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14 Milliarden Pfund und höhere Mieten: Das steckt in John Healeys Budget

Die Guardian-Redakteurinnen Hilary Osborne und Heather Stewart erklären, warum John Healeys Besteuerung umstritten ist, wie Vermieter höhere Rechnungen an Mieter weitergeben können und welche Folgen der Iran-Krieg für die Zinskosten hat.

3 Min. Lesezeit
14 Milliarden Pfund und höhere Mieten: Das steckt in John Healeys BudgetAI MODIFIED

TVS News AI redaktionell betreut präsentiert John Healey und die Wohlhabenden: Darum geht es bei der Budgetfrage.

John Healey, der britische Schatzkanzler, steht mit seiner Steuer- und Haushaltspolitik in der Kritik. Leserinnen und Leser fragten die Geld- und Wirtschaftsredakteurinnen des Guardian deshalb am 29. Oktober 2026, warum die Vermögenden weitgehend unangetastet geblieben seien.

Die Antworten fallen differenziert aus. Es geht nicht nur um einen einzigen Steuersatz: Mieter könnten indirekt betroffen sein, wenn Vermieter höhere Rechnungen weitergeben. Außerdem muss die Regierung den Krieg gegen Iran und die dadurch gestiegenen Zinskosten bewältigen.

Für dich wird die Rechnung deshalb an zwei Stellen sichtbar: in möglichen Mietsteigerungen und in den finanziellen Folgen des internationalen Konflikts.

Warum bleibt die Steuerfrage bei den Wohlhabenden so unbeantwortet?

Die Ausgangslage

Die gestellten Fragen reichen von Energiepreisen und Steuerschwellen bis zu den globalen Ereignissen, die auf die britische Wirtschaft einwirken. Im Zentrum steht dabei Healeys Haushalt. Besonders kritisch wird die Frage, ob diejenigen, die über das größte Vermögen verfügen, einen angemessenen Beitrag leisten.

Die Antworten der Guardian-Redakteurinnen liefern dabei kein simples Urteil. Steuererhöhungen können unterschiedliche Folgen für Lohnabhängige, Vermieter und Vermögensbesitzer haben. Zudem ist eine höhere Belastung der Vermieter nicht automatisch identisch mit einer höheren Belastung ihrer Mieter – der örtliche Mietmarkt entscheidet mit darüber.

Wie können Vermieter höhere Steuerrechnungen weitergeben?

Die Mieterfrage

Nach Angaben von Heather Stewart gibt es nichts, was Vermieter grundsätzlich davon abhält, höhere Steuerrechnungen an ihre Mieter weiterzugeben. Der lokale Mietmarkt bildet die Grenze: Vermieter können die zusätzliche Belastung nur in einem Umfang weitergeben, den die Mieter tatsächlich akzeptieren.

Das Office for Budget Responsibility hatte diese Entwicklung bereits in den Blick genommen. Es verwies auf einen möglichen stetigen Anstieg der Mieten, nachdem die Erhöhung um 2 Pence in diesem Jahr auf eine weitere Erhöhung um 2 Pence im Vorjahr gefolgt war.

Ein Teil der Vermieter reagiert laut Osborne mit höheren Mieten. Andere ziehen sich aus dem Markt zurück. Für Mieter ist deshalb nicht allein entscheidend, ob eine Steuer für Vermieter steigt. Entscheidend ist auch, ob Vermieter ihre Bestände weiterhin vermieten oder das Angebot reduzieren.

Wäre eine stärkere Besteuerung von Vermieter-Einkommen gerechter?

Das Fairnessargument

Stewart hält es für wahrscheinlich, dass John Healey mit einem Fairnessargument antworten würde. Demnach sollte Einkommen aus dem Vermieten von Immobilien stärker besteuert werden als Einkommen aus Arbeit. Damit würde eine zentrale Kritik an der Verteilung der Steuerlast aufgegriffen.

Labours Strategen seien nach Stewart jedoch entschlossen, die Manifestversprechen nicht zu brechen. Denkbar sei deshalb, dass die Regierung eine stärkere Belastung von Vermietern und anderen Vermögensbesitzern vermeiden will, um den im Wahlkampf formulierten Kurs zu halten.

Ein zweiter Gedanke betrifft die Akzeptanz höherer Steuern. Stewart vertritt die Ansicht, dass viele Wählerinnen und Wähler Steuern akzeptiert hätten, weil sie die öffentlichen Dienste als schwach erlebten. Belegen lässt sich diese Einschätzung allerdings nur schwer. Auf die Vergangenheit verweist sie mit Jeremy Hunts Kürzungen der nationalen Versicherungsbeiträge: Nach ihrer Darstellung ernteten die Konservativen dafür in den letzten beiden Haushalten wenig Wählerhonor.

Warum macht der Iran-Krieg das Budget noch enger?

Die Zinskosten

Unabhängig von der gerechten Verteilung der Steuern belastet der Krieg gegen Iran den Staatshaushalt. Laut den Guardian-Redakteurinnen hat der Iran-Krieg die Zinskosten der Regierung in diesem Jahr bislang um 14 Milliarden Pfund erhöht.

Damit stellt sich eine zusätzliche Budgetfrage: Soll die Regierung die steigenden Zinskosten durch höhere Steuern, geringere Ausgaben oder eine Kombination aus beidem ausgleichen? Der Iran-Krieg verschärft damit den zeitlichen und finanziellen Druck, unter dem John Healey über die Ausgestaltung des Haushalts entscheiden muss.

Die Fragerunde liefert drei konkrete Antworten: Vermieter können höhere Steuerlasten teilweise an Mieter weitergeben, eine stärkere Besteuerung von Vermieter-Einkommen wäre nach Stewarts Einschätzung ein Argument der Fairness, und der Iran-Krieg verschärft den Druck auf die finanziellen Spielräume der Regierung um 14 Milliarden Pfund bei den Zinskosten.

Quellen

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