Der jetzige Schritt öffnet die Suche erneut, formuliert sie aber anders: Statt nur eine private Mission zu bewerten, fordert die NASA nun Ideen von Industriepartnern für mehrere grundsätzliche Wege an. Die genannten Optionen reichen dabei von der Verlängerung des Betriebs bis zur kontrollierten Beendigung.

Was das für die Zukunft des Teleskops bedeutet

Die NASA will den möglichen Absturz nicht als unumkehrbare Katastrophe hinnehmen, sondern technische Optionen vergleichen. Ob Hubble tatsächlich bis 2033 benötigt wird, ist offen. Die 50-prozentige Absturzwahrscheinlichkeit beschreibt eine Unsicherheit – und genau deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, nach einem tragfähigen Rettungsplan zu suchen.

Für die wissenschaftliche Beobachtung wäre eine Reparatur oder eine höhere Umlaufbahn der klarste Fortbestand des Teleskops. Der geregelte Absturz wäre dagegen eine geordnete Art des Endes. In allen drei Fällen liegt die Entscheidung nicht bei der NASA allein: Die Behörde will zunächst Ideen aus der Industrie sammeln und einen Missionsstart bis 2032 ermöglichen.

Quellen

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