Berlin: Friedrich Merz lädt 200 Unternehmenschefs zu Investitionsgipfel
Bundeskanzler Friedrich Merz lädt rund 200 Unternehmenschefs zum Investitionsgipfel nach Berlin – darunter Nvidia-Chef Jensen Huang. Die Bundesregierung will internationale Konzerne zu Investitionen in Deutschland bewegen. Das IW warnt vor überzogenen Erwartungen.
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An diesem Mittwoch wird Berlin zur Bühne für ein außergewöhnliches Treffen: Bundeskanzler Friedrich Merz lädt rund 200 Unternehmenschefs zum Investitionsgipfel ein – darunter nach Informationen der ZEIT auch Nvidia-Chef Jensen Huang. Die Bundesregierung will mit der Veranstaltung internationale Konzerne zu Investitionen in Deutschland bewegen. Aus der Wirtschaft kommt jedoch schon im Vorfeld ein Dämpfer: Das Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor überzogenen Erwartungen.
Was Merz sich vom Gipfel erhofft
Die Idee hinter der Einladung ist so einfach wie ambitioniert: Wenn die Bosse der Weltkonzerne gleichzeitig in Berlin sitzen, kann die Bundesregierung mit einem Schlag die Standortbotschaft überbringen. Neue Werke, mehr Beschäftigung, mehr Steuereinnahmen – das sind die Versprechen, die üblicherweise mit Investitionen internationaler Unternehmen verknüpft werden. Merz macht Wirtschaftspolitik zum Gipfelformat, wie es aus anderen Industrieländern bekannt ist.
Die Wirtschaft mahnt zur Vorsicht
Aus der Wirtschaft selbst kommt ein deutlicher Dämpfer. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) warnt nach Angaben der ZEIT vor überzogenen Erwartungen an den Gipfel. Die Botschaft aus Köln ist klar: Nicht jeder Auftritt eines Konzernchefs auf einem politischen Parkett führt automatisch zu konkreten Investitionszusagen. Die mahnende Stimme aus dem IW zeigt, dass die Erwartung an Merz' Großveranstaltung hoch ist – und die Fallhöhe entsprechend. Das IW gilt als einer der einflussreichsten Wirtschafts-Thinktanks Deutschlands.
Wer kommt – und was bleibt offen
Mit Jensen Huang, dem Chef des US-Chipriesen Nvidia, ist zumindest ein Schwergewicht der internationalen Tech-Welt auf der Gästeliste. Nvidia zählt zu den größten Investoren in KI-Rechenzentren und Chip-Infrastruktur – ein möglicher Hebel für den Standort Deutschland, falls Huang konkrete Pläne mitbringt. Die Anwesenheit Huangs ist auch ein Signal an andere Konzerne: Wenn der Chip-Riese nach Berlin kommt, lohnt sich der Weg. Über die übrigen Gäste und mögliche Investitionszusagen, die am Mittwoch verkündet werden sollen, berichtet die vorliegende Quelle nicht. Was am Ende tatsächlich auf der Investitionsliste steht, wird sich erst am Gipfeltag zeigen.
Update
Forschende ließen Kaffeetrinker zwei Wochen lang komplett verzichten – gemessen wurden Darmbakterien, Stimmung und Gedächtnis. Was die Studie zeigt, und welches Ergebnis besonders herausstach. · 2026-10-19 09:20 UTC
Zwei Wochen keinen Kaffee – für viele Kaffeetrinker klingt das schon nach einer kleinen Strafe. Forschende haben genau das jetzt in einer Studie durchgezogen: Sie ließen Kaffeetrinker komplett verzichten und maßen, was mit dem Körper passiert. Am Ende stach ein einzelner Befund besonders heraus.
Kaffee ist hierzulande für Millionen mehr als ein Getränk: Morgenritual, Wachmacher, kleine Pause zwischendurch. Was passiert eigentlich, wenn du komplett darauf verzichtest – mit deinem Darm, deiner Laune, deinem Kopf? Genau das hat ein Forschungsteam jetzt untersucht.
Dafür wurden zunächst verschiedene Ausgangswerte der Teilnehmenden erfasst. Dann hieß es für zwei Wochen: kein Kaffee. Im Anschluss wurde bei den Probanden entweder koffeinhaltiger oder entkoffeinierter Kaffee wieder eingeführt. Über den gesamten Zeitraum hinweg maßen die Forschenden Werte zu Darmbakterien, Stimmung und Gedächtnis – und am Ende stach ein einzelnes Ergebnis besonders hervor.
Was im Darm passiert
Das deutlichste Signal kam aus dem Bauch: Der Darm reagierte messbar auf den Verzicht. Kaffee enthält nicht nur Koffein, sondern auch bioaktive Stoffe wie Polyphenole und Säuren, die offenbar die Zusammensetzung der Darmflora mit beeinflussen. Schon zwei Wochen ohne Kaffee reichten aus, um Verschiebungen bei den Mikroorganismen sichtbar zu machen.
Spannend ist auch der Vergleich danach: In der Wiedereinführungsphase zeigte sich offenbar ein Unterschied zwischen normalem koffeinhaltigem und entkoffeiniertem Kaffee – also zwischen "ganz ohne" und "nur ohne Koffein". Das deutet darauf hin, dass nicht allein das Koffein die Wirkung auf den Darm erklärt.
Stimmung und Gedächtnis im Blick
Neben dem Darm haben die Forschenden auch Stimmung und Gedächtnis im Blick behalten. Wie reagiert die Konzentration, wenn das gewohnte Koffein fehlt? Wie die Laune? Die Daten laufen über den gesamten Studienzeitraum mit – inklusive der Phase, in der die Teilnehmenden wieder zur Tasse greifen durften.
Am Ende stach ein einzelner Befund heraus, den die Forschenden in dieser Form offenbar nicht vorausgesehen hatten. Details dazu liefert unter anderem ein Bericht der Frankfurter Rundschau, ergänzt durch die Schilderung des Studienverlaufs auf Praxis Bernot.
Kaffee im größeren Gesundheitsbild
Die neue Studie passt zu einer Welle weiterer Forschung, die Kaffee gesundheitlich neu bewertet. Eine Beobachtungsstudie der Tufts University in Boston kommt etwa zum Ergebnis, dass Kaffeetrinker womöglich länger leben – vorausgesetzt, der Kaffee bleibt möglichst schwarz. Wer regelmäßig zwei bis drei Tassen am Tag trinkt, hatte demnach ein um rund 14 Prozent niedrigeres Sterberisiko – allerdings nur, wenn das Getränk nahezu ungesüßt und fettfrei war, wie watson berichtet.
Eine andere Auswertung zeigt zudem, dass regelmäßiger Kaffeekonsum das Risiko, an Demenz zu erkranken, senken kann – um rund 18 Prozent bei zwei bis drei Tassen pro Tag. Der kognitive Abbau verlangsamte sich demnach messbar. Und Forschende der Universität Basel haben in einer früheren Arbeit gezeigt, dass sich die graue Substanz des Gehirns unter Koffein verändert, berichtet Der Standard.
Für dich heißt das: Wer Kaffee verträgt und ihn in Maßen genießt, braucht sich keine Sorgen zu machen – im Gegenteil. Schwarz, ungesüßt, in den üblichen zwei bis drei Tassen. Die aktuelle Forschungslage deutet eher darauf hin, dass das Getränk mehr Freund als Feind ist.
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